Sven Hensel

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Sven Hensel (* 22. Juli 1995 in Gelsenkirchen) ist ein deutscher Slam-Poet, Autor und Kurzfilm-Regisseur.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hensel tritt seit 2014 bei Poetry Slams im deutschsprachigen Raum auf.[1] Seine Texte beschäftigen sich häufig mit gesellschaftlichen Problemen, wie Alltagssexismus,[2] oder greifen seinen Alltag auf lyrische oder prosaische Weise auf. Er gewann die U20-Slam-Meisterschaften in Bochum 2015 und erreichte 2017 gemeinsam mit Kim Catrin als Slam-Team „Parkpunk“ das Finale der deutschsprachigen Slam-Meisterschaften im Opernhaus Hannover.[3] Auch als Organisator und Moderator tritt Hensel in Erscheinung, er ist Slam Master unter anderem in Kleve[4]. Im Juli 2018 wurde er bei den 21. Walder Theatertagen in Solingen mit dem „Preis der jungen Poeten“ ausgezeichnet.[5]

2017 erschien seine Textsammlung Aufhause und er war einer der Herausgeber von Tintenfrische III, einer Textsammlung mit Beiträgen junger Autorinnen und Autoren aus der Poetry-Slam-Szene. Im selben Jahr gab er sein Regie-Debüt mit dem Kurzfilm Cruising[6], der sich künstlerisch mit schnellem, anonymem Sex unter Homosexuellen auseinandersetzt (siehe Cruising). Der Kurzfilm wurde bei YouTube über zwei Millionen Mal betrachtet[7] und fand viel Beachtung in der queeren Szene.[8]

An der Ruhr-Universität Bochum studiert er Germanistik und Komparatistik. (Stand: 2018)[9]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aufhause: Von Zugvögeln und Fernverkehrern. Lektora-Verlag, 2017, ISBN 978-3-95461-093-8.
  • Victoria Helene Bergemann, Sven Hensel, Finn Holitzka (Hrsg.): Tintenfrische III. Lektora-Verlag, 2017, ISBN 978-3-95461-107-2.
  • Stef, Sven Hensel (Hrsg.): Fantastische Queerwesen: und wie sie sich finden. Satyr Verlag, 2019, ISBN 978-3-947106-30-1.

Beitrag in[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nik Salsflausen (Hrsg.): Afterwork mit Sisyphos: Alte Mythen, neue Texte im Poetry Slam. Satyr-Verlag, 2017, ISBN 978-3-944035-87-1.
  • Elias Raatz (Hrsg.): Textsorbet - Volume 3G: gesehen, gelesen, gestaunt. Dichterwettstreit deluxe, 2022, ISBN 978-3-9820358-6-4.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gefragt: Sven Hensel. In: How deep is your love. 15. März 2017 (hdiyl.de [abgerufen am 23. August 2018]).
  2. Administratorin Ines Holthaus: TERRE DES FEMMES - Menschenrechte für die Frau e.V. - Poesie für Frauenrechte: TERRE DES FEMMES mit Poetry Slam gegen Alltagssexismus. Abgerufen am 23. August 2018 (deutsch).
  3. NDR: Diese Poeten haben die Jury überzeugt. (ndr.de [abgerufen am 23. August 2018]).
  4. Charlotte Reintjes: 22. Poetry Slam im Radhaus: Alex Paul gewinnt. Abgerufen am 23. August 2018.
  5. Preis der jungen Poeten - Walder Theatertage. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 24. August 2018; abgerufen am 23. August 2018.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.walder-theatertage.de
  6. Kurzfilm: Cruising im Sauerland. In: queer.de. (queer.de [abgerufen am 23. August 2018]).
  7. queerblick: CRUISING - schwuler Kurzfilm. 1. November 2017, abgerufen am 23. August 2018.
  8. Interview: Warum Cruising ein Tabu ist - dbna. In: dbna. (dbna.de [abgerufen am 23. August 2018]).
  9. RUB-Student bei Poetry-Slam-Meisterschaften | Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung. Abgerufen am 23. August 2018.