Systematische Elementnamen

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Die Systematischen Elementnamen sind provisorische Bezeichnungen für chemische Elemente. Diese erhalten erst dann einen bleibenden Namen, wenn ihre Entdeckung bestätigt ist. Weil es über die Bestätigung in der Vergangenheit Kontroversen gab (siehe Elementnamensgebungskontroverse), hat die IUPAC ein Schema für provisorische Elementnamen herausgegeben.

Die IUPAC-Regeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese provisorischen Namen leiten sich systematisch von der Kernladungszahl (Ordnungszahl) ab. Jede Ziffer wird in ein Wurzelwort übersetzt (siehe Tabelle). Die Wurzelwörter werden in der Reihenfolge der Ziffern aneinandergereiht. Wenn dabei die Silben ‚enn‘ und ‚nil‘ aufeinander folgen, wird nnn zu nn vereinfacht. Am Ende wird die Silbe ‚-ium‘ angefügt (bzw. ‚-um‘, falls das letzte Wurzelwort auf i endet).

Ziffer Wurzel Symbol
0 nil n
1 un u
2 bi b
3 tri t
4 quad q
5 pent p
6 hex h
7 sept s
8 oct o
9 enn e

Die Wurzelwörter stammen von den lateinischen und griechischen Zahlwörtern ab und wurden so ausgewählt, dass jedes mit einem anderen Buchstaben beginnt.[1]

Die provisorischen Symbole bestehen aus den Anfangsbuchstaben der Wurzelwörter.

Alle Elemente bis einschließlich 118 haben endgültige Namen. Für noch nicht entdeckte Elemente gelten zunächst provisorische Namen.

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benennung hypothetischer beziehungsweise noch nicht endgültig benannter Elemente:

Element 119:  
Element 123:
Element 208:
Element 457:
Element 986:
  un + un + enn + ium =
  un + bi + tri + um =
  bi + nil + oct + ium =
  quad + pent + sept + ium =
  enn + oct + hex + ium =
  Ununennium (Uue)
  Unbitrium (Ubt)
  Biniloctium (Bno)
  Quadpentseptium (Qps)
  Ennocthexium (Eoh)

Eka- und Dwi-[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Namen von noch nicht entdeckten Elementen wurden zuvor den im Periodensystem einen beziehungsweise zwei Plätze darüber stehenden Elementen die Silben Eka oder Dwi vorangestellt. So wurde Technetium als Eka-Mangan und Rhenium als Dwi-Mangan bezeichnet. Der Nachteil des Eka-Dwi-Systems ist, dass Elemente, die in der ersten Reihe des g-Blocks stehen, damit nicht bezeichnet werden können, weil kein Element „darüber“ steht (Ordnungszahlen 123 bis 140).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hinweis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ‚enn‘ für 9 stammt von altgriechisch ἐννέα (ennea), ‚neun‘. Siehe auch Griechische Zahlwörter.