Streckenflug

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Als Streckenflug (engl. Cross Country oder kurz XC) wird das motorlose Fliegen mit einem Segelflugzeug, einem Hängegleiter oder einem Gleitschirm verstanden, bei dem versucht wird eine möglichst große Flugstrecke zurückzulegen oder eine vorgegebene Strecke in möglichst kurzer Zeit zu bewältigen. Thermikflüge innerhalb des eigenen Gleitwinkelbereiches zählen nicht zu den Streckenflügen. Zur Flugdokumentation wurden Fotos von markanten Punkten der Flugstrecke und Wendepunkten sowie ein Barogramm zur Höhenaufzeichnung erstellt. Inzwischen werden hierzu GPS-Logger eingesetzt.

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da dieser Sport ausschließlich mit Fluggeräten ausgeübt wird, die über keine eigene Antriebsvorrichtungen verfügen, wird versucht, unter Ausnutzung von Thermik oder anderen Aufwinden Höhe zu gewinnen, die dann für den Weiterflug zum nächsten Aufwind genutzt wird.

Segelflug[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben Höhen- und Geschwindigkeitsrekorden werden im Segelflug im internationalen Wettkampf in der FAI-Klasse D „Gliders & Motorgliders“ weite Strecken überwunden. Distanzen von bis zu 1.000 km sind keine Seltenheit mehr. Diese werden zunehmend mit Hilfe von Leewellen, großräumigen Luftschwingungen im Lee von Gebirgszügen, erflogen. Beim klassischen Thermikfliegen würde das Zeitfenster zwischen Thermikbeginn und -ende nicht mehr ausreichen.

Gleitschirm/Hängegleiter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wettkampf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Sonderform des Streckenfliegens ist der Wettkampf im direkten Vergleich mit anderen Piloten. Es geht dabei darum in möglichst kurzer Zeit eine durch Wendepunkte Festgelegte Strecke zurückzulegen. Diese Wettkämpfe werden in verschiedenen Nationalen und internationalen Klassen ausgetragen; z. B. im Paragliding World Cup (PWC).

Ein besonderes Event ist Red Bull X-Alps, bei welchem die Piloten nur zu Fuß oder mit dem Gleitschirm ein Rennen quer durch bzw. über die Alpen veranstalten.

Streckenflug-Wettbewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Streckenflugwettbewerbe werden in der Regel dezentral ausgetragen. D. h. jeder Pilot legt seinen Startort und Zeitpunkt selbst fest. Er versucht dann möglichst weit zu fliegen. Die Dokumentation erfolgt mittels GPS. Der vom GPS-Gerät aufgezeichnete Track wird dann zur Auswertung auf einen Server geladen. Mit Hilfe einer Auswertungs-Formel wird der Flug ausgewertet und entsprechend den Regeln mit einem Punktestand bewertet.

Streckenfliegen als Freizeitsport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Streckenfliegen im Wettbewerb werden auch viele kleinere und größere Strecken von weniger Wettbewerbs-orientierten Piloten durchgeführt. Aufgrund der einfachen Dokumentation findet man auch viele dieser Flüge auf den üblichen Online Servern (siehe Online-Contest).

Rekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gleitschirm:
siehe Gleitschirm Rekorde
  • Hängegleiter:
    • Der aktuelle Weltrekord liegt bei 764 km und wurde am 3. Juli 2012 in Zapata, Texas vom US-Amerikaner Dustin Martin erflogen.
  • Segelflug:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]