Sturmboot

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Deutsches leichtes Sturmboot 39, vermutlich 1942
Britisches Rigid Raider Sturmboot, 2004

Sturmboote sind leichte, meist offene Boote mit Außenbordmotor. Sie werden von Heeres- oder Pioniereinheiten zum schnellen Überqueren von Binnengewässern, etwa zur Bildung von Brückenköpfen oder zum Absetzen von Kommandotrupps, benutzt. Auch bei zivilen Organisationen, wie etwa THW oder Feuerwehr, werden vergleichbare Boote oft als Sturmboote bezeichnet, obwohl sie dort ganz anderen Zwecken dienen.[1][2]

Sturmboote werden je nach beabsichtigtem Einsatz in sehr verschiedenen Größen und Ausführungen verwendet. Kleine Sturmboote bieten meist einem Infanterietrupp mit seiner persönlichen Ausrüstung Platz.

Beispiel der technischen Daten eines modernen Pionier-Sturmbootes des österreichischen Bundesheeres:

  • Länge: 6,6 m
  • Breite: 2,1 m
  • Gewicht: 400 kg
  • Antrieb: 2×60 PS Außenbordmotoren
  • Zuladung: 8 Personen mit Ausrüstung (inkl. 2 Mann Bootsbesatzung)[3]

Zum schnellen Einsatz auch unter Feindbedrohung sollen die Sturmboote von der Besatzung ohne weitere Hilfsmittel zu Wasser gelassen werden können, darum bestehen sie in der Regel aus leichten Materialien wie Holz, Leichtmetall oder Kunststoff. Größere Boote, die auch zum Transport schwereren Gerätes geeignet sind, können jedoch nicht mehr von Hand eingesetzt werden, sondern werden von LKW oder Anhängern direkt zu Wasser gelassen, die Übergänge zu Landungsbooten sind hier fließend.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jürgen Gebauer, Egon Krenz: Marine-Enzyklopädie. Von A bis Z. Tosa Verlag, Wien 2003, ISBN 3854927576.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sturmboot – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Homepage des THW Germersheim
  2. Feuerwehrschule Steiermark@1@2Vorlage:Toter Link/www.feuerwehrschule.steiermark.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. offizielle Seite des Österreichischen Verteidigungsministeriums