Suzuki GR650 Tempter

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Suzuki GR650
Suzuki GR650 AEJ side.jpg
Suzuki GR 650 Tempter 1983
GR650[1]
Hersteller: Suzuki
Produktionszeitraum 1983 bis 1989
Klasse Motorrad
Bauart Cruiser
Motordaten
Zweizylinder-Viertaktmotor, luftgekühlt, DOHC
Hubraum (cm³) 651 cm³
Leistung (kW, PS) 36,8 kW (50 PS) bei 7200 min−1
Drehmoment (N m) 51 Nm bei 6000
Getriebe 5 Gänge
Antrieb Kettenantrieb
Bremsen Einfach-Scheibenbremse, hydr. gedämpft, Trommel hinten
Sitzhöhe (cm) 770–790 mm
Leergewicht (kg) 184 kg GR650 (Gussrad); 181 kg GR650X (Speichenrad)

Vorlage:Infobox Motorrad/Wartung/Parameter

Suzuki GR Tempter 1983

Die Suzuki GR650 mit dem Beinamen Tempter (Versucher) wurde von 1983 bis 1989 vom japanischen Hersteller Suzuki gebaut. Sie ist ein Cruiser mit einem als 180-Grad-Gegenläufer ausgelegten Zweizylinder-Reihen-Motor mit 651 cm³ und 36,8 kW.[2]

Motor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Motor war eine von der GS450 abgeleitete, weiterentwickelte Konstruktion. Ein runder Lauf bis zur Höchstdrehzahl zeichnete ihn aus. Im Wesentlichen bestanden die technischen Neuerungen aus einer Monoblock-Kurbelwelle mit variabler Schwungmasse. Dank dieser Hilfsmasse, hatte der Motor enorme Kraft im unteren Drehzahlbereich und einen für Twin-Motoren bemerkenswert vibrationsarmen Lauf und stellte diesbezüglich jeden Parallel-Twin in den Schatten. Ab 3000 Umdrehungen min−1 wurde der Kraftschluss der Schwungmasse durch Fliehkraftregelung getrennt, was ein spontanes Hochdrehen und gute Motorbremseigenschaften mit sich brachte. Weiterhin sei die Durchblas-Rückführung, die Ausgleichwelle, der Doppelwölbungsbrennraum und die Ansaugluftführung erwähnt.[3][4][5]

Der Verbrauch beträgt zwischen 4,5 und 6,5 l/100 km.

Modellentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Modell Veränderungen/Besonderheiten
1983 GR Typ 650X Bei ihrer Präsentation. Die ersten GR werden nur mit Speichenrad angeboten.
1983 GR Typ 650D Zwei Monate später folgte dann die Version mit Leichtmetall-Gussrad und pneumatisch unterstützter Telegabel für das Kanada-Modell.

Der Rest der Technik war bei beiden Ausführungen identisch: schwarzer Zylinder-Motor mit polierten Deckeln, Hochlenker, eine Schwimmsattel-Scheibenbremse vorn, eine Trommelbremse hinten und ein ölgedämpftes Full-Floater-Federbein.

1984 GR Typ 650XE Nach knapp einem Jahr beschloss Suzuki die Produktion der unbeliebten Gussräder einzustellen, so blieb dann nur das Modell mit Speichenrädern im Programm.
1985 GR Typ 650XF Der Motor wird nun komplett silberfarbig, Getriebezahnräder erfahren bessere Härtung um Pittingbildung am Zahnradpaar des dritten Gangs vorzubeugen, ansonsten keine Änderungen.
1986 GR Typ 650XG Außer neuen Farbzusammenstellungen keine Änderungen.
1987 GR Typ 650XH Erscheint ohne nennenswerte Änderungen.
1988 GR Typ 650XJ Präsentiert sich wie gehabt und geht in Deutschland ins letzte Jahr, der Verkauf wird eingestellt.
1989 GR Typ 650XK Die GR wird noch einige Monate in andere Länder exportiert, ehe auch dort der Verkauf eingestellt wird.[6]

Charakteristika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die GR650 Tempter gilt als robustes Zweirad, das bei seiner Präsentation wenig beachtet wurde, aber von seinen Fahrern geschätzt wird. Der Leistungsverlauf des Motors bei verhältnismäßig niedrigen Drehzahlen ermöglicht ein schaltfaules Fahren. In einem zeitgenössischen Test wurde das komfortabel ausgelegte Fahrwerk und das gute Handling der Maschine in engen Kehren bei relativ großer Schräglagen-Freiheit sowie die Stabilität der Gabel hervorgehoben.[7]

Das Design ist durch die Zweifarb-Lackierungen und die Verwendung von Chromteilen geprägt.

Schwächen der GR[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bei fast 50 % aller GR besonders der ersten Baujahre, tritt Pittingbildung am Zahnradpaar des 3. Gangs auf.
  • Die Lichtmaschine und die Reglereinheit: Der Stator der Lichtmaschine neigt des Öfteren durch eine verschmorte Wicklung zum Versiegen des Ladestroms. Die Regler-Gleichrichter-Einheit fällt häufig aus.
  • Membrangesteuerter Benzinhahn: Auch bei geringen Undichtigkeiten (sichtbar bei abgezogenem Benzinschlauch) der Membran läuft Benzin durch die Ansaugkanäle in die Brennräume und kann nach längerer Standzeit beim Betätigen des Anlassers bei gut abdichtenden Kolbenringen sehr leicht die Pleuelstangen verbiegen (Benzinschlag). Es kann auch vorkommen, dass Benzin an der Zylinderwand hinab in die Ölwanne läuft und dort den Schmierstoff stetig mehr verdünnt, was unweigerlich Lagerschäden und das Aus für den Motor nach sich zieht.
  • Da die Ersatzteile recht teuer und schwierig zu beschaffen sind, ist es sehr wichtig dass der Fahrer nicht durch zu geringen Ölstand einen Motorschaden hervorruft.

[8]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Suzuki GR-650 Wartungsanleitung. Suzuki Motor Co. Ltd., Motorcycle Service Division, 2nd Ed., February 1988, 1st Ed. June 1983, Manual No.: 99500-38031-01G. Japan.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Suzuki GR 650 – Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienVorlage:Commonscat/Wartung/P 2 fehlt, P 1 ungleich Lemma

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Technische Daten der Infobox aus: Suzuki-GR650-Wartungsanleitung, Kapitel 1, S. 24–25 sowie Original-Suzuki-Wartungsanleitung in Französischer Sprache
  2. Suzuki GR-650 Test 1 Reprinted from the May 1983 issue of Cycle Magazine
  3. Suzuki Wartungsanleitung, Allgemeine Informationen (Kapitel 1), S. 2–17.
  4. Original Suzuki Wartungsanleitung in Französischer Sprache
  5. Suzuki GR-650 Test 1 Reprinted from the May 1983 issue of Cycle Magazine
  6. http://www.gs-classic.de/modelle/650/gr650x.htm Michaels GS-Classik -Website SuzukiGr-650-Modellgeschichte.
  7. Super-Bike Magazin: Test Suzuki GR-650. Ausgabe: Juni 1984.
  8. Deutschsprachiges Suzuki-GR-650-Forum und selbst gemachte Erfahrungen