Frankfurt-Bockenheim

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen von Bockenheim
Wappen von Frankfurt am Main
Bockenheim
12. Stadtteil von Frankfurt am Main
Altstadt Bahnhofsviertel Bergen-Enkheim Berkersheim Bockenheim Bockenheim Bonames Bornheim Dornbusch Eckenheim Eschersheim Fechenheim Flughafen Frankfurter Berg Gallus Ginnheim Griesheim Gutleutviertel Harheim Hausen Heddernheim Höchst Innenstadt Kalbach-Riedberg Nied Nieder-Erlenbach Nieder-Eschbach Niederrad Niederursel Nordend-Ost Nordend-West Oberrad Ostend Praunheim Praunheim Preungesheim Riederwald Rödelheim Sachsenhausen-Nord Sachsenhausen-Süd Schwanheim Schwanheim Seckbach Sindlingen Sossenheim Unterliederbach Westend-Nord Westend-Süd ZeilsheimKarte
Über dieses Bild
Koordinaten 50° 7′ 26″ N, 8° 38′ 21″ OKoordinaten: 50° 7′ 26″ N, 8° 38′ 21″ O
Fläche 8,04 km²
Einwohner 38.279 (31. Dez. 2015)
Bevölkerungsdichte 4761 Einwohner/km²
Postleitzahl 60486, 60487
Vorwahl 069
Website www.frankfurt.de
Gliederung
Ortsbezirk 2 – Innenstadt II
Stadtbezirke
Verkehrsanbindung
Autobahn A66 A648
Bundesstraße B8 B44
Regional- und S-Bahn 30 32 34 40 S3 S4 S5 S6
Straßen- und U-Bahn U4 U6 U7 16 17
Bus 32 34 36 50 72 73 75 n1 n2 n11
Quelle: Statistik aktuell 07/2016. Einwohner mit Hauptwohnung in Frankfurt am Main. Abgerufen am 30. Juni 2016.

Bockenheim ist seit dem 1. April 1895 ein Stadtteil von Frankfurt am Main. Mit über 37.000 Einwohnern ist er der bevölkerungsreichste Stadtteil Frankfurts.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bockenheim ist der drittbevölkerungsreichste Stadtteil Frankfurts, wobei die noch größeren Stadtteile Sachsenhausen (ca. 55.000 Einwohner) und Nordend (54.000 Einwohner) administrativ unterteilt sind.

Das Zentrum von Bockenheim liegt rund 3 km vom Zentrum der Innenstadt entfernt. Sowohl der geographische Mittelpunkt als auch der Flächenschwerpunkt Frankfurts befinden sich in Bockenheim.[1] Bockenheim grenzt im Osten an das Westend, im Nordosten an Dornbusch, im Norden an Ginnheim und Hausen, im Westen an Rödelheim, im Südwesten an Griesheim und im Süden an das Gallus.

Bockenheim ist geprägt durch den angrenzend, aber überwiegend im Westend gelegenen Campus Bockenheim der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, die Messe Frankfurt im Süden des Stadtteils, die Gewerbegebiete Industriehof und City West im Nordwesten und eine weit gefächerte Infrastruktur von gastronomischen Angeboten und Einkaufsmöglichkeiten. Auch die jenseits der City West gelegene Kuhwaldsiedlung und das Neubaugebiet Rebstock gehören zu Bockenheim.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte von Bockenheim
Mosaik im U-Bahnhof Kirchplatz mit Ansicht Alt-Bockenheims

Die Geschichte des heutigen Frankfurter Stadtteils reicht bis in die Jungsteinzeit zurück, wie archäologische Funde beweisen. Die älteste erhaltene Erwähnung von Bockenheim findet sich in einer Schenkungsurkunde zugunsten des Klosters Lorsch, die im Lorscher Codex[2] überliefert ist und in die Zeit von 768 bis 778 datiert wird. Zunächst im königlichen Wildbann Dreieich gelegen, wurde das Dorf 1320 von König Ludwig IV. mit dem gesamten Bornheimerberg an Ulrich II. von Hanau verpfändet. Bis 1713 blieb es bei der Herrschaft und späteren Grafschaft Hanau (von 1456 bis 1642: Grafschaft Hanau-Münzenberg). Nach dem Tod des letzten Hanauer Grafen, Johann Reinhard III., fiel Bockenheim 1736 zusammen mit der Grafschaft an die Landgrafschaft Hessen-Kassel, ab 1803 „Kurfürstentum Hessen“, das nach dem Krieg von 1866 zusammen mit Frankfurt von Preußen annektiert wurde. 1819 erhob Kurfürst Wilhelm I. von Hessen-Kassel Bockenheim zur Stadt, um Industrien in der Nachbarschaft des industriefeindlichen Frankfurt anzusiedeln. Tatsächlich ließen sich im Laufe des 19. Jahrhunderts Fabriken, beginnend mit einer »Chaisen«-Fabrik, dort nieder, so chemische Werke und Maschinenfabriken.[3] Zum 1. April 1895 schlossen die Städte Frankfurt und Bockenheim dann einen Eingemeindungsvertrag, durch den Bockenheim zu einem Frankfurter Stadtteil wurde.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stadtwappen zeigt einen goldenen Bienenkorb mit fliegenden Bienen auf blauem Grund als Sinnbild des Gewerbefleißes (Stadtprivileg von 1822). Dies ist das älteste Bockenheimer Siegel von 1820. Das Wappen ging in das Logo der Frankfurter Sparkasse (ehemals Sparkasse der Stadt Bockenheim) ein und prägte als solches lange Zeit das Bienenkorbhaus an der Konstablerwache.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teile dieses Artikels scheinen seit 2009 nicht mehr aktuell zu sein.
Bitte hilf mit, die fehlenden Informationen zu recherchieren und einzufügen.

Ebene Parlament Wahlkreis Letzte Wahl Ergebnis [%][p 1][5]
CDU SPD Grüne FDP Linke
Kommunal Ortsbeirat (Innenstadt II) 27. Juli 2011 30,4 18,2 32,0 6,4 6,7
Ortsbeirat (Mitte-West) 28,1 25,3 21,8 4,7 9,9
Stadtverordnetenversammlung 30,5 21,3 25,8 3,9 5,5
Land Landtag 2.St.-WK 35 Ffm II 2013 30,5 29,3 17,0 5,5 9,0
Bund Bundestag 2.St.-WK 182 Ffm I 2013 33,5 26,8 13,2 7,0 8,9
EU Europäisches Parlament 2009 23,1 17,0 29,6 15,6 7,7
  1. Kursiv gesetzte Prozentangaben geben das Ergebnis im jeweiligen Wahlkreis (bzw. im Ortsbeirat) an. Alle anderen Zahlen beziehen sich auf den Stadtteil Bockenheim.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick vom AfE-Turm (März 2007)

Der Stadtteil profitiert von seiner direkten Nähe zum Messegelände und dem Bankenviertel. Er entwickelte sich in den letzten zwanzig Jahren durch die City West zu einem weiteren großen Wirtschaftsstandort innerhalb von Frankfurt. Rund um den Campus Bockenheim der Johann Wolfgang Goethe-Universität etablierte sich außerdem ein studentisch-alternatives Umfeld mit vielen Kneipen, Bars und Geschäften. Daneben existiert im Stadtteilkern die Leipziger Straße als stadtweit bekannte Einkaufsstraße.

Kliniken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Bockenheim gibt es zwei konfessionelle Krankenhäuser. 1881 eröffnete der 1876 gegründete Bockenheimer Diakonissenverein in der Falkstraße ein Krankenhaus mit 15 Betten, woraus 1928, an gleicher Stelle, das im Krieg völlig zerstörte Markus-Krankenhaus mit 174 Betten entstand. 1958 wurde auf der Ginnheimer Höhe in nordöstlicher Fortsetzung der Straße an der Kreuzung der Wilhelm-Epstein-Straße das evangelische Markus-Krankenhaus neu errichtet und wird seitdem kontinuierlich ausgebaut. Seit 2009 gehört es als Agaplesion Frankfurter Diakonie Kliniken zum Klinikverbund Agaplesion (wie auch das Bethanien-Krankenhaus und noch das Diakonissen-Krankenhaus) und hat mit seinen neun Fachbereichen, vier Instituten und etwa 550 Betten überregionale Bedeutung.

