Soricinae

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Soricinae
Waldspitzmaus (Sorex araneus)

Waldspitzmaus (Sorex araneus)

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Laurasiatheria
Ordnung: Insektenfresser (Eulipotyphla)
Familie: Spitzmäuse (Soricidae)
Unterfamilie: Soricinae
Wissenschaftlicher Name
Soricinae
Fischer von Waldheim, 1814

Die Soricinae, ebenso wie die größte ihrer Gattungen auch bekannt als Rotzahnspitzmäuse, sind eine Unterfamilie der Spitzmäuse (Soricidae) innerhalb der Insektenfresser (Eulipotyphla). Das Taxon enthält etwa 148 Arten, die auf 14 Gattungen aufgeteilt werden.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie alle Spitzmäuse sind auch die Soricinae kleine Säugetiere mit Körperlängen von weniger als 10 Zentimetern, zu der ein in der Regel maximal 9 Zentimeter langer Schwanz hinzukommt.

Die Soricinae oder Rotzahnspitzmäuse zeichnen sich gegenüber den anderen Unterfamilien vor allem durch den spezifischen Bau der Kiefer aus, bei dem die Gelenkflächen des Unterkiefers in der Regel weit auseinanderliegen, auf der Lippenseite (labial) jedoch zusammenstoßen und ineinander übergehen, wobei sie einen abgesetzten lingualen Knoten bilden. Das Foramen mentale, eine Knochenöffnung auf der Außenseite des horizontalen Astes des Unterkiefers, liegt vor der vorderen Wurzel des Molaren M1 (während es bei den Crocidurinae hinter dieser liegt) und der Prämolar P4 ist in seiner Form spezifisch. In der Regel zeichnen sich die Arten der Soricinae durch das für die Rotzahnspitzmäuse namensgebende rote Farbpigment an den Zahnwurzeln aus, dies fehlt jedoch bei den Gattungen Anourosorex, Chimarrogale und Nectogale.[1]

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Soricinae sind vor allem auf der nördlichen Hemisphäre, also holarktisch, verbreitet und leben mit fast 150 Arten in Eurasien, in Nord- und Mittelamerika sowie mit wenigen Arten im nordwestlichen Südamerika. In Afrika sowie in Australien fehlen sie.

Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Soricinae entsprechen in ihrer Lebensweise den typischen Spitzmäusen. Sie leben in der Regel auf dem Boden entweder im Bodenstreu oder in den oberen Bodenschichten und ernähren sich vor allem von wirbellosen Tieren wie Insekten, Spinnen, Regenwürmern oder Schnecken. Einige Arten, besonders die Wasserspitzmäuse (Neomys), sind an ein Leben in Bächen und an Flussufern angepasst.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rotzahnspitzmäuse bilden neben den Crocidurinae (auch Weißzahnspitzmäuse) und den Myosoricinae eine der drei Unterfamilien der Spitzmäuse innerhalb der Insektenfresser. Die Unterfamilie wurde von Johann Fischer von Waldheim 1814 wissenschaftlich erstbeschrieben.[2]

Innerhalb der Soricinae werden etwa 148 Arten unterschieden, die 14 Gattungen innerhalb von sechs Triben zugeordnet werden.[1] Die überwiegende Anzahl der Arten entfällt dabei auf die (Eigentlichen) Rotzahnspitzmäuse (Sorex) mit etwa 80 Arten und die amerikanischen Kleinohrspitzmäuse (Cryptotis) mit etwa 30 Arten.[2]

Die Arten und Gattungen der Soricinae sind:[2]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Robert S. Hoffmann, Darrin Lunde: Soricinae. In: Andrew T. Smith, Yan Xie: A Guide to the Mammals of China. Princeton University Press, Princeton NJ 2008, ISBN 978-0-691-09984-2, S. 303–304.
  2. a b c Soricinae. In: Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. A taxonomic and geographic Reference. 2 Bände. 3. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2005, ISBN 0-8018-8221-4.
  3. Alexei V. Abramov, Anna Bannikova, Viatcheslav Rozhnov: Revision of Chimarrogale (Lipotyphla: Soricidae) from Vietnam with comments on taxonomy and biogeography of Asiatic water shrews. Zootaxa, Vol 4232, No 2, Februar 2017, DOI: 10.11646/zootaxa.4232.2.5