Stanislas Lépine

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Brücke in einer französischen Stadt, um 1870, Öl auf Leinwand, 50 × 40 cm, Wien, Österreichische Galerie

Stanislas Victor Edouard Lépine (* 3. Oktober 1835 in Caen; † 28. September 1892 in Paris) war ein französischer Landschaftsmaler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stanislas Lépine wurde in der Normandie geboren. 1859 begegnete er Camille Corot und wurde dessen Schüler. Der Sammler Hazard förderte ihn in diesen Jahren, dennoch wurde Lépine von der Öffentlichkeit kaum beachtet. Hingegen fand er große Wertschätzung bei seinen Künstlerkollegen. Obwohl er sich keinem Stil verpflichtet fühlte, nahm er dennoch 1874 an der ersten Impressionisten-Ausstellung bei Nadar teil. Er starb völlig verarmt 1892 in Paris. Seine Freunde mussten eine Sammlung veranstalten, um überhaupt die Begräbniskosten aufbringen zu können. Im Dezember 1892 fand eine Retrospektive seiner Werke in der Galerie Durand-Ruel statt.

Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lépines künstlerische Vorbilder sind Camille Corot und Johan Barthold Jongkind. Sein Werk bewegt sich zwischen dem Vorimpressionismus und dem Impressionismus und besteht hauptsächlich aus Landschaftsbildern, die mit großer Naturliebe, Sinn für das Licht und einer schmalen Farbpalette ausgeführt sind. Einen Schwerpunkt seiner Motive bilden die Seine und Darstellungen von Gewässern, Flussufern etc. Lépines Bilder sind stets ruhig und unspektakulär und zeichnen sich durch Geschmack und Qualität aus.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Brücke in einer französischen Stadt (Wien, Österreichische Galerie Belvedere), um 1870, Öl auf Leinwand, 50 × 40 cm