Spechtfink

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Spechtfink
Spechtfink

Spechtfink

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Familie: Tangaren (Thraupidae)
Gattung: Baumfinken (Camarhynchus)
Art: Spechtfink
Wissenschaftlicher Name
Camarhynchus pallidus
(Sclater, PL & Salvin, 1870)

Der Spechtfink (Camarhynchus pallidus) auch Werkzeugbaumfink genannt, ist mit einer Körperlänge von 12 bis 15 Zentimetern ist ein mittelgroßer Vertreter aus der Familie der Tangaren. Das Gewicht der Einzelvögel beträgt ca. 30 Gramm.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeichnung des Spechtfinks veröffentlicht 1871 von der Proceedings of the Zoological Society of London

Die Vögel besitzen ein hellbraunes Rückengefieder, die Flügel sind dunkelbraun. Der dünne Schnabel und die Beine sind schwarz. Das Gefieder am Bauch und an der Kehle ist weiß. Über den Augen tragen sie einen dünnen weißen Streifen. Der Schwanz ist braun.

Verbreitung und Lebensraum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Spechtfink kommt nur auf den Inseln des Galapagosarchipels vor. Dort bewohnt er die Wälder und Graslandschaften, kommt aber auch in spärlich bewachsen Trockengebieten vor.

Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Vögel ernähren sich von wirbellosen Tieren, wie Insekten und deren Maden die sie mit Hilfe von Kaktusstacheln oder dünnen Zweigen unter der Rinde oder aus Ritzen hervorpulen, wenn sie sie nicht mit ihrem spitzen Schnabel erreichen. Gelegentlich fressen sie auch Früchte. Der Gesang besteht aus 2 verschieden Lauten einem hohen in der Tonlagen abfallen Trillern oder schnellen 7 bis 8 gleichlauten Tönen.

Fortpflanzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Männchen hilft dem Weibchen beim Nestbau. Das Brutgeschäft übernimmt das Weibchen allein. In das Nest, einen offenen Napf, legt das Weibchen 1-5, blasse Eier mit braunem Tupfen. Bei der Versorgung der Jungen wird es vom Männchen unterstützt. Die Brutdauer beträgt 12 Tage, danach verbleiben die Jungen noch bis zu 2 Wochen im Nest.

Gefährdung und Schutzmaßnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund von Verringerung ihres Bestandes um ca. ein Drittel stuft die IUCN diese Art als (Vulnerable) gefährdet ein. Auf den Inseln San Cristóbal und Floreana ist sie bereits ausgestorben. Zum Schutz der Art ist ein Monitorring-Programm am Laufen. Des Weiteren werden eingeschleppte invasive Arten bekämpft.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die große Enzyklopädie der Vögel: S. 319, 321 (deut. Übersetzung aus dem Englischen) Verlag: Orbis Verlag, 1996, München ISBN 3-572-00810-7
  • WILHELM EIGNER ENZYKLÖPÄDIE DER TIERE BAND 2 Seite: 377 Verlag: Weltbild Augsburg 1991 ISBN 3-89350-361-7
  • Lexikon der Tiere S. 153 (deut. Übersetzung aus dem Englischen) Verlag: Dorling ´Kindersley Verlag GmbH München 2009 ISBN 978-3-8310-1434-7
  • David Burnie Faszination Tierwelt Seite: 219 (deut. Übersetzung aus dem Englischen) Verlag: Neuer Honos Verlag,2000, Köln ISBN 978-3829904780
  • Das bunte Lexikon der Tiere Seite: 188 Verlag: Schmid, 2013, Bernau ISBN 978-3-8380-2035-8
  • Faszination Tier & Natur (Sammelordner): Karte: 265 Galapagos-Finken, Verlag: IMP/Meister Verlag GmbH München, Päckchen 85 056020 085 a
  • Die BLV Enzyklopädie Vögel der Welt. BLV, München Wien Zürich 2004; ISBN 3-405-16682-9: S. 628–631

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Spechtfink (Camarhynchus pallidus) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien