Ostschweiz

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Ostschweiz
Svizra orientala, Svizra da l’ost (rätoromanisch)
Svizzera orientale (italienisch)
Karte Ostschweiz Svizra orientala, Svizra da l’ost (rätoromanisch) Svizzera orientale (italienisch)
Kantone: Kanton GlarusKanton Glarus Glarus

Kanton SchaffhausenKanton Schaffhausen Schaffhausen

Kanton Appenzell AusserrhodenKanton Appenzell Ausserrhoden Appenzell Ausserrhoden

Kanton Appenzell InnerrhodenKanton Appenzell Innerrhoden Appenzell Innerrhoden

Kanton St. GallenKanton St. Gallen St. Gallen

Kanton GraubündenKanton Graubünden Graubünden

Kanton ThurgauKanton Thurgau Thurgau

Amtssprachen: Deutsch, Rätoromanisch,
Italienisch
Fläche: 11'251 km²
Einwohner: 1'174'990[1] (30. September 2018)
Bevölkerungsdichte: 104 Einw. pro km²
Website: www.ork-ostschweiz.ch

Die Ostschweiz (rätoromanisch Svizra orientala, Svizra da l’ost, italienisch Svizzera orientale, französisch Suisse orientale) ist eine unterschiedlich definierte Region im Osten der Schweiz.

Die Kernregion besteht aus den Kantonen St. Gallen, Thurgau, Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden, die zusammen mit dem Kanton Schaffhausen die Nordostschweiz bildet. Je nach Zusammenhang werden manchmal auch die Kantone Zürich und Glarus zur Nordostschweiz gerechnet.

Der großflächige südliche Kanton Graubünden bildet zusammen mit dem Süden des Kantons St. Gallen und dem Glarus die Südostschweiz.

Im oben umrissenen Kerngebiet sind allerdings das st. gallische Linthgebiet mit Rapperswil-Jona und das thurgauische Frauenfeld verkehrsgeographisch Zürich im Westen zugewandt, während das Alpenrheintal zusammen mit Vorarlberg im Osten einen eigenen grenzüberschreitenden Wirtschaftsraum bildet.

Grossregion Ostschweiz nach BFS[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Definition des Bundesamts für Statistik (BFS) ist die «Ostschweiz» eine von sieben Grossregionen der Schweiz und umfasst die Kantone Glarus, Schaffhausen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, St. Gallen, Graubünden und Thurgau.

Die Kantone an der Peripherie dieser heterogen Grossregion sind unterschiedlich ausgerichtet. Schaffhausen orientiert sich verkehrstechnisch und wirtschaftlich mehr nach Zürich und zur baden-württembergischen Nachbarschaft. Glarus ist über das Linthgebiet wirtschaftlich ebenfalls nach Zürich ausgerichtet, und Graubünden bildet mit drei Sprachen und 150 Tälern einen eigenen kulturellen Mikrokosmos und geographischen Raum.

Ostschweizer Regierungskonferenz, Konkordate und Verbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die sieben Kantone der statistischen Grossregion sind Mitglieder der seit 1964 bestehenden Ostschweizer Regierungskonferenz (ORK). Der Kanton Zürich ist seit dem Jahr 2001 und das Fürstentum Liechtenstein seit 2018 assoziiertes Mitglied.[2]

Innerhalb der Ostschweizer Regierungskonferenz entstandenen Direktorenkonferenzen und interkantonale Konkordate sind unterschiedlich zusammengesetzt.

Organisation GL SH AR AI SG GR TG ZH SZ FL
Ostschweizer Regierungskonferenz Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja [3] [3]
Ostschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz (EDK-Ost) Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja[4] Ja
Volkswirtschaftsdirektoren-Konferenz-Ost (VDK-Ost) Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Sozialdirektorenkonferenz Ost (SODK Ost+ZH) Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Ostschweizer Polizeikonkordat Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja [3]
Ostschweizer Fussballverband Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Ostschweizer Verband der Seilbahnunternehmen Ja Ja Ja Ja Ja
Ostschweizer Kinderspital St. Gallen Ja Ja Ja Ja Ja

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kerngebiet der Ostschweiz

Der «Ostschweiz»-Bund des St. Galler Tagblatts enthält fast ausschliesslich Informationen aus dem einleitend umschriebenen Kerngebiet. Das Regionaljournal Ostschweiz von Radio SRF hingegen berichtet aus dem Kerngebiet und dem Kanton Glarus.

Sprachwissenschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dialektologisch gehören diejenigen Mundarten zum Ostschweizer Dialekt, welche die Ostschweizerische Vokalspaltung kennen. Sie gilt im nördlichsten Teil des Kantons Zürich (Rafzerfeld, Weinland nördlich der Thur und Gegend um Elgg), in den Kantonen Schaffhausen, Thurgau und in beiden Appenzell, grossmehrheitlich im Kanton St. Gallen (ohne See-Gaster und Sarganserland, von letzterem allerdings die schon im Rheintal gelegenen Gemeinden wieder ausgenommen) sowie im Bündner Rheintal (Herrschaft bis Chur).[5]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ostschweiz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Ostschweiz – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Alter und Kanton, 3. Quartal 2018. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik BFS, abgerufen am 28. Januar 2019.
  2. Willkommen auf der Homepage der Ostschweizer Regierungskonferenz (ORK). Auf: Webseite der ORK, abgerufen am 8. Oktober 2019
  3. a b c assoziiertes Mitglied
  4. ebenfalls Mitglied der Bildungsdirektoren-Konferenz Zentralschweiz (BKZ)
  5. Rudolf Hotzenköcherle: Die Sprachlandschaften der deutschen Schweiz. Sauerländer, Aarau, Frankfurt am Main, Salzburg 1984 (Reihe Sprachlandschaften der Schweiz 1), ISBN 3-7941-2623-8; hier: Der Nordosten. S. 91–124.