Talerschwingen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Das Talerschwingen oder Talerrollen ist ein Spiel, welches seinen Platz in der Volksmusik hat. Es gehört zur Familie der Gefässrasseln. Beim Talerschwingen wird ein Fünfliber (Fünffrankenstück) in ein tönernes konisches Milchbecken geworfen, wobei der Fünfliber vor 1968 (bzw. im Jahr 1969) geprägt worden sein muss (Silbermünze), um den gewünschten Klang zu erreichen. Der Spieler versucht, den Fünfliber mit leichten Drehbewegungen der linken Hand auf seiner Kante dem Beckenrand entlang laufen zu lassen, jedoch ohne dass das Geldstück auf den Schüsselboden fällt. Ein Gspil (Ensemble) besteht aus drei Schüsseln verschiedener Grösse. Diese sollen in der Regel, vom kleinsten zum grössten, eingestimmt sein auf „b“, „fis“ und „f“ (cf. Website von Rémy Schroeter). Das Talerschwingen kommt aus der Ostschweiz, insbesondere aus dem Appenzellerland und dem Toggenburg.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Offene Gefässrasseln. – In: Brigitte Bachmann-Geiser: Die Volksmusikinstrumente der Schweiz. Atlantis, Zürich 1981, S. 32–34.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]