St. Hedwigsblatt

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St. Hedwigsblatt

Beschreibung Katholisches Kirchenblatt im Bistum Berlin
Fachgebiet Kirchenzeitung
Sprache deutsch
Erstausgabe 1/1954
Einstellung 37/1990
Erscheinungsweise wöchentlich
Herausgeber Bistum Berlin

Das St. Hedwigsblatt war ein katholisches Kirchenblatt im Bistum Berlin. Es gehörte neben dem Tag des Herrn, den sorbischsprachigen Katolski Posoł und den Büchern des St. Benno Verlags in Leipzig zu den wenigen katholischen Druckmedien in der DDR.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 1953 wurde in der DDR das in West-Berlin erscheinende Petrusblatt, die katholische Kirchenzeitung für das Bistum Berlin, verboten. Auf Initiative verschiedener katholischer Würdenträger in Ost-Berlin, unter anderem Wilhelm Weskamm wurde am 18. Dezember 1953 die Lizenz für das St. Hedwigsblatt - Katholisches Kirchenblatt im Bistum Berlin erteilt. Die erste Ausgabe erschien am 3. Januar 1954 in einer Auflage von 25.000 Exemplaren. Die Zeitung wurde wöchentlich herausgebracht, war aber nur im Abonnement zu bekommen. Ein öffentlicher Verkauf von Kirchenzeitungen erfolgte in der DDR nicht.[1] Am 2. März 1956 beschlagnahmte die Volkspolizei eine Ausgabe des Blattes, weil darin ein Hirtenbrief mehrerer deutscher Bischöfe erschienen war, der sich gegen die materialistische Staatsideologie der DDR wandte. Infolge der Wende wurde der Druck eingestellt. Die letzte Ausgabe erschien am 16. Dezember 1990.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Josef Pilvousek: Die Rezeption des Katholischen Konzils in der DDR; Info über die kathol. Druckmedien in der DDR; abgerufen am 8. Oktober 2009 (PDF; 80 kB)
  2. Stephan Kotzula: Kirchengeschichte in Daten & Fakten (Leseprobe; PDF; 72 kB) mit Angabe: St. Hedwigsblatt 1954-1989; abgerufen am 8. Oktober 2009