Markus-Krankenhaus

Das katholische St. Elisabethen-Krankenhaus liegt seit 1945 an der Ginnheimer Straße im Norden des alten Ortskerns und befindet sich in Trägerschaft der Katharina Kasper gGmbh, einer Tochtergesellschaft der gemeinnützigen Maria Hilf GmbH in Dernbach (Westerwald), die 1994 von der Kongregation der Arme Dienstmägde Jesu Christi, auch bekannt als Dernbacher Schwestern gegründet wurde. Die Katharina Kasper gGmbh unterhält mit den Häusern St. Elisabeth (Bockenheim) und St. Marienkrankenhaus (Nordend) derzeit 570 Betten sowie das Alten- und Pflegeheim St. Josefshaus. Der Mittelteil des St. Elisabethen-Krankenhaus wurde 1888 als Knaben-Volksschule errichtet. Im Krankenhauspark auf dem Gelände der ehemaligen Liegenschaft Passavant befindet sich ein Nachbau der Lourdes-Grotte.

Grundsätzlich werden die Kosten auch dieser Krankenhäuser gemäß der Dualen Finanzierung nach Einführung des Krankenhausfinanzierungsgesetzes (KHG) aufgeteilt. Die Bundesländer, hier das Bundesland Hessen, übernimmt die Investitionenkosten, die Träger der gesetzlichen Krankenversicherung die laufenden Betriebskosten.

Notfalleinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

13. Polizeirevier Bockenheim

Am Kurfürstenplatz bzw. in der Schwälmer Straße 20 befand sich die Wache 4 der Frankfurter Feuerwehr. Sie wurde als Bockenheimer Pflichtfeuerwehr gegründet und dann nach der Eingemeindung durch die Frankfurter Feuerwehr übernommen, die 1914 ein neues Wachgebäude errichtete. Das heutige Gebäude stammt aus den 1980er Jahren, da die erste Wache im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Durch die Umstrukturierung wurde aus der Bereichswache 20 die Außenstelle der BLW2 genannt „BW2a“. Vertraglich sind hier auch 2013 ein Rettungswagen rund um die Uhr, zwei Mehrzweckfahrzeuge im Schichtdienst und der Blut- und Organ-PKW der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. im Einsatz.

Die Bereitschaft Mitte des Deutschen Roten Kreuzes, Bezirksverband Frankfurt am Main, Ortvereinigung City-West befindet sich in der Kaufungerstraße 9 und ist für das Deutsche Rote Kreuz für Bockenheim und Innenstadt zuständig.

Zum Wachegebiet des 13. Polizeireviers in der Schloßstraße gehören Teile von Bockenheim sowie das südliche Westend.

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Francke-Schule
Sophienschule

Bockenheim ist in drei Schulbezirke aufgeteilt, denen die drei Grundschulen zugewiesen sind:

  • Die Franckeschule, die Grundschule im gründerzeitlichen Stadtkern Bockenheim-Nord, mit spätklassizistischem dreigeschossigem Schulbau von 1876 auf nahezu quadratischem Grundriss mit Risaliten und straßenseitigem Eingangsportal. Erbaut als Bockenheimer Realschule, mit für Knaben und Mädchen getrenntem Unterricht, ab 1913 umbenannt in Falk-Mittelschule und ab 1950 benannt nach dem Theologen August Hermann Francke, die ehemalige Francke-Schule wurde 1888 als Knaben-Volksschule erbaut. Der Baukörper bildet heute den Mittelteil des jetzigen St. Elisabethen-Krankenhauses an der Ginnheimer Straße 3. Auf einer Karte von etwa 1900 wird das Gebäude als Diesterweg-Schule bezeichnet.
  • Die Bonifatiusschule in der Hamburger Allee 43 ist die Grundschule für das südliche Bockenheim, benannt nach dem Heiligen Bonifacius
  • und die Georg-Büchner-Schule, eine kooperative Gesamtschule mit Grundstufe in der City West. 2007 genehmigte das Hessische Kultusministerium die Umwandlung zur Integrierten Gesamtschule.

