Smith & Wesson

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Smith & Wesson
Logo
Rechtsform Public company
Aktiengesellschaft (USA)
ISIN US8317561012
Gründung 1852
Sitz Springfield, Massachusetts
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Leitung P. James Debney
Mitarbeiter 1.453 (2008)
Branche Waffenhersteller
Website www.smithandwesson.com

Smith & Wesson (S&W) ist Nordamerikas größter Hersteller von Handfeuerwaffen mit Sitz in Springfield (Massachusetts). Die Firma ist seit Januar 2017 Teil der American Outdoor Brands Corporation, einer Holding und Nordamerikas größter Hersteller von Handfeuerwaffen mit Sitz in Springfield in Massachusetts.

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Smith & Wesson 60 mit 3-Zoll-Lauf im Kaliber 357 Magnum
S&W 686 Target Champion DL

Das Unternehmen wurde im Jahr 1852 von den Geschäftspartnern Horace Smith und Daniel Baird Wesson I unter dem Namen „Volcanic Repeating Arms Company“ gegründet. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten wurde die Mehrheit des Unternehmens später von Oliver Winchester, dem Eigentümer der späteren „Winchester Repeating Arms Company“, übernommen.

Im Jahr 1856 verließen die Partner Volcanic, um ein neues Unternehmen zu gründen und begannen mit der Entwicklung eines Revolvers, der Patronen verschießen konnte. Daniel B. Wesson hatte im August 1856 ein Holzmodell eines Revolvers zum Verfeuern seiner .22 Short Patrone fertiggestellt; der erste seiner Art für vorgefertigte Metallpatronen. Im November 1856 trafen sich die Partner mit Rollin White, dem Inhaber des Patents für zylindrisch durchbohrte Revolvertrommeln (Rollin White Patent vom 3. April 1855) und übernahmen dieses gegen die Bezahlung von einer Royalty (25 Cents pro Waffe). Bereits im Jahr 1857 kam mit dem Modell Smith & Wesson No 1 der erste S&W-Revolver auf den Markt.

Der Zeitpunkt der Entwicklung von Patronenrevolvern erwies sich als glücklich, da der fünf Jahre später ausbrechende Sezessionskrieg eine starke Nachfrage nach „Smith & Wesson“-Produkten auslöste. Nach dem Bürgerkrieg konnte sich Smith & Wesson auch am zivilen Markt mit seinem Modell No 3 etablieren. Mit dem Russian Model der Serie No 3 gelang es dem Unternehmen sogar, in den 1870er Jahren rund 130.000 Stück dieser Waffe in das zaristische Russland zu liefern. Mit der Einführung eines „sicheren“ Double Action Revolvers im Jahr 1886 war der Siegeszug des Unternehmens besiegelt.

Einen weiteren Aufschwung erfuhr das Unternehmen während des Ersten Weltkriegs, wo es Lieferengpässe von Faustfeuerwaffen auszugleichen galt.

Im Jahr 1964 ging die Kontrolle des Unternehmens von der Familie Wesson auf externe Investoren über, die im Laufe der Jahre häufiger wechselten. Von 1996 bis 2001 gehörte „Smith & Wesson“ zum britischen Unternehmen Tomkins. Im Jahr 2001 erwarben amerikanische Investoren das Unternehmen.

Zum 1. Januar 2017 änderte Smith & Wesson seinen Namen zu American Outdoor Brands Corporation.[1]

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Smith & Wesson Extreme Ops

„Smith & Wesson“ stellt hauptsächlich Handfeuerwaffen (Revolver, Pistolen) und Munition her. Daneben gibt es eine breite Produktpalette von Ausrüstungsgegenständen für Polizei- und andere Sicherheitskräfte. Dazu gehören auch Messer, Handschellen, Fußfesseln, Fesselketten, Fischerruten und sogar Fahrräder. „Smith & Wesson“-Produkte gelten im Hinblick auf Qualität, Sicherheit, Genauigkeit und Haltbarkeit als hochwertig.

Feuerwaffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fesseln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gefangener in einer Smith & Wesson M-1800 Bauchkette
  • M-1 Universalhandschellen mit Kettenverbindung oder Scharniergelenk (M-1H): Handschellen mit insgesamt 31 Schließpositionen, wobei die engste um 25 % kleiner und die weiteste Position um 25 % größer als bei Standardhandschellen ausfällt. Damit sollen auch Personen mit besonders kräftigen oder schmalen Handgelenken gefesselt werden können.[2]
  • M-100 Standardhandschellen mit Kettenverbindung: Handschellen mit 23 Schließpositionen, Umfang von mindestens 150 mm bis maximal 210 mm, verbunden durch zwei Kettenglieder;
  • M-110 übergroße Handschellen bzw. besonders restriktive Fußfesseln: Bei diesem Modell sind zwei Fußschellen des Modells M-1900 mit nur zwei Kettengliedern verbunden. Es ergeben sich 22 Schließpositionen, Umfang von mindestens 195 mm bis maximal 270 mm;[3]
  • M-300 Standardhandschellen mit Scharniergelenk: Handschellen mit 23 Schließpositionen, Umfang von mindestens 150 mm bis maximal 210 mm, verbunden durch ein Scharniergelenk;
  • M-1800 Bauchkette mit seitlich angebrachten Handschellen;
  • M-1840 Bauchkette mit Stahlschlaufe (martin link) zum Durchfädeln von Handschellen;
  • M-1850 Transportfessel, bestehend aus einem Paar M-1 Handschellen und einem Paar M-1900 Fußfesseln, verbunden durch eine 80 cm lange Kette;
  • M-1900 Fußfesseln: Fußschellen mit 22 Schließpositionen, Umfang von mindestens 195 mm bis maximal 270 mm, verbunden durch eine 40 cm lange Kette. Die Form der Fußschellen ist oval, sodass sich die Fesseln besser an die Anatomie des Fußgelenks anpassen und so weniger Druck auf die Achillesferse ausüben.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Smith & Wesson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Revolver-Hersteller mit neuem Namen: Smith & Wesson lässt den Revolver stecken. (handelsblatt.com [abgerufen am 29. Dezember 2016]).
  2. Enris: Enris - Smith & Wesson 2 - Handschellen. Abgerufen am 29. Mai 2017.
  3. Enris: Enris - Smith & Wesson 2 - Handschellen. Abgerufen am 29. Mai 2017.
  4. Guenter K.: Fußeisen aus dem Rest der Welt. Abgerufen am 29. Mai 2017.