Ostschweiz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Ostschweiz
Svizra orientala, Svizra da l’ost (rätoromanisch)
Svizzera orientale (italienisch)
Karte Ostschweiz Svizra orientala, Svizra da l’ost (rätoromanisch) Svizzera orientale (italienisch)
Kantone: Kanton GlarusKanton Glarus Glarus

Kanton SchaffhausenKanton Schaffhausen Schaffhausen

Kanton Appenzell AusserrhodenKanton Appenzell Ausserrhoden Appenzell Ausserrhoden

Kanton Appenzell InnerrhodenKanton Appenzell Innerrhoden Appenzell Innerrhoden

Kanton St. GallenKanton St. Gallen St. Gallen

Kanton GraubündenKanton Graubünden Graubünden

Kanton ThurgauKanton Thurgau Thurgau

Amtssprachen: Deutsch, Rätoromanisch, Italienisch
Fläche: 11'526,88 km²
Einwohner: 1'183'813[1] (31. Dezember 2019)
Bevölkerungsdichte: 103 Einw. pro km²
Website: www.ork-ostschweiz.ch

Die Ostschweiz (rätoromanisch Svizra orientala, Svizra da l’ost, italienisch Svizzera orientale, französisch Suisse orientale) ist eine unterschiedlich definierte Region im Osten der Schweiz.

Die Kernregion besteht aus den Kantonen St. Gallen (besonders dessen nördlichen Teilen Fürstenland, Toggenburg und Rheintal), Thurgau, Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden. Sie wird zusammen mit dem Kanton Schaffhausen auch unter dem Begriff Nordostschweiz zusammengefasst.

Der grossflächige südliche Kanton Graubünden bildet zusammen mit dem Süden des Kantons St. Gallen (See-Gaster, Sarganserland und Werdenberg) und dem Kanton Glarus die Südostschweiz.

Alle oben genannten Kantone bilden zusammen die Grossregion Ostschweiz gemäss Bundesamt für Statistik (BFS). Per 31. Dezember 2019 betrug die Einwohnerzahl 1'183'813. Der Ausländeranteil (gemeldete Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) bezifferte sich am Stichtag auf 23,2 Prozent.[1]

Grossregion Ostschweiz nach BFS[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Definition des Bundesamts für Statistik ist die «Ostschweiz» eine von sieben Grossregionen der Schweiz und umfasst die Kantone Glarus, Schaffhausen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, St. Gallen, Graubünden und Thurgau.

Die Kantone an der Peripherie dieser heterogenen Grossregion sind unterschiedlich ausgerichtet. Schaffhausen orientiert sich verkehrstechnisch und wirtschaftlich mehr nach Zürich und zur baden-württembergischen Nachbarschaft. Glarus ist über das Linthgebiet wirtschaftlich ebenfalls nach Zürich ausgerichtet, und Graubünden bildet mit drei Sprachen und 150 Tälern einen eigenen kulturellen Mikrokosmos und geographischen Raum.

Ostschweizer Regierungskonferenz, Konkordate und Verbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die sieben Kantone der statistischen Grossregion sind Mitglieder der seit 1964 bestehenden Ostschweizer Regierungskonferenz (ORK). Der Kanton Zürich ist seit dem Jahr 2001 und das Fürstentum Liechtenstein seit 2018 assoziiertes Mitglied.[2]

Innerhalb der Ostschweizer Regierungskonferenz entstandene Direktorenkonferenzen und interkantonale Konkordate sind unterschiedlich zusammengesetzt.

Organisation GL SH AR AI SG GR TG ZH SZ FL
Ostschweizer Regierungskonferenz Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja [3] [3]
Ostschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz (EDK-Ost) Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja[4] Ja
Volkswirtschaftsdirektoren-Konferenz-Ost (VDK-Ost) Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Sozialdirektorenkonferenz Ost (SODK Ost+ZH) Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Ostschweizer Polizeikonkordat Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja [3]
Ostschweizer Fussballverband Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Ostschweizer Verband der Seilbahnunternehmen Ja Ja Ja Ja Ja
Ostschweizer Kinderspital St. Gallen Ja Ja Ja Ja Ja

Weitere Definitionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kerngebiet der Ostschweiz

Sprachwissenschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dialektologisch gehören diejenigen Mundarten zum Ostschweizer Dialekt, welche die Ostschweizerische Vokalspaltung kennen. Sie gilt im nördlichsten Teil des Kantons Zürich (Rafzerfeld, Weinland nördlich der Thur und Gegend um Elgg), in den Kantonen Schaffhausen, Thurgau und in beiden Appenzell, grossmehrheitlich im Kanton St. Gallen (ohne See-Gaster und Sarganserland, von letzterem allerdings die schon im Rheintal gelegenen Gemeinden wieder ausgenommen) sowie im Bündner Rheintal (Herrschaft bis Chur).[6]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ostschweiz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Ostschweiz – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Struktur der ständigen Wohnbevölkerung nach Kanton, 1999–2019. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 27. August 2020, abgerufen am 28. Februar 2021.
  2. Willkommen auf der Homepage der Ostschweizer Regierungskonferenz (ORK). Auf: Webseite der ORK, abgerufen am 8. Oktober 2019.
  3. a b c assoziiertes Mitglied.
  4. ebenfalls Mitglied der Bildungsdirektoren-Konferenz Zentralschweiz (BKZ).
  5. Prognoseregionen. In: MeteoSchweiz. Abgerufen am 30. November 2020.
  6. Rudolf Hotzenköcherle: Die Sprachlandschaften der deutschen Schweiz. Sauerländer, Aarau, Frankfurt am Main, Salzburg 1984 (Reihe Sprachlandschaften der Schweiz 1), ISBN 3-7941-2623-8; hier: Der Nordosten. S. 91–124.