St. Peter (Herchen)

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Sankt Peter in Windeck-Herchen, 2007
Die katholische Kirche Sankt Peter in Windeck-Herchen

Die Pfarrkirche St. Peter Herchen wurde erstmals 1131 erwähnt und von Papst Innozenz II. dem Bonner Cassiusstift als zehntpflichtig bestätigt. Wann die erste und/oder auch die jetzige Kirche erbaut wurden, ist nicht genau bekannt.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Pfarrkirche St. Peter in Herchen handelt es sich um einen dreischiffigen Bruchsteinbau mit romanischem, viergeschossigem Westturm und Mittelschiff, spätgotischer Choranlage und neueren Seitenschiffen. Auf der Barocktür steht Anno 1617, den 22. Tag Junij. Seit 1764 ist auf dem Mittelschiff ein Turmreiter angebracht.

Taufstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Taufstein ist ein Trachyt im frühgotischen Stil aus dem 13./14. Jahrhundert.

Glaube[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Zeit der Reformation wurde Herchen lutherisch, die wenigen nicht übergetretenen Katholiken hielten ihren Gottesdienst während der Reformation in der alten Klosterkirche ab. Nach dem Tod des letzten reformierten Pfarrer wurde am 14. September 1638 vom Blankerberger Amtmann die Pfarrstelle durch Jesuiten besetzt. Die Kirche wurde aber weiter von der protestantischen Gemeinde mitbenutzt. Die Rechte am Friedhof um die Kirche wurden 1853 aufgehoben, der neue Friedhof wurde 1854 durch Losentscheid in evangelisch und katholisch geteilt. Erst am 27. Januar 1876 wurde nach langem Streit um Kostenbeteiligung von der evangelischen Gemeinde auf die Mitbenutzung der alten Kirche verzichtet und eine eigene Kirche erbaut. Die katholische Kirche wurde nach Auflösung des Simultaneums durch August Carl Lange umgestaltet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: St. Peter (Herchen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Josef Schmitz: 850 Jahre Pfarrkirche St. Peter Herchen, 1981
  • Peter Jurgilewitsch, Wolfgang Pütz-Liebenow: Die Geschichte der Orgel in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis, Bouvier Verlag, Bonn 1990, ISBN 3-416-80606-9, S. 562–564. [noch nicht für diesen Artikel ausgewertet]

Koordinaten: 50° 46′ 53″ N, 7° 30′ 43″ O