Stryper

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Stryper (1986)

Stryper ist eine christliche Metal-Band aus Orange County, Kalifornien (USA). Als eine der ersten White-Metal-Bands konnten sie zeitweilig kommerziellen Erfolg erlangen. Stilistisch spielten Stryper in den 1980er Jahren zeitüblichen Glam Metal.

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1981 gründeten Michael und sein Bruder Robert Sweet zusammen mit Oz Fox die Band Roxx Regime, aus der 1984 Stryper hervorging. Unter dem Logo der Band steht eine Bibelstelle als Ursprung des Bandnamens (Jesaja 53,5 LUT). Dabei ist Stryper die Abwandlung von stripes (dt. Wunden) der King James-Übersetzung (KJV). Den Namen Stryper deutet Michael Sweet als Salvation Through Redemption Yielding Peace, Encouragement and Righteousness.

Während der Konzerte trugen die Bandmitglieder anfangs eine gelb-schwarz gestreifte „Uniform“, die eines der Markenzeichen der Band war. Dieses Outfit wurde bei den Konzerten nach der „Wiedervereinigung“ der Band nach der Jahrtausendwende nicht mehr getragen. Auch bekannt wurde die Band als „Bibelwerfer“, da sie an vielen Konzerten Bibeln in die Zuschauerreihen warfen.

Ihre während der 1980er veröffentlichten Studioalben erreichten in den USA allesamt Gold-Status, To Hell with the Devil sogar Platin. Die am höchsten in den Charts platzierte Single war die Ballade Honestly dieses Albums.

Ihr Musikstil wurde von Album zu Album immer poppiger. Erst das 1990er Album Against the Law fiel wieder härter aus.

1992 stieg das Gründungsmitglied Michael Sweet aus, um eine Solokarriere zu starten. Der Rest der Band versuchte als Trio weiterzumachen, löste sich allerdings 1993 auf. In den Jahren 2000 und 2001 kamen sie für einige Livekonzerte wieder zusammen. 2003 wurden zwei neue Songs auf einem Best-of-Album veröffentlicht und die Band ging erneut auf US-Tour. Ein Jahr später folgte eine Live-Aufnahme dieser Tour auf CD, im Jahr 2006 schließlich auch auf DVD.

2005 wurde schließlich das endgültige Comeback bekannt gegeben und das Reunion-Album Reborn veröffentlicht, jedoch nicht mehr mit dem ursprünglichen Bassisten Tim Gaines im Line-up. Danach folgte eine weltweite Tournee.

Am 5. Juni 2009 heiratete Oz Fox in Las Vegas das ehemalige Callgirl Annie Lobért, Gründerin des Missionswerks Hookers for Jesus (Huren für Jesus).

Für die 25th-Anniversary-Tour, die im September 2009 startete, spielte Tim Gaines abermals Bass und auch die typischen schwarz-gelb-gestreiften Kostüme wurden vom Original-Designer Ray Brown für diese Konzertreihe neu entworfen.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Praktik, auf Konzerten Bibeln in das Publikum zu werfen, sorgte für Kritik an der Band. Teile der Metal-Szene lehnten diese Praktik ab, auch christliche Anhänger übten Kritik an dieser Art der Mission. Teilweise wurden Stryper auf Festivals auch mit Gegenständen beworfen, z. B. beim Dynamo Open Air 1987.

Umstritten ist u. a. das Cover zum Album Soldiers Under Command (1985), das die Band missverständlich als Befürworter des Besitzes von Waffen zeigt und die Kritik zuließ, die Band wäre gewaltverherrlichend. Auch ihre ablehnenden Aussagen gegenüber Drogen und Homosexualität brachten ihnen Kritik ein, sowie hohe Gagenforderungen des Managements bezüglich der Auftritte an manchen Rockfestivals.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[1]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
CH CH US US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US ChristTemplate:Charttabelle/Wartung/Land unbekannt (US)
1985 Soldiers Under Command US84
Gold
Gold

(64 Wo.)US
US Christ5
(81 Wo.)US Christ
Erstveröffentlichung: 16. Mai 1985
Verkäufe: + 500.000
1986 The Yellow and Black Attack US103
(30 Wo.)US
US Christ10
(73 Wo.)US Christ
Erstveröffentlichung: 10. August 1986
Wiederveröffentlichung der EP The Yellow and Black Attack
To Hell with the Devil US32
Platin
Platin

