Stehende Welle (Strömung)

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Wassersportler auf der stehenden Welle im Münchner Eisbach
Stehende Wellen in der Wertach bei Augsburg

Eine stehende Welle entsteht auf der Oberfläche eines Fließgewässers, wenn das Wasser ein Hindernis überströmt. Das Hindernis kann dabei in großen, am Boden des Flusses liegenden Felsen bestehen. Eine Stufe im Flussbett kann ebenfalls die Ursache sein. Damit die stehende Welle gut wahrnehmbar ausgebildet ist, muss das Wasser so schnell strömen, dass es durch das Hindernis weder nennenswert abgebremst wird noch zur Seite ausweicht.

Stehende Wellen sind eine der Herausforderungen für die Sportler beim Wildwasserpaddeln. Gelegentlich sind stehende Wellen ausreichend groß und gleichmäßig, dass sie mit Surfbrettern befahren werden können.

Künstliche Wellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine der ersten künstlichen Wellen war die Eisbachwelle in München. Hier war eine geeignete Grundform vorhanden, die von lokalen Surfern optimiert wurde. Andere Wellen bzw. Walzen sind bei Plattling und im Augsburger Eiskanal. 2001 wurde in Graz (Österreich) die Radetzkywelle [1][2] für Kajaker und Surfer gebaut. 2003 fand dort die Kajak-Freestyle-Weltmeisterschaft statt. Die Almwelle in Salzburg wurde 2010 gebaut.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wellenprojekte, Vortrag 2013 von M. Stroemer
  2. Umgestaltung der Radetzkywelle Facebook-Eintrag vom 17. Januar 2016
  3. Surfwelle am Almkanal, Wasserwerksgenossenschaft-Almhauptkanal, abgerufen am 2. Februar 2016