St.-Bavo-Kirche (Haarlem)

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Große oder St.-Bavo-Kirche, Haarlem
Innenansicht mit Müllerorgel, bemerkenswert ist das Rippengewölbe aus Holz

Die Große oder St.-Bavo-Kirche (niederländisch Grote of Sint-Bavokerk) ist eine dreischiffige Kreuzkirche, erbaut zwischen 1370 und 1520. Sie ist die größte Kirche der niederländischen Stadt Haarlem. Sie wurde ursprünglich im 15. Jahrhundert als katholische Kathedrale im Stil der Gotik erbaut. Namenspatron der Kirche ist der Heilige Bavo. 1578 wurde an der Kirche die Reformation eingeführt, sie ist heute evangelisch-unierte Pfarrkirche. Das Gebäude wurde zum Rijksmonument erklärt.

Der Mittelturm ist aus statischen Gründen ein mit Bleischindeln gedeckter Holzturm. Der wegen Überlastung der Säulen zwischen 1514 und 1517 abgetragene Steinturm ziert heute die Bakenesserkirche.

1635 schuf Pieter Jansz. Saenredam das Gemälde Blick in den Chorumgang von St. Bavo in Haarlem sowie 1636 Inneres der St. Bavo-Kirche von Haarlem.

Bis zum Jahr 1831 wurden Beerdigungen im Kirchenraum abgehalten. Unter anderem liegt der bedeutende niederländische Maler Frans Hals hier begraben.

Abmessungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kathedrale besitzt eine Länge von 108 und eine Dachhöhe von 10 Metern. Das Schiff ist samt Seitenschiffen 31 Meter breit; die größte Breitenausdehnung beträgt 47 Meter. Der Turm besitzt ein Gewicht von 250 Tonnen und erreicht eine Höhe von 76 Metern.

Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Orgel

Die Orgel von Christian Müller wurde fertiggestellt im Jahr 1738; 1740 soll Georg Friedrich Händel auf ihr gespielt haben. Im Jahr 1766 hat der zehnjährige Wolfgang Amadeus Mozart sie gespielt. Sie verfügt über 62 Register und hat folgende Disposition:

I Hoofdwerk C–d3
1. Praestant I-II 16′
2. Bourdon 16′
3. Octaaf I-II 8′
4. Roerfluyt 8′
5. Viola di Gamba 8′
6. Roerquint 6′
7. Octaaf 4′
8. Gemshoorn 4′
9. Quintpraestant 3′
10. Woudfluyt 2′
11. Mixtuur IV–X 2′-8′
12. Scherp VI–VIII 112
13. Tertiaan II 2′
14. Trompet 16′
15. Trompet 8′
16. Hautbois 8′
17. Trompet 4′
II Rugwerk C–d3
18. Praestant II 8′
19. Holpyp 8′
20. Quintadena 8′
21. Octaaf 4′
22. Fluyt Does 4′
23. Speelfluyt 3′
24. Super Octaaf 2′
25. Mixtuur VI–VIII 1′
26. Sexquialter II–IV
27. Cymbaal III
28. Cornet IV D
29. Fagot 16′
30. Trompet 8′
31. Trechterregal 8′
Tremulant
III Bovenwerk C–d3
32. Quintadena 16′
33. Praestant 8′
34. Baarpyp 8′
35. Quintadena 8′
36. Octaaf 4′
37. Flagfluyt 4′
38. Nasaet 3′
39. Nagthoorn 2′
40. Flageolet 112
41. Mixtuur IV–VI 2′
42. Sexquialter II
43. Cymbaal
44. Schalmey 8′
45. Dolceaan 8′
46. Vox Humana 8′
Tremulant
Pedaal C–f1
47. Principaal 32′
48. Praestant 16′
49. Bourdon 16′
50. Roerquint 12′
51. Octaaf 8′
52. Holfluyt 8′
53. Quintpraestant 6′
54. Octaaf 4′
55. Holfluyt 2′
56. Mixtuur VI–X 2′
57. Ruyschquint V 3′
58. Bazuyn 32′
59. Bazuyn 16′
60. Trompet 8′
61. Trompet 4′
62. Zink 2′
  • Koppeln: 2 manuaalkoppels (II/I, III/I), 3 pedaalkoppels (I/P, II/P, III/P).

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans van Nieuwkoop: Haarlemse orgelkunst van 1400 tot heden. Orgels, organisten en orgelgebruik in de Grote of St.-Bavokerk te Haarlem. Vereniging voor Nederlandse Muziekgeschiedenis: Utrecht 1988, ISBN 90-6375-091-9 (Muziekhistorische monografieën 11).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 52° 22′ 51″ N, 4° 38′ 11″ O