Weiterführende Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der bereits genannten Gesamtschule Georg-Büchner-Schule verfügt Bockenheim über zwei weitere weiterführende Schulen:

Berufsschulkomplex Hamburger Allee 23[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Frankfurter Schule für Bekleidung und Mode, Berufs-, Berufsfach-, Fachober- und Fachschule in der Hamburger Allee 23
  • und die Gutenbergschule, Berufs-, Berufsfach-, Fachober- und Fachschule in der Hamburger Allee 23, vormals zusammen mit der Werner-von-Siemens-Schule mit historisierendem Schulbau vom 1909, beide in der Nähe der Messe Frankfurt. Der im Krieg teilweise zerstörte Gebäudekomplex wurde wieder aufgebaut und später aufwendig saniert. Die auf dem Gelände errichtete historische Bismarckschule (Eingang Varrentrappstraße) wurde geschlossen. Ihre Räume dienten zeitweise als Ausweichquartier für andere Schulen der Stadt Frankfurt. Die WVA-Werner-von-Siemens-Schule, Berufliche Schule für Elektro-, Informations und Medientechnik, Berufs-, Berufsfach-, Fachober- und Fachschule verließ inzwischen den Standort Bockenheim und bezog ihren Neubau in der Gutleutstraße 333–335.

Außerdem befindet sich in Bockenheim das DIPF Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung, seit 1951 in der Schloßstraße 29. Davor befand sich auf dem Gelände der Garten- und Landschaftsbaubetrieb von Heinrich Siesmayer und Philipp Siesmayer, ab 1906 die Gebäude der Kaufunger- und der Kurfürstenschule. Der Reformpädagoge und ehemalige Rektor der Kaufunger Schule August Jaspert war 1920 Gründer der Erholungsstätte Wegscheide bei Bad Orb für Frankfurter Schüler. Ein Umzug des DIPF auf den Campus Westend wegen erhöhtem Raumbedarfs ist beschlossen, die Finanzierung des Neubaues aber noch nicht komplett gesichert.

Privatschule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die private ASB Mundanis Frankfurter Stadtschule, Voltastraße 1a, 60486 Frankfurt, in Trägerschaft des ASB Landesverbandes Hessen e. V. umfasst ein Montessori-Kinderhaus, eine Montessori-Grundschule, eine Regel-Grundschule und ein alt- und neusprachliches Gymnasium. Sie ist staatlich genehmigt, ganzjährig vom 2. Januar bis zum 23. Dezember geöffnet und bietet ein flexibles Ganztageskonzept mit kindgerechtem Schulbeginn zwischen 7.30 Uhr und 8.15 Uhr.

Sonstige Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliges Gebäude des Sozialrathauses Bockenheim Rohmerstraße Bauschild Oktober 2013
  • Die Bundesagentur (vormals Bundesanstalt) für Arbeit Frankfurt am Main hat nach ihrem neuen Organisationsplan fünf neue Kundenzentren geschaffen. Für das Kundenzentrum West wurde in der Hersfelder Straße 25 eine neue Liegenschaft angemietet.
  • Das Verwaltungsgericht Frankfurt am Main, eines von vier Verwaltungsgerichten in Hessen, ist zuständig für die Stadt Frankfurt am Main, den Hochtaunus-, den Main-Taunus- sowie den Main-Kinzig-Kreis. Das Gericht befindet sich in der Adalbertstraße 18–22.
  • Das Sozialrathaus Bockenheim, zuständig für Bockenheim, Westend-Süd und Rödelheim, logierte bis August 2011 in einem Hochhaus am Rohmerplatz 15. Dann zogen die Teilbereiche der Stadtverwaltung um in die Rödelheimer Straße 45. Das Hochhaus am Rohmerplatz wurde 2014 abgerissen.
  • Seit 1851 stellt die Stadt Frankfurt durch die Saalbau GmbH ihren Bürgern Räume für Kultur, Freizeit und Geschäftsleute zur Verfügung. Neben anderen Bürgerhäusern, bietet der Saalbau Bockenheim am Kurfürstenplatz einen Festsaal für 180 Personen und vier Clubräume verschiedener Größe zur Nutzung an.
  • In der Salvador-Allende-Straße 11 ist der Nachbarschaftsheim Frankfurt a. M. Bockenheim e. V. angesiedelt, ein Verein der freien Jugendhilfe, der u. a. einen festen Jungentreff, Mädchen- und Elternarbeit und Ferienprogramme anbietet.
  • Auf dem Gelände des ehemaligen Schönhofs errichtete die Stadt Frankfurt 1961 das preisgekröntes schallisolierte Musikübungszentrum MÜZ in der Rödelheimer Straße 38 mit einer markanten geschwungenen Dachkonstruktion. Hier wird durch die städtische Saalbau GmbH im Obergeschoss eine Veranstaltungsfläche für ca. 240 Personen für Proben, Versammlungen und Konzerte angeboten. Im Parterre sind zwei mittelgroße Übungsräume mietbar.
  • In der Leipziger Straße 91 befindet sich das Stadtteilinformationsbüro kurz Stadtteilbüro Bockenheim der Bürgerinitiative Zukunft Bockenheim.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Stadtteil ist an zwei Autobahnen angebunden. Im Norden besteht die Anschlussstelle Miquelallee an die Bundesautobahn 66 Frankfurt-Wiesbaden und im Süden die Anschlussstelle Opel-Rondell, jetzt:Katharinenkreisel an die Bundesautobahn 648 Frankfurt–Eschborn. Beide Autobahnen schließen westlich von Bockenheim an die Bundesautobahn 5 an.
  • Die zentrale Wohn- und Geschäftsstraße dieses Stadtteile ist die Leipziger Straße.

Westbahnhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westbahnhof

Seit 1850 hat Bockenheim einen eigenen Bahnhof und Anschluss an die Eisenbahn. Anschlussgleise führten in die Solms- und in die Adalbertstraße bis zur Bockenheimer Warte. Die noch bestehende Blickachse vom Bahnhof über den Kurfürstenplatz bis zur Markuskirche wurde damals angelegt. Heute halten hier vornehmlich die S-Bahn und Züge des Regionalverkehrs. Eine Erweiterung bzw. Entzerrung dieses Regionalverkehrs mit Auswirkungen einer teilweisen Entlastung des Westbahnhofs wird aktuell mittels der Regionaltangente West geplant.

U-Bahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wichtiges Verkehrsbauwerk für Bockenheim ist neben dem Westbahnhof der U-Bahn-Knotenpunkt Bockenheimer Warte, der allerdings schon in der Gemarkung des Frankfurter Westends liegt. Dort treffen die U-Bahn-Linien U4 (Enkheim-Bornheim–Hauptbahnhof–Bockenheimer Warte) und U6/U7 (Ostbahnhof/Enkheim–Hauptwache–Industriehof–Heerstraße/Hausen) zusammen. Auf dem Gebiet Bockenheims liegen außerdem die unterirdischen Haltestellen Leipziger Straße und Kirchplatz sowie die oberirdischen Haltestellen Industriehof und Fischstein. Die Haltestelle Leipziger Straße ist mit den Motiven historischer, internationaler U-Bahn-Stationen, die Haltestelle Kirchplatz mit orts- und kirchenbezogenen Motiven gestaltet.

Lange war geplant, die U-Bahn-Linie U4 unterirdisch nach Ginnheim zu verlängern und von dort oberirdisch über großenteils bereits bestehende Strecken zur neuen Siedlung Riedberg im Frankfurter Nordwesten fahren zu lassen. Dieses Projekt wurde im Juli 2006 durch Beschluss der Stadtverordneten aufgegeben. Alternative Streckenverläufe werden derzeit geprüft.

Straßenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Straßenbahnlinie 16 durchquert auf ihrem Weg von Ginnheim nach Offenbach Bockenheim in Nord-Süd-Richtung. Seit Ende 2003 hat Bockenheim mit der Linie 17 eine zweite Straßenbahnstrecke, die von Neu-Isenburg über Hauptbahnhof, Messe und das neue Baugebiet City West entlang der Voltastraße zum Rebstockbad fährt.

