Sparrenpfette

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Skizze einer Halle. grün: Dachbinder, schwarz: Sparrenpfette als Koppelpfette

Die Sparrenpfette (selten auch Pfettensparren) ist tragendes Bauteil der Dachkonstruktion, das entsprechend einer Pfette parallel zur Traufe liegt. Sparrenpfetten liegen so dicht beieinander, dass die üblicherweise darüber folgende Sparrenlage entfallen kann. Sie übernehmen insofern zugleich die Funktion der Sparren und der Pfetten, da sie unmittelbar die Dachdeckung tragen.

Sparrenpfetten haben mit den Dachlatten eines traditionellen Dachs gemein, dass beide horizontal verlaufen und unmittelbar die Dachhaut tragen (da sie die oberste Ebene der Dachkonstruktion bilden). Der Unterschied besteht darin, das Sparrenpfetten einen wesentlich größeren Querschnitt benötigen, da die Spannweite größer ist. Auch der Abstand zwischen den Sparrenpfetten kann deutlich größer sein, da die Dachhaut meist aus Trapezblechen besteht, die ebenfalls weit spannen können.

Sparrenpfetten liegen auf Bindern (z. B. Brettschichtholz) und bestehen üblicherweise aus Holz oder Stahl. Das vorrangige Einsatzgebiet sind Flachdächer und Hallendächer.

Am geneigten Dach werden sie auf Doppelbiegung beansprucht, wenn die Kräfte in y-Richtung nicht durch die als Scheibe wirkende Dachhaut übernommen werden.

Ziegelgedeckte Steildächer an Wohngebäuden werden im deutschen Sprachraum in der Regel nicht durch Sparrenpfetten realisiert, sondern durch die klassische Konstruktion mit Sparren, welche von den quer darunterliegenden Pfetten getragen werden.

Sparrenpfetten werden in der Regel nur eingesetzt, wenn keine waagerecht verlaufenden Dachlatten benötigt werden. So zum Beispiel bei:

Im Mittelmeerraum war es üblich, eng beieinanderliegende Pfetten aus Rundhölzern mit Hourdis-Platten zu überspannen, auf welchen vermörtelte Mönch-und-Nonnen-Ziegel die Dachhaut bilden.

Im Skandinavischen Raum gibt es das so genannte Aasdach mit eng aneinander liegenden Pfetten, welche die Dachhaut direkt tragen.

Arten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Einfeldrige Sparrenpfette
  • Durchlaufende Sparrenpfette (ohne Gelenke)
  • Gelenkpfette (Gerberträger)
  • Koppelpfette (Koppelträger)

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otto W. Wetzell (Hrsg.), Wendehorst – Bautechnische Zahlentafeln, Beuth Verlag Berlin