Tarek Mousli

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Tarek Mohamad Ali Mousli (* in Beirut, Libanon) ist ein Karateka 4. Dan. Er war aktives Mitglied der Revolutionären Zellen (RZ).

Tarek Mohamad Ali Mousli wurde im Libanon geboren. Sein Vater stammte von der saudi-arabischen Königsfamilie ab und seine deutsche Mutter arbeitet als Stewardess. Mouslis Vater starb bei einem Flugzeugabsturz. Seine Familie siedelte daraufhin von Saudi-Arabien nach Norddeutschland über. Tarek Mousli besuchte ein Internat. Nach dem Abitur knüpfte er mit 20 Jahren in Kiel erste Kontakte zur Hausbesetzerszene. Später ging er für das Studium an die FU Berlin und wohnte dort in besetzten Häusern in Kreuzberg. Eines seiner Geschwister sollte in den 1980er Jahren in den Libanon abgeschoben werden und musste sich deshalb in psychiatrische Behandlung begeben. Tarek Mousli sagte damals laut Tagesspiegel, dass er die Abschiebebehörden hasst.[1]

Mousli leitete zwei Kampfsportstudios in Prenzlauer Berg und Marzahn. Er trainierte u. a. die Kampfsportspezialisten der Polizei sowie Karateka des Bundeskaders. Mousli gehörte in dieser Zeit zu den etwa 20 Karateka in der Bundesrepublik, die den 4. Dan tragen dürfen.[1]

Zufällig wurden in Mouslis Keller rund zehn Kilogramm Sprengstoff gefunden, die er dort gelagert hatte.[2] Mousli wurde 1999 aufgrund der Aussagen seiner ehemaligen Freundin verhaftet, legte ein Geständnis ab und bot sich als Kronzeuge an. Seine Aussagen führten zur Verhaftung einer Reihe bis dahin nicht entdeckter Mitglieder der RZ.[2]

Mousli wurde wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, Herbeiführen eines Sprengstoffanschlages und Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz angeklagt. Ihm wurde vorgeworfen, an der Vorbereitung und Durchführung von insgesamt drei Anschlägen der RZ in Berlin maßgeblich beteiligt gewesen zu sein[3]. Wegen seiner umfassenden Aussagen erhielt Mousli für seine Beteiligung an den Anschlägen im Dezember 2000 zwei Jahre Haft auf Bewährung.[4]

Über den sich bis 2004 drei Jahre hinziehenden Prozess gegen weitere Mitglieder der RZ wurde er von Personenschützern des BKA stark geschützt.

Bewertung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Matthias Borgmann, der von Mousli verraten wurde, sagte 2017 der taz: "Ich würde sehr gerne genauer verstehen, was damals in Tarek Mousli vorgegangen ist." Er glaube nicht, dass in den Ermittlungsakten zu Mousli etwas stehe, was "nur halbwegs der Wahrheit entspricht". "Irgendetwas neben der RZ-Geschichte" müsse Mousli für die Fahnder erpressbar gemacht haben. "Er hat die Kronzeugenregelung und den Zeugenschutz wohl aus Gründen in Anspruch genommen, die nichts mit den RZ zu tun haben." Borgmann verweist darauf, dass Mousli in finanziellen Dingen sehr unzuverlässig gewesen sei. "Im Umfeld seines Sportstudios wurde mit Waffen gehandelt. Zudem hatte er Kontakte zu bestimmten kurdischen Kreisen. Ebenso zu Leuten, die mit Ost-West-Geldwäsche zu tun hatten, der großen Stasi-Geldverklappung. Mit solchen Milieus ist nicht zu scherzen. Irgendwo da dürfte der Grund zu finden sein."[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b "Revolutionäre Zellen": Ein ganz sensibler Zeuge. Abgerufen am 10. Dezember 2017.
  2. a b Michael Sontheimer: KRONZEUGEN: Absolut sicher. In: Der Spiegel. Band 26, 21. Juni 2004 (spiegel.de [abgerufen am 10. Dezember 2017]).
  3. Felix Langhammer, Axel Gebauer;: RZ-Mitglied vor Gericht (neues deutschland). (neues-deutschland.de [abgerufen am 10. Dezember 2017]).
  4. Sabine Deckwerth: Fünf Angeklagte wegen Terroranschlägen verurteilt: Haftstrafen für "Revolutionäre Zellen". In: Berliner Zeitung. (berliner-zeitung.de [abgerufen am 10. Dezember 2017]).
  5. Andreas Fanizadeh: Ex-Militanter zu politischer Vergangenheit: „Er ist da schon sehr nah dran“. In: Die Tageszeitung: taz. 5. Juni 2017, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 10. Dezember 2017]).