Teehaus Ronnefeldt

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J.T. Ronnefeldt KG

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Rechtsform KG
Gründung 1823 (1821)
Sitz Frankfurt am Main
Leitung Frank Holzapfel
Jan-Berend Holzapfel
Branche Tee
Website www.ronnefeldt.de

Ronnefeldt (von der Schloßstraße aus gesehen)

Das Teehaus Ronnefeldt ist ein auf nach traditionellen Methoden hergestellte Tees spezialisiertes Handelsunternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main. Der Markenname wird vor allem mit der aromatisierten Grünteemischung Morgentau verbunden.

Ronnefeldt 2011

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gründer Johann Tobias Ronnefeldt legte nach offizieller Darstellung 1823 den Grundstein für das Unternehmen und erwarb sein Handelswissen in Rotterdam und London. Als er 1845 im Alter von 51 Jahren verstarb, führte seine Witwe Friederike, die er 1831 geheiratet hatte, 15 Jahre lang das Geschäft gemeinsam mit Prokuristen weiter, bis ihre Söhne die Nachfolge antraten. Ihr Enkel Rudolf Ronnefeldt reiste 1889 im Alter von 24 Jahren um die Welt und dokumentierte seine Reise-Erfahrungen in einem Tagebuch, das Aufschluss über den Teehandel von damals gibt. Nach seiner Weltreise heiratete er Emma Rössler, die Tochter des Degussa-Gründers Friedrich Ernst Roessler.

Erste Hälfte des 20. Jahrhunderts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1904 entwarf Hans Christiansen, ein bekannter Jugendstilkünstler von der Mathildenhöhe Darmstadt, ein Werbeplakat mit einem Drachenkopf als Symbol für chinesischen Tee. 1914 zog das Unternehmen in die Goethestraße 3, nachdem es zuvor zehn Jahre lang am Roßmarkt 8 ansässig war, im Haus Goldener Brunnen.

Die beiden Weltkriege brachten den Teehandel weitestgehend zum Erliegen. Im Ersten Weltkrieg gründete das Unternehmen zusammen mit der Ed. Meßmer GmbH und der Weinhandelsfirma Bernhard Wiesengrund, die zu der Zeit im Besitz des Vaters von Theodor W. Adorno war, das Gemeinschaftsunternehmen Getränke GmbH zur Herstellung eines koffeinhaltigen Ersatztees, der unter dem Markenname Stimula vermarktet wurde.

Anfang der 1950er-Jahre kam Herwerth Westphal, der Enkel von Rudolf Ronnefeldt, ins Unternehmen, das sich nach der Zerstörung des Gebäudes in der Goethestraße bei den Luftangriffen auf Frankfurt am Main durch Fliegerbomben in Frankfurt-Bockenheim angesiedelt hatte. Er führte das Unternehmen gemeinsam mit Georg Lülmann, Geschäftsführer und Mitinhaber bis Anfang der achtziger Jahre.

Seit den 1970er-Jahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende der 1970er-Jahre kam Frank Holzapfel zu Ronnefeldt. Der Marketing- und Werbefachmann übernahm 1984 das Unternehmen von Herwarth Westphal, der 1987 in Ruhestand ging. Er verbesserte die Marktposition der Marke und verantwortete zahlreiche Innovationen. Sein Sohn Jan-Berend Holzapfel wurde sukzessive in die Leitung des Unternehmens eingebunden und baute zum Ende seines Studiums in Wien die arabischen und asiatischen Märkte auf. 2004 wurde er Geschäftsführer, und 2012 trat er die Unternehmensnachfolge von seinem Vater an.

Ronnefeldt heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Ronnefeldt arbeiten rund 160 Mitarbeiter am Hauptsitz in Frankfurt und am Produktionsstandort in Worpswede. Neben Hotels werden über den gehobenen Fachhandel Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz angesprochen.

Im Jahr 2009 kehrte Ronnefeldt nach 125 Jahren wieder auf die Zeil zurück. Das Handelshaus hatte dort bereits 1884 bis 1894 vor dem Kaufhaus Wronker seinen Sitz. In dem Ladengeschäft mit Tea Lounge im Einkaufszentrum MyZeil bietet die Firma Tee und das passende Zubehör an.

Seit 2011 gibt es das Konzept der Markenpartnerschaft für den Fachhandel mit einem umfassenden Sortiment von Teesorten aus allen Teeanbaugebieten der Welt, mit dem Namen Marke Ronnefeldt als Dachmarke. Ronnefeldt agiert heute als mittelständisches Unternehmen im Familienbesitz und zugleich als global player in einem exklusiven Nischenmarkt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 50° 7′ 15,9″ N, 8° 38′ 30,1″ O