Buslinien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Linie 32: Ostbahnhof – Miquel-/Adickesallee – Bockenheimer Warte – Westbahnhof
  • Linie 34: Bornheim Mitte – Dornbusch – Markuskrankenhaus Kirchplatz – Rödelheim Bf. – Mönchhofstr.
  • Linie 36: Westbahnhof – Bockenheimer Warte – Westend – Konstablerwache – Hainer Weg
  • Linie 50: Unterliederbach West – Höchst Bf – Höchster Friedhof – Rebstockbad – Festhalle/Messe – Bockenheimer Warte
  • Linie 72: Bahnhof-Rödelheim – (Rödelheimer Landstr.) Birkenweg – (Rödelheimer Landstr.) Kasernenstraße – Nordwestzentrum
  • Linie 73: Westbahnhof Schönhof – Industriehof – Nordwestzentrum
  • Linie 75: Bockenheimer Warte – Bremer Straße – Uni Campus Westend – Bockenheimer Warte
  • Linie N1: Konstablerwache – Bockenheimer Warte – Unter-Liederbach – Höchst und zurück
  • Linie N2: Konstablerwache – Ginnheim – Markuskrankenhaus – Sophienstraße – Kirchplatz – Fischstein- Große Nelkenstraße
  • Linie N11: Konstablerwache – Bockenheimer Warte – Eschborn-Niederhöchststadt – Schwalbach – Limes Bf.

Nach Bockenheim benannte Schiffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine ganze Reihe von Schiffen wurde nach dem Frankfurter Stadtteil benannt.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ExZess-Halle
Titania-Saal in der Basaltstr. 23

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Bockenheimer Depot, als eine Spielstätte der Städtischen Bühnen.
  • Die Dramatische Bühne: Spielort zurzeit in der ExZess-Halle, Leipziger Straße 91. Auf diesem Boden stand früher eine Gaststätte mit großem Saal und Kegelbahn. 1914 bis 1918 wurde es als Lazarett benutzt, später dann als Schwanen-Kino und zuletzt als Express-Reinigung. Ein Ensemble von zwölf Schauspielern und etwa 150 Vorstellungen pro Jahr.
  • Titania-Theater in der Basaltstraße 23, ehemalige Gastwirtschaft mit Tanzsaal. Hier sprach unter anderem Rosa Luxemburg auf einer Veranstaltung gegen den Ersten Weltkrieg. Diese Rede wurde der Haftgrund. Später erst Kino, dann ab 1989 Bürgertreff der Saalbau. Ab 1997 Spielstätte des Galli-Theaters bis 2005. Ab Oktober 2005 wieder Titania-Theater unter der Leitung von Dionysios Koliopoulos und Romana Schmied (Spensberger) und seit 2010 Spielstätte des „Freien Schauspiel Ensembles im Titania“ unter Leitung von Reinhard Hinzpeter und Bettina Kaminski.
  • Bockenheimer Theaterensemble: Mitglied im Landesverband Hessischer Amateurbühnen e. V. mit eigenem Spielplan, aber keiner eigenen Spielstätte.
  • ZwischenZeitTheater (ehemals FUN Theater Company): gegründet am 18. Oktober 1992 von Gerhard Zuleger, Rudolf Mundhenk und Georgios J. Slimistinos in der zu Bockenheim gehörenden Kuhwaldsiedlung. Es erfolgen Kooperationen mit dem Kindertheater Höchst und das Ensemble erhält 1994 den SPD Jugendpreis Frankfurt, 1996 den Jugendkulturpreis Stadt Frankfurt am Main und im Jahr 2000 den Kindermedienpreis der Stadt Frankfurt für seine Filmproduktionen in Kooperation mit der Medienwerkstatt Frankfurt und mit Frankfurter Kindern im öffentlichen Bereich.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Geldmuseum der Deutschen Bundesbank bietet Informationen über Geschichte und Funktionsweise des Geldes und verfügt über eine umfangreiche Sammlung von Münzen und Geldscheinen aus aller Welt. Es wird deutlich, welche „Wertgegenstände“ in der Geschichte schon Geldfunktion übernommen haben – von Kaurischnecken über Kakaobohnen bis zu riesigen Steinplatten. Es gibt auch umfangreiche Darstellungen der modernen Geldgeschichte, etwa über die Weltwirtschaftskrise Anfang der 1930er Jahre.
  • Die Experiminta (zusammengesetzt aus Experiment und MINT) ist ein 2011 neu eröffnetes Wissenschaftszentrum in Frankfurt am Main, Hamburger Allee. Das Museum umfasst ca. 120 interaktive Versuchsstationen. Anders als in den meisten Museen ist hier ausdrücklich das Ausprobieren und Anfassen erwünscht. Es wird vom gleichnamigen Förderverein betrieben.

