Suckow

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Suckow (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Suckow
Suckow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Suckow hervorgehoben
Koordinaten: 53° 19′ N, 11° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Eldenburg Lübz
Höhe: 75 m ü. NHN
Fläche: 27,18 km2
Einwohner: 507 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 19 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19376
Vorwahl: 038729
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 132
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ringstraße 1
19376 Marnitz
Außenstelle
Webpräsenz: amt-eldenburg-luebz.de
Bürgermeister: Jürgen Kühl
Lage der Gemeinde Suckow im Landkreis Ludwigslust-Parchim
Brandenburg Niedersachsen Schleswig-Holstein Schwerin Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Rostock Landkreis Nordwestmecklenburg Banzkow Plate Plate Sukow Bengerstorf Besitz (Mecklenburg) Brahlstorf Dersenow Gresse Greven (Mecklenburg) Neu Gülze Nostorf Schwanheide Teldau Tessin b. Boizenburg Barnin Bülow (bei Crivitz) Crivitz Crivitz Demen Friedrichsruhe Tramm (Mecklenburg) Zapel Dömitz Grebs-Niendorf Karenz (Mecklenburg) Malk Göhren Malliß Neu Kaliß Vielank Gallin-Kuppentin Gischow Granzin Obere Warnow Gehlsbach (Gemeinde) Kreien Kritzow Lübz Lübz Marnitz Passow (Mecklenburg) Siggelkow Suckow Tessenow Gehlsbach (Gemeinde) Werder (bei Lübz) Goldberg (Mecklenburg) Dobbertin Goldberg (Mecklenburg) Mestlin Neu Poserin Techentin Goldberg (Mecklenburg) Balow Brunow Dambeck Eldena Gorlosen Grabow (Elde) Karstädt (Mecklenburg) Kremmin Milow (bei Grabow) Möllenbeck (Landkreis Ludwigslust-Parchim) Muchow Prislich Grabow (Elde) Zierzow Alt Zachun Bandenitz Belsch Bobzin Bresegard bei Picher Gammelin Groß Krams Hoort Hülseburg Kirch Jesar Kuhstorf Moraas Pätow-Steegen Picher Pritzier Redefin Setzin Strohkirchen Toddin Warlitz Alt Krenzlin Bresegard bei Eldena Göhlen Groß Laasch Leussow Lübesse Lüblow Rastow Sülstorf Uelitz Warlow Wöbbelin Blievenstorf Brenz (Mecklenburg) Neustadt-Glewe Neustadt-Glewe Cambs Dobin am See Gneven Pinnow (bei Schwerin) Langen Brütz Leezen (Mecklenburg) Pinnow (bei Schwerin) Raben Steinfeld Domsühl Domsühl Obere Warnow Groß Godems Zölkow Karrenzin Lewitzrand Rom (Mecklenburg) Spornitz Stolpe (Mecklenburg) Ziegendorf Zölkow Barkhagen Ganzlin Ganzlin Ganzlin Plau am See Blankenberg (Mecklenburg) Borkow Brüel Dabel Hohen Pritz Kobrow Kuhlen-Wendorf Kloster Tempzin Mustin (Mecklenburg) Sternberg Sternberg Weitendorf (bei Brüel) Witzin Dümmer (Gemeinde) Holthusen Klein Rogahn Klein Rogahn Pampow Schossin Stralendorf Warsow Wittenförden Zülow Wittenburg Wittenburg Wittenburg Wittendörp Gallin Kogel Lüttow-Valluhn Vellahn Zarrentin am Schaalsee Boizenburg/Elbe Ludwigslust Lübtheen Parchim Parchim Parchim HagenowKarte
Über dieses Bild

Suckow ist eine Gemeinde im Süden des Landkreises Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Eldenburg Lübz mit Sitz in der Stadt Lübz verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weide bei Drenkow

Suckow befindet sich zwischen den Anhöhen der Ruhner Berge und der Ebene der Mooster Wiese. Südlich von Mentin befinden sich mit einer Anhöhe von 138,2 Metern und dem Scharfenberg mit 135,7 m ü. NHN die höchsten Punkte im Gemeindegebiet. Vor allem der Süden der Gemeinde bei Griebow weist größere Waldflächen auf. Im Norden entspringt der Moosterbach.

Ortsteile der Gemeinde sind Drenkow, Griebow, Mentin und Suckow.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Suckow wurde 1328 erstmals als Sucowe urkundlich erwähnt. Der Ortsname von Suckow stammt vom slawischen Lokator suka (Hund) ab, also Ort des Suk, der Suka, möglich ist auch ein Deutung als Hundeort.[3]
Suckow und der Nachbarort Drenkow waren seit dem Mittelalter zwischen Mecklenburg und Brandenburg geteilt, so dass es bis ins 20. Jahrhundert sowohl im mecklenburgischen Landkreis Parchim als auch im brandenburgischen Landkreis Ostprignitz die Gemeinden Suckow und Drenkow gab.[4][5]

Mit dem Gesetz über Änderung von Grenzen der Länder erfolgte zum 1. Juli 1950 in der DDR ein Gebietstausch zwischen den Ländern Brandenburg und Mecklenburg. Die Gemeinden Suckow und Drenkow aus dem Landkreis Ostprignitz wurden in den mecklenburgischen Landkreis Parchim umgegliedert und mit ihren dortigen gleichnamigen Zwillingsgemeinden zusammengeschlossen.[6] Seit 1952 gehörten die Gemeinden Suckow und Drenkow zum Kreis Parchim im Bezirk Schwerin. Seit 1990 gehört Suckow zum Land Mecklenburg-Vorpommern und seit dem 1. Juli 2004 zum Amt Eldenburg Lübz.

Griebows slawischer Name bedeutet Pilzort.

Mentin wurde 1388 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name stammt vom altslawischen mątŭ für Trübung ab und bedeutet so viel wie Ort am trüben Wasser oder auf den Lokator bezogen Ort des Męta.[7] Das große Gutshaus (Herrenhaus, Schloss) Mentin wurde 1912/13 nach Plänen von Paul Korff für Rittmeisters Arthur Poensgens gebaut.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 20. Juni 2000 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 209 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „In Gold eine gewurzelte grüne Linde, der Stamm überdeckt mit einem springenden schwarzen Hund.“[8]

Das Wappen wurde von dem Schweriner Heraldiker Karl-Heinz Steinbruch gestaltet.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flagge der Gemeinde Suckow

Die Flagge der Gemeinde besteht zu zwei Dritteln aus grünem Tuch und einem Drittel, das gleichmäßig längsgestreift von Grün-Gold (Gelb)-Grün-Gold (Gelb)-Grün-Gold (Gelb)-Grün ist.

In der Mitte des grünen Tuches liegt das Gemeindewappen, das zwei Drittel der Höhe des Flaggentuches einnimmt. Die Länge des Fahnentuches verhält sich zur Höhe wie 5 zu 3.[8]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Suckow

  • Mentiner Schloss von 1912/13; hier soll ein Oldtimermuseum und Hotel entstehen
  • Griebower Mühle an der Grenze zur Prignitz
  • Spätgotische Feldsteinkirche in Suckow mit Blendgiebel und Holzturm mit spitzen, achteckigen Helm
  • Gedenktafel von 1976 in der Dorfmitte an den Todesmarsch der Häftlinge des KZ Sachsenhausen vom April 1945 und seine 6.000 Opfer
  • Betonstelen von 1996 an der B 321 nahe der Autobahnanschlussstelle Richtung Hamburg an der Todesmarsch-Route, geschaffen von dem Bildhauer Wieland Schmiedel

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der Bundesstraße 321. Durch das Gemeindegebiet führt die Bundesautobahn 24, welche über den Anschluss Suckow erreichbar ist. Die Gemeinde liegt etwa 18 Kilometer südöstlich von Parchim.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Historisches Ortslexikon für Brandenburg – Teil 1 – Prignitz – N–Z. Bearbeitet von Lieselott Enders. In: Klaus Neitmann (Hrsg.): Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs (Staatsarchiv Potsdam) – Band 3. Begründet von Friedrich Beck. Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2012, ISBN 978-3-88372-033-3, S. 870 ff.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Suckow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. § 2 der Hauptsatzung (PDF; 21 kB) der Gemeinde
  3. Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Bd. 46, 1881, ISSN 0259-7772, S. 3–168, hier S. 141.
  4. Gemeindeverzeichnis 1939: Landkreis Ostprignitz
  5. Gemeindeverzeichnis 1939: Landkreis Parchim
  6. Wolfgang Blöß: Grenzen und Reformen in einer Umbruchgesellschaft. Vom Land Brandenburg zu den Bezirken 1945 –1952. Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2014 (Grenzen und Reformen in einer Umbruchgesellschaft).
  7. Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Bd. 46, 1881, S. 3–168, hier S. 93.
  8. a b § 1 der Hauptsatzung (PDF; 21 kB) der Gemeinde