Suli Puschban

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Suli Puschban (2018)

Suli Puschban (geboren in Nürnberg) ist eine deutsche Liedermacherin aus dem Bereich der Kinderlieder.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Suli Puschban wurde in Nürnberg geboren. Aufgewachsen ist sie in Wien. Sie genoss das Klavierspiel ihres Vaters und hörte etwa Tschaikowsky. Eines ihrer Vorbilder war Winnetou. Mit 13 Jahren bekam sie eine Gitarre und entdeckte im Alter von 19 Jahren das Singen und Liederschreiben für sich. Zunächst schrieb sie mangels deutscher Vorbilder nur englische Texte, bis sie von Hinterm Mond von Element of Crime zum Schreiben deutscher Texte inspiriert wurde. Noch in Wien studierte sie Pädagogik und arbeitete bei einer Krisenhotline für vergewaltigte Frauen und Mädchen.[1] Seit ihrem Umzug nach Berlin 1994 arbeitet sie als Erzieherin in einem Hort an einer Schule in Berlin-Kreuzberg.[2][1] So kam sie zur Kindermusik. Ungefähr 1995 wirkte sie bei der Gründung eines Zentrums für Frauen im Umland von Berlin mit, für das sie sich seither engagiert.[1]

Beim Deutschen Musikautorenpreis 2019 setzte sie sich als „Ausnahmeerscheinung als Liedermacherin für Kinder“ in der Kategorie Text Kinderlied unter anderem gegen Deine Freunde und Monika Lakomy durch.[2] Im Jahr 2020 erschienen Porträts in Der Tagesspiegel und der Taz.[2][1] Sie erhielt zusammen mit dem Komponisten Olaf Taranczewski ein Senatsstipendium und schreibt mit ihm an einem Kindermusical (Stand: 2020).[2]

Puschban lebt zusammen mit ihrer Partnerin, einer südafrikanischen Künstlerin, in einem Wohnprojekt in einem ehemalig besetzten Gebäude. Sie ist zusammen mit ca. 50 anderen Kinderliedermachern Mitglied im um 2000 gegründeten Netzwerk kindermusik.de, das sich dem Ziel verschrieben hat, Kinder durch Musik zu stärken.[1]

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Puschban schreibt „mal poetische, mal lustige, mal kämpferische“ rocklastige Kinderlieder. Sie verarbeitet in ihren Texten Themen, die ihr bei ihrer Arbeit in der Schule begegnen oder die sie persönlich beschäftigen. Dabei entstehen oftmals gesellschaftskritische Texte, die sie in der feministischen Tradition verortet sieht.[1]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben

  • 2005: Ich Sehe Aus Wie Elvis
  • 2014: Regen und Meer

EPs

  • 2013: Zeit
  • 2017: Dare to Dream

Mit Suli Puschban und die Kapelle der guten Hoffnung

  • 2015: Ich hab die Schnauze voll von Rosa
  • 2017: Rette mich!!!

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Suli Puschban – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Eva-Lena Lörzer: Der Hausbesuch: Die Schnauze voll von Rosa. In: Die Tageszeitung: taz. 29. November 2020, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 27. April 2022]).
  2. a b c d e Susanna Nieder: „Ich hab die Schnauze voll von Rosa“. In: Der Tagesspiegel Online. 19. September 2020, ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 27. April 2022]).
  3. HALL OF FAME. Abgerufen am 27. April 2022.