Galerien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Tradition der Sammlerin und Kunstliebhaberin Henriette Amalie Prinzessin von Anhalt-Dessau, die u. a. in Bockenheim lebte und die mit ihren über 4000 Büchern und 700 Gemälden 1792 vor General Adam-Philippe de Custine aus Frankfurt ins heimatliche Dessau flüchtete, finden sich auch heute wieder in Bockenheim private Galeriebetreiber, die Künstlern die Möglichkeit der Darstellung ihres Schaffens in der Öffentlichkeit bieten.

  • KunstRaum Bernusstraße 18. Der KunstRaum Bernusstraße schafft Freiraum für die Kunst und bietet ein Forum für Künstler und Treffpunkt von Kunstliebhabern und allen Interessierten.
  • Galerie Söffing, Hamburger Allee 35. In diesen Galerieräumen finden jährlich fünf bis sechs Ausstellungen vorwiegend konzeptuell ausgerichteter Kunst statt, die Installationen und Skulpturen sowie Fotografie und Malerei umfasst.
  • Gallery Dream-Faktory, Grempstraße 11. Diese Galerie sieht sich als kleines „Start-Up“ zur Förderung junger Künstler mit Visionen von Kultur und Action wie z. B. einem Artwalk auf der Leipziger Straße.
  • Die sich ebenfalls Galerie nennende Einzelhändlerin, Leipziger Straße 35 Hinterhaus, legt ihren Schwerpunkt mehr in den Verkauf von Kunstdrucken, Postern und Wohnaccessoires.

Sportstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zentrum für Hochschulsport der Uni Ffm an der Ginnheimer Landstraße 39. Das frühere IfL (Institut für Leibeserziehung) bietet eine große Auswahl an Hallensport und Leichtathletik
  • Sportfabrik der FTG an der Ginnheimer Landstraße 47 – große Auswahl an Gymnastik-, Fitness- und Gesundheitskursen.
  • FTG Frankfurter Turn- und Sport-Gemeinschaft von 1847 J.P. in der Marburger Straße 28 – der größte Sportverein Bockenheims.
  • Sportgemeinschaft Frankfurt-Bockenheim von 1898 in der Ginnheimer Landstraße 37
  • VfR Bockenheim von 1955 e. V. in der Ginnheimer Landstraße 37 – Spielstätte Bezirkssportanlage West der Stadt Frankfurt

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wochenmarkt donnerstags von 8 bis 18 Uhr an der Bockenheimer Warte
  • jährlich im Mai: Anlassen der Wickelmesser (Motorradvereinigung) in der Leipziger Straße mit anschließender Stadtrundfahrt
  • jährlich im September: Leipziger Straßenfest auf der Leipziger Straße, das vom Gewerbeverein Bockenheim aktiv organisiert wird.[6]
  • jährlich zweiter Donnerstag vor den Sommerferien der Schulen in Hessen: Sommerfest City West (Straßenfest), von 15 bis 22:30 Uhr, auf dem Pocket Park Mitte (zwischen Voltastraße 76 und 78, ehemals Gelände der Music Hall)

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Portal der katholischen Frauenfriedenskirche
Ehemalige evangelische Markuskirche

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Bauwerke in Bockenheim

Plätze und Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hessenplatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im westlichen Teil der ehemals selbständigen Stadt Bockenheim wurde, teilweise schon in der Römerzeit, Basalt aus 10 bis 14 Meter dicken Schichten abgebaut. Ausläufer dieses Basaltgesteins aus dem vulkanischen Vogelsberg finden sich bis zur heutigen „Nauheimer Straße“ Nähe Westbahnhof. Neben dem mainischen Rotsandstein war der Basalt ein begehrtes Baumaterial zum Beispiel für Straßenpflasterungen und Fundamente auch im benachbarten Frankfurt am Main. Die zahlreichen Steinbrüche und Steinkauten liefen meist durch Grundwasser voll. So auch auf dem späteren Kurfürsten- und Hessenplatz. Die „Große Steinkaute“ am damaligen Steinweg, der heutigen Basaltstraße wurde mit Gestein verfüllt als sog. Hessenplatz zur Grünanlage gestaltet. 1855 wurde als Randbebauung ein Schlachthof, bestehend aus fünf Gebäuden, und eine Gaststätte mit Tanzsaal, dem späteren Titania-Saal gebaut. In jüngster Zeit wurde auf dem Hessenplatz von der Stadt ein Kinderspielplatz errichtet.

