Zislow

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Zislow führt kein Wappen
Zislow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Zislow hervorgehoben
Koordinaten: 53° 26′ N, 12° 19′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Amt: Malchow
Höhe: 81 m ü. NHN
Fläche: 15,84 km2
Einwohner: 212 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 13 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17209
Vorwahl: 039924
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 171
Adresse der Amtsverwaltung: Alter Markt 1
17213 Malchow
Webpräsenz: www.erholungsort-zislow.de
Bürgermeister: Hartmut Kyek
Lage der Gemeinde Zislow im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
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Über dieses Bild

Die Gemeinde Zislow ist eine Gemeinde im Westen des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Malchow mit Sitz in der gleichnamigen Stadt verwaltet. Zislow ist seit 2011 ein staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

Zu Zislow gehören die Ortsteile Suckow und Langenstücken. Suckow ist ein von Landwirtschaft geprägtes Dorf. Inmitten des Dorfes befindet sich eine größere Stallanlage.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Süden Mecklenburg-Vorpommerns, am Ostufer des Plauer Sees und südlich von Malchow. Innerhalb des Gemeindegebiets liegt als größerer See der Große Pätschsee. Große Teile der Gemeinde sind mit Nadelwäldern bewachsen.

Nahe östlich der Gemeinde führt die Bundesautobahn 19 von Wittstock nach Rostock, die über die Anschlussstelle Waren oder Röbel/Müritz zu erreichen ist. Die Bundesstraße 198 verläuft südlich der Gemeinde. Der nächste aktive Bahnhof befindet sich in der Stadt Malchow.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 7. bis 9. Jahrhundert war die Gegend slawisch besiedelt. Davon zeugt der slawische Burgwall Zislow am Westufer des Großen Pätschsees.[3]

Sowohl Zislow selbst als auch der Ortsteil Suckow waren ursprünglich slawische Ansiedlungen, erstmals urkundlich erwähnt wurden sie 1255 beziehungsweise 1344. 1338 wurde erstmals die heutige Wüstung Clippatendorpe erwähnt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der im Wald gelegene Friedhof von Suckow

Das Wahrzeichen von Zislow ist die 1749 geweihte Dorfkirche, die sich in der seltenen Form als achteckiger Fachwerkbau (Oktogon) präsentiert und 1990 saniert wurde. Nun finden in der Saison Lesungen und Konzerte darin statt. Auf dem Gelände des die Kapelle und die Kirche umgebenden Friedhofes werden im Sommer auch Open-Air-Konzerte veranstaltet.

Auf dem Friedhof in Suckow befinden sich drei Kriegsgräber von zwei bekannten und einem unbekannten Soldaten. Dort ist auch Martin Schiele beerdigt. Am Dorfende von Suckow steht ein altes Gutshaus, dessen einzelne Wohnungen vermietet sind.

Südlich des Orts befindet sich ein Aussichtsturm.

In einem Waldstück nahe der Straße nach Adamshoffnung befindet sich ein Schälchenstein (Lage), ein Granitfindling mit eingearbeiteten runden Vertiefungen, der wahrscheinlich kultischen Handlungen in Verbindungen mit dem Gott Thor diente.[4] Folgt man der Straße weitere 400 Meter stößt man auf die Reste eines bronzezeitlichen Hügelgrabs (Lage), das in den 1980er Jahren ausgegraben wurde.[5] Weitere Hügel- und Großsteingräber befinden sich etwa einen Kilometer weiter südlich.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2016 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Erholungsort Zislow, abgerufen am 30. Juni 2015
  3. www.kleks-online.de
  4. Informationstafel am Schälchenstein
  5. Bodendenkmäler in und um Zislow (PDF; 377 kB), Archäologische Gesellschaft für Mecklenburg und Vorpommern e. V.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zislow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien