Stephan Kern

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel befasst sich mit dem Bildhauer Stephan Kern (* 1955). Zum Bildhauer (* 1966) siehe Stefan Kern.
„Die drei Türme“ (2003) in Schwäbisch Hall
„Drei Säulen“ (2001) in Erlangen
Skulpturen-Installation (1988) auf der Insel im Salzgittersee, Salzgitter

Stephan Kern (* 1955 in Ludwigshafen am Rhein) ist ein deutscher bildender Künstler.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kern studierte von 1978 bis 1982 an der Akademie der Bildenden Künste München.

Kern arbeitet oft mit Materialien aus industriellem Kontext, die fragmenthaft oder verfremdet in Erscheinung treten. »Eigenständig dinghafte Wesen, deren Formen dennoch immer die Spur einer Erinnerung an das bergen, was sie einmal gewesen sein könnten, ohne dass sich der gesamte Sinnzusammenhang noch erschließt. (…) Kerns Werke sind (…) Kondensierungen von Begriffen und Bildern, die wir uns von der Wirklichkeit machen.«[1] Seine autonomen Konstruktionen aus abstrakten Formen fordern zum Assoziieren und Umdeuten auf. So fassbar und handfest sich Kerns Objekte aus Bronze, Eisen, Messing oder Aluminium dabei in ihrer materiellen Erscheinung dem Auge des Betrachters präsentieren, so fremd und seltsam entrückt bleiben sie dennoch. In Kerns Konstellationen – mehrteilige Ensembles – verstärkt sich diese Wahrnehmung noch insofern, als sich der Betrachter keinem einzelnen Objekt widmen kann, ohne Kontrast und Ähnlichkeit in Material, Form oder Oberflächenbearbeitung zu den jeweils anderen Objekten mitzudenken: für seine Ausstellung in der Rathausgalerie München 2010 etwa hatte Kern hierzu eine größere Anzahl von Objekten – auf den ersten Blick wahllos – im Raum, meist unmittelbar auf dem Boden, ausgebreitet. Wie schon im einzelnen Objekt – etwa Stahlgussringen, die wie an einem Schlüsselbund an einem weiteren Ring hängen, oder Türmen, deren Ebenen gegeneinander versetzt sind – gründet Kerns Kosmos auf Rigidität im Kleinen und Variabilität im Großen.

Stephan Kern war Mitglied im Deutschen Künstlerbund[2]. Er lebt und arbeitet in München und auf einem Hof im Rottal.

Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den mit «K» gekennzeichneten Ausstellungen erschien ein Katalog.

  • 1981: Kunstforum, Städtische Galerie im Lenbachhaus, MünchenK
  • 1983: Künstlerhaus Hamburg
  • 1984: Forum Kunst, Rottweil; Institut für moderne Kunst, NürnbergK
  • 1985: Künstlerwerkstatt Lothringer Straße, München
  • 1988: Kunstverein Bremerhaven
  • 1991: Ulmer Museum, UlmK; Kunstverein Lingen, LingenK
  • 1993: Haus am Wasser, Bremen/Vegesack
  • 1994: Kunsthalle BremerhavenK
  • 2001: Laboratorium Aktionsforum Praterinsel, München
  • 2002: Kunsthalle Würth, Künzelsau
  • 2004: Schauraum K3, KunstNoll, Wien
  • 2005: Kunstverein EislingenK[4]
  • 2007: Rathausgalerie Aalen
  • 2009: Galerie Wittenbrink, MünchenK
  • 2010: Städtische Galerie im Cordonhaus, Cham[5]; Rathausgalerie MünchenK

Darüber hinaus hatte Kern seit 1981 Ausstellungen in der Galerie Wittenbrink.

Werke im öffentlichen Raum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Stephan Kern gibt es Arbeiten im öffentlichen Raum, darunter:

  • 1988: Sechsteilige Installation auf der Insel im Salzgittersee, Salzgitter[6]
  • Wandobjekte, Kulturzentrum am Gasteig, München[7]
  • 1990: Ohne Titel. Wandobjekte, Technische Universität München[8]
  • 1999: Ohne Titel. Achtteilige Skulpturengruppe, Grundschule mit Tagesheim, An der Schäferwiese 5, München[9]
  • 2001: Drei Säulen. Katholischer Kirchenplatz, Erlangen[10]
  • 2003: Die drei Türme. Anlässlich der Kunstausstellung »impark« 2003 im Olympiapark München, aufgestellt;[11] seit 2011: Kocher-Quartier, Schwäbisch Hall (Sammlung Würth)

Werke in Sammlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stephan Kern – Robert-Jacobsen-Preis der Stiftung Würth 2001/2002. Hrsg. Stiftung Würth, Künzelsau. Swiridoff, 2002.
  • Stephan Kern – Skulpturen. Katalog zur Ausstellung in der Rathausgalerie München, 6. August bis 18. September 2010. Galerie Wittenbrink, München 2010.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stephan Kern – Robert-Jacobsen-Preis der Stiftung Würth 2001/2002. Swiridoff-Verlag
  2. kuenstlerbund.de: Mitglieder "K" / Stephan Kern (abgerufen am 7. September 2015)
  3. Stephan Kern im Aalener Rathaus. Stadt Aalen, 31. Januar 2007
  4. Skulpturen in der Alten Post – Ausstellung des Kunstvereins Eislingen vom 12. März bis 10. April 2005
  5. Stephan Kern im Cordonhaus. dieoberpfalz.de, Mai 2010
  6. Abbildung
  7. Abbildung
  8. Abbildung
  9. Abbildung
  10. Abbildung von Drei Säulen auf Kunst in Erlangen (Hedayat Hedayati)
  11. Abbildung