Stammverzeichnis

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Typisches Stammverzeichnis unter Linux

Das Stammverzeichnis, der Stammordner, die Wurzel oder fachsprachlich Root (bzw. englisch root) ist das höchste Verzeichnis einer Datenstruktur; zumeist die eines Baumes. Das wohl prominenteste Beispiel eines Baumes im Bereich der Informatik findet man üblicherweise in Form von Dateisystemen auf Datenträgern. Jedes Betriebssystem hat (manchmal je Partition bzw. Volumen) ein Verzeichnis, das in keinem anderen Verzeichnis enthalten ist. Dieses Ausgangsverzeichnis bezeichnet man als Wurzelverzeichnis (englisch root directory), da dieses Verzeichnis die Wurzel für den gesamten Verzeichnisbaum darstellt – es bildet damit den Kopf einer jeden Verzeichnisstruktur. Verzeichnisbäume „wachsen“ von oben nach unten, die Wurzel wird jeweils oben dargestellt.

Welche und wie viele Wurzelverzeichnisse es auf einem System gibt, hängt alleine vom Betriebssystem ab.

  • Unter Microsoft Windows und ähnlichen Betriebssystemen besitzt jede Partition und jedes Volumen ein Wurzelverzeichnis (auch: Hauptverzeichnis). Zur Unterscheidung der Hauptverzeichnisse wird dem Verzeichnisnamen ein Buchstabe, gefolgt von einem Doppelpunkt, vorangestellt (z. B. C:). Als Symbol für das root-Verzeichnis wird der Backslash „\“ verwendet.
  • Unter unixoiden Betriebssystemen gibt es nur ein Hauptverzeichnis im System. (Das Symbol für dieses Root-Verzeichnis ist der Schrägstrich „/“.) Die Verwendung von Buchstaben zur Unterscheidung zwischen Hauptverzeichnissen kann damit entfallen. Gemäß dem Filesystem Hierarchy Standard wird auch das persönliche Verzeichnis des Benutzers root als root bezeichnet. Es befindet sich direkt im Hauptverzeichnis (/root).