Spießgeselle

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Ein Spießgeselle ist im heutigen Sinne ein Mittäter, Komplize oder Handlanger. Laut Duden auch abwertend ein Helfershelfer oder scherzhaft ein Kumpan.[1]

Begriffsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits im 17. Jahrhundert benutzte man diesen Begriff abwertend für einen Mittäter in einer üblen Sache’, im 16. Jahrhundert wurde mit dem Begriff der mit einem Spieß kämpfende Waffengefährte’ (vgl. Geselle) bezeichnet. Gemeint waren damit meist rekrutierte Bauern ohne militärische Ausbildung, die nur einfache Waffen führen durften. Den pejorativen Sinn erhielt das Wort wohl durch den schlechten Ruf, „den in älterer Zeit Landsknechte und Soldaten genießen.“[2] Anfang des 20. Jahrhunderts nannte man mit dem Begriff Spießgesellen „Waffenbrüder“, der „aber nur für zu schlechten Zwecken bewaffnete Banden gebraucht“ wurde.[3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Spießgeselle – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Spießgeselle, der; duden.de, abgerufen am 5. April 2019
  2. Spießgeselle in DWDS; abgerufen am 5. April 2019
  3. Meyers 1905, Eintrag: Spießgeselle; online in zeno.org; abgerufen am 8. April 2019