(74 Wo.)US
US Christ3
(73 Wo.)US Christ
Erstveröffentlichung: 24. Oktober 1986
Verkäufe: + 1.050.000
1988 In God We Trust CH25
(1 Wo.)CH
US32
Gold
Gold

(25 Wo.)US
US Christ5
(41 Wo.)US Christ
Erstveröffentlichung: 28. Juni 1988
Verkäufe: + 500.000
1990 Against the Law US39
(12 Wo.)US
US Christ25
(5 Wo.)US Christ
Erstveröffentlichung: 21. August 1990
2005 Reborn US111
(1 Wo.)US
US Christ4
(6 Wo.)US Christ
Erstveröffentlichung: 16. August 2005
2009 Murder by Pride US73
(2 Wo.)US
US Christ2
(7 Wo.)US Christ
Erstveröffentlichung: 21. Juli 2009
2011 The Covering US175
(1 Wo.)US
US Christ9
(5 Wo.)US Christ
Erstveröffentlichung: 15. Februar 2011
2013 Second Coming US117
(1 Wo.)US
US Christ11
(3 Wo.)US Christ
Erstveröffentlichung: 26. März 2013
No More Hell to Pay US35
(2 Wo.)US
US Christ2
(11 Wo.)US Christ
Erstveröffentlichung: 5. November 2013
2015 Fallen CH87
(1 Wo.)CH
US44
(1 Wo.)US
US Christ2
(7 Wo.)US Christ
Erstveröffentlichung: 16. Oktober 2015
2018 God Damn Evil CH30
(1 Wo.)CH
US77
(1 Wo.)US
US Christ2
(3 Wo.)US Christ
Erstveröffentlichung: 20. April 2018

Livealben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen[1]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US ChristTemplate:Charttabelle/Wartung/Land unbekannt (US)
2004 7 Weeks: Live in America, 2003 US Christ31
(1 Wo.)US Christ
Erstveröffentlichung: 18. Mai 2004
2014 Live at the Whisky US Christ15
(2 Wo.)US Christ
Erstveröffentlichung: 23. September 2014

Weitere Livealben

  • 2006: Extended Versions
  • 2007: Greatest Hits: Live in Puerto Rico

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1991: Can’t Stop the Rock
  • 2003: 7: The Best of Stryper
  • 2007: The Roxx Regime Demos
  • 2014: Icon

Extended Plays[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1984: The Yellow and Black Attack

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen[1]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
US US
1987 Honestly
To Hell with the Devil
US23
(19 Wo.)US
1988 Always There for You
In God We Trust
US71
(8 Wo.)US
I Believe in You
In God We Trust
US88
(5 Wo.)US

Weitere Singles

  • 1985: Reason for the Season
  • 1985: Together as One
  • 1985: Reach Out
  • 1987: Free / Calling on You
  • 1989: Keep the Fire Burning
  • 1990: Shining Star

Videoalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1985: Live in Japan (US: Platin)
  • 1987: In the Beginning (US: Gold)
  • 2000: Stryper Expo
  • 2001: Stryper Expo
  • 2006: Stryper, Live in Puerto Rico

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldene Schallplatte

  • KanadaKanada Kanada
    • 1988: für das Album To Hell with the Devil

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Land/Region Gold record icon.svg Gold Platinum record icon.svg Platin Ver­käu­fe Quel­len
Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnungen, Verkäufe, Quellen)
Kanada (MC) Kanada (MC) Gold record icon.svg Gold1 0! P 50.000 musiccanada.com
Vereinigte Staaten (RIAA) Vereinigte Staaten (RIAA) Gold record icon.svg 3× Gold3 Platinum record icon.svg 2× Platin2 2.150.000 riaa.com
Insgesamt Gold record icon.svg 4× Gold4 Platinum record icon.svg 2× Platin2

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Sweet (1983–1992; 2003–) (Gitarre, Gesang)
  • Oz Fox [richtiger Name: Richard Martinez] (1983–1992; 2003–) (Gitarre, Begleitgesang)
  • Robert Sweet (1983–1992; 2003–) (Drums, Begleitgesang)
  • Tracy Ferrie (2004–2009) (Bass, Begleitgesang)
  • Tim Gaines [richtiger Name: Timothy James Hagelganz] (1983–1992; 2003–2004; 2009–) (Bass, Begleitgesang)

Weitere Projekte der Bandmitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Robert Sweet – Drums & Production – Bandname: DBeality –Album: Dbeality (2006/2007)
  • Oz Fox – Gitarre – Bandname: Bloodgood (seit 2007)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Chartquellen: CH US