St. Johannes Baptist (Rietberg)

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St. Johannes Baptist

St. Johannes Baptist in Rietberg

Basisdaten
Konfession römisch-katholisch
Ort Rietberg, Deutschland
Diözese Erzbistum Paderborn
Patrozinium St. Johannes Baptist
Baugeschichte
Bauherr Johann I. (Rietberg)
Funktion und Titel

Pfarrkirche

Koordinaten 51° 48′ 28,1″ N, 8° 25′ 40,8″ OKoordinaten: 51° 48′ 28,1″ N, 8° 25′ 40,8″ O
Grundriss vor dem Umbau 1897

St. Johannes Baptist ist eine römisch-katholische Pfarrkirche im ostwestfälischen Rietberg in Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Die Kirche gehört zum Pastoralverbund Rietberg-Süd im Erzbistum Paderborn.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits im 15. Jahrhundert stand in Rietberg eine einschiffige Pfarrkirche. Diese wurde am 24. Juli 1457 von einem Blitz getroffen und brannte nieder. Der Neubau wurde vom Grafen Johann von Rietberg begonnen und zog sich über mehrere Jahrzehnte, denn für 1516 lässt sich eine Stiftung für die Gewölbe der Kirche feststellen.

1654/59 wurden zwei Seitenschiffe an die Kirche angebaut. Im Jahr 1838 stürzte ein Teil der Kirche ein. In der Zeit des Wiederaufbaus fanden die Gottesdienste im benachbarten Franziskanerkloster statt. 1897 stürzte das Langhaus erneut ein und musste wieder aufgebaut werden. Doch zunächst riss man alles zwischen Chor und Turm nieder um den Hauptbau auf massiveren Fundamenten zu errichten.

Von 1975 bis 1980 wurde die Kirche von Innen renoviert. Insbesondere wurden die Neuerungen des Zweiten Vatikanischen Konzils umgesetzt. Am 4. Oktober 1980 wurde der neue Altar durch den Weihbischof Paul Nordhues geweiht. 2001 wurde die Kirche erneut renoviert.

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Kirche sind Figuren vom ehemaligen Hochaltar, Maria und Johannes, erhalten, die um 1720 entstanden sind.

Die Kanzel lässt sich auf die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts datieren. Der Taufstein ist von 1515.

Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Franz Henrich Pohlmann schuf 1834 die Orgel. 1967 wurde das Instrument von der Firma Speith aus Rietberg um ein Rückpositiv erweitert. 1998 wurden zwei weitere Register ergänzt. Das Instrument verfügt über 29 Register, verteilt auf drei Manuale und Pedal.[1]

I Rückpositiv C–
Holzgedackt 8′
Nachthorn 4′
Kleinprinzipal 2′
Sifflöte 113
Zimbel III
Rankett 16′
Krummhorn 8′
Tremulant
II Hauptwerk C–
Pommer 16′
Prinzipal 8′
Rohrflöte 8′
Oktave 4′
Spitzflöte 4′
Quarte 223′ / 2′
Blockflöte 2′
Mixtur IV–V
Trompete 8′
III Schwellwerk C–
Bordun 8′
Salizional 8′
Vox coelestis 8′
Holzprinzipal 4′
Schwiegel 2′
Sesquialtera II
Scharff IV
Dulzian 16′
Oboe 8′
Pedal C–
Subbass 16′
Oktavbass 8′
Gedacktbass 8′
Violoncello 8′
Choralbass 4′
Rauschwerk IV
Posaune 16′

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Orgel in Rietberg, St. Johannes Baptist, gesehen 25. Dezember 2012.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: St. Johannes Baptist (Rietberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien