Sperrklinke

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Prinzipieller Aufbau eines Gesperrs: 1) Sperrrad, 2) Sperrklinke, 3) Lager

Eine Sperrklinke ist eine mechanische Vorrichtung, die das Rückwärtsdrehen eines Sperrrades verhindert. Wie in der schematischen Darstellung rechts dargestellt greift die Sperrklinke 2 in ein Sperrrad 1 mit asymmetrischen Zahnflanken. Die Sperrklinke ist drehbar gelagert und wird durch die Schwerkraft, eine Feder oder einen anderen Mechanismus auf das Sperrrad gedrückt. Die spezielle Form der Zähne ermöglicht eine leichtgängige Vorwärtsdrehung des Sperrrades, verhindert aber das Rückwärtsdrehen.

Es gibt auch umschaltbare Gesperre, die wahlweise die eine oder die andere Richtung sperren.

Den gesamten Mechanismus von Sperrklinke, Sperrrad und Sperrfeder nennt man Gesperr[1].

Anwendungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sperrklinken werden überall dort eingesetzt, wo ein unkontrolliertes Rückwärtsdrehen verhindert werden soll. Beispiele sind Seilwinden, Zurrgurte, Türschlösser in Automobilen, Fahrradhinterradnaben mit Freilauf, Kratzbodenantrieb, Handschellen und Federwerke in Uhren.

Umgangssprachlich wird häufig auch der Begriff Ratsche verwendet.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1.  Fritz von Osterhausen: Callweys Uhrenlexikon. Callwey, München 1999, ISBN 3-7667-1353-1, S. 116.