Susanne Höfler

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Susanne Höfler (* 1956 in Freiburg im Breisgau) ist eine deutsche Malerin, Zeichnerin und Grafikerin.

Leben und Schaffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Höfler hat ein Grafikstudium an der Hochschule der Künste Berlin absolviert. Sie ist eine freie Künstlerin, die großen Wert auf handwerkliche Details legt: Sie optimiert schon beim Entwurf die Proportionen und investiert viel Zeit, um am nahezu fertigen Bild Schraffuren auszuführen.[1] Selbst bei ihren schnell dahingeworfen wirkenden Skizzen und den mit Bleistift gezeichneten Künstlerporträts demonstriert sie ihren Professionalismus.[2]

Häufig wiederkehrende Motive sind Menschen, Wasser und fantastisch realistische Fische.[3][4][5] Ihre Porträts werden durch Abstraktionen belebt, wobei sie gelegentlich auch Unschönes thematisiert, wie Krankheit, Alter und Verletzungen. Als Ehefrau des Tübinger Jazzmusikers Dizzy Krisch befasst sie sich in ihrer künstlerischen Arbeit, ebenso wie ihre Schwester, die Bassistin Karoline Höfler, intensiv mit Jazz, dessen Musikern und deren Instrumenten. Sie gestaltet zum Beispiel Plakate und Platten-Cover oder bildet Musik in weitgehend abstrakten Bildern ab. In ihrem Meisterwerk doppelgelbton aus dem Jahr 2009 zeigt sie zwei Trompeten, die gleichzeitig spielen, wobei die Gelbtöne des spiegelblanken Messings und die runden Formen den Klang der Trompete visualisieren.[1]

Als Auftragsmalerei erstellt sie Porträts sowie Decken- und Wandbilder: zum Beispiel wurde 2005 ihr Porträt der Professorin Evamarie Sander in der Tübinger Professorengalerie enthüllt, in der sonst vor allem männliche Bildnisse hängen. Es zeigt die Biologin umgeben von Gegenständen Ihres Berufslebens: Mit ihrer linken Hand stützt sie sich auf ein Modell des Tabakmosaikvirus, unter dem die Schriften von Henning Brandis, Plinius dem Älteren und Aristoteles liegen. Mit ihrer rechten Hand hält die Phytopathologin ein von einem Virus infiziertes Tabakblatt.[6]

Ihre Wandbilder haben oft übergroße Formate, so zum Beispiel das Bild Instrumente des Jazz, die die gesamte Wand des Tübinger Jazzkellers schmückt. Auch in Treppenhäusern, Friseursalons oder privaten Räumen finden sich ihre Wandbilder mit kundenspezifischen Themen. Susanne Höfler bietet als Zeichenlehrerin auch Kurse für Akt- und Portraitmalerei an und gestaltet Internetseiten für Musiker und Künstler.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Das Auge hört mit. Künstler im Kreis (1): Susanne Höfler verwandelt Töne in Farben. Tagblatt-Anzeiger vom 6. Oktober 2010.
  2. Galerie Künstlerbund: „Grafik Jetzt“ zeigt die Vielfalt grafischen Schaffens. Schwäbisches Tagblatt vom 24. Juli 2012.
  3. Das sprachlose Reich der Kunst: Betrachtungen zur Künstlerbundjahresausstellung. Schwäbisches Tagblatt vom 14. Dezember 2009.
  4. Ein Blick in Tübinger Galerien: Farberscheinungen des Immateriellen und aneinander gebannte Figuren - Ansichten aus dem Inneren der Fische. (Memento vom 24. September 2015 im Internet Archive) Schwäbisches Tagblatt, 10. Juli 2009.
  5. Der experimentelle Blick. Reutlinger Generalanzeiger vom 15. Dezember 2009.
  6. Neuzugang in der Tübinger Professorengalerie: Porträt der Phytopathologin Prof. Evamarie Sander fertiggestellt. (Memento vom 31. Juli 2007 im Internet Archive) In: Tübinger Universitäts Nachrichten, Informationen für die Mitglieder der Eberhard Karls Universität Tübingen Nr. 123, 15. August 2005.