Tilly-Edinger-Platz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Ehren von Theodor W. Adorno wurde dieser Platz 2003 umgewidmet und das Adorno-Denkmal aufgestellt, bestehend aus einem Glaskubus, der einen Schreibtisch und einen Bürostuhl beinhaltet. Nachts brennt eine Schreibtischlampe (das Originalarbeitszimmer befindet sich im Archiv). Der Glaskubus wurde bereits mehrmals durch Vandalismus beschädigt. Die älteren Bockenheimer nannten diesen Ort Königsplätzchen. Auf ihm befand sich das Husaren-Denkmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen 13er (Bockenheimer) Husaren. Dieses Husaren-Denkmal wurde in die Senckenberg-Anlage verlegt.[7] Das Adorno-Denkmal wurde im Jahr 2016[8], der Straßennamen bereits 2015 an den Campus Westend verlegt[9][10] Inzwischen heißt daher der Platz Tilly-Edinger-Platz.

Carlo-Schmid-Platz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gelegen zwischen Bockenheimer Warte und Bockenheimer Depot. Benannt zu Ehren von Professor Carlo Schmid (1896–1979), deutscher Politiker (SPD) der Nachkriegszeit, einer der Väter des Grundgesetzes, von 1966 bis 1969 Bundesminister unter Kurt Georg Kiesinger in der damaligen großen Koalition, seit 1953 bis 1968 Lehrstuhlinhaber für Politische Wissenschaften an der Goethe-Universität in Frankfurt. Zog sich während der 68er Studentenrevolte resigniert von seinem Frankfurter Lehrstuhl zurück.

Hülya-Platz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der neue Hammering Man von 2013

Dieser Platz ist benannt nach Hülya Genç, die am 29. Mai 1993 bei einem Brandanschlag von Solingen getötet wurde. Sie wurde nur neun Jahre alt. Hülya ist ein arabisch-türkischer weiblicher Vorname und bedeutet Glück, Traum, Fröhlichkeit. Dem Gedenken an Hülya Genç und den vier weiteren Getöteten des Brandanschlag von Solingen wurde der kleine Platz in Frankfurt-Bockenheim zwischen Friesengasse und Kleiner Seestraße unmittelbar vor einem Alten- und Pflegeheim zum Hülya-Platz ernannt. Von einer Bürgerinitiative wurde auf diesem Platz eine ca. 2 m hohe Nachbildung der Skulptur Hammering Man aufgestellt, die wie er mit einem Hammer hier aber auf ein Hakenkreuz einschlägt. Mittels einer Kurbel konnte man zeitweise diese schlagende Bewegung selbst ausführen. Vandalismus zerstörte bald zunächst diese Mechanik, dann Teile der Skulptur. Auch der erneuerten Ersatzskulptur wurde Anfang 2010 bereits wieder das Hakenkreuz gestohlen sowie die angebrachte erklärende Mahntafel teilweise zerstört. Zum 20. Jahrestag des Brandanschlags auf die Familie Genç erhielt der Hülya-Platz – wiederum von einer Bürgerinitiative gestellt – den neuen Hammering Man.

Rohmerplatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kriegerdenkmal auf dem Rohmerplatz

Zur Erinnerung an die vermögende Familie Rohmer benannter Platz zwischen Sozialrathaus und Postfiliale.[11] Spärlicher Rest eines ehemals 2,2 Hektar großen Parks, in dem früher die 1818 von Johann Conrad Rohmer Villa (abgebrochen 1905) gekaufte Villa und die 1835 von Carl Rohmer gebaute Villa (abgebrochen ca. 1921) standen. Das große Gelände wurde parzelliert und fast vollständig bebaut. Die restliche Grünfläche später nochmals für den Bau des sog. Sozialrathauses verkleinert. Heute steht inmitten des spärlichen Baumbestandes des Rohmerplatzes ein Denkmal für die im Ersten Weltkrieg (1914–1918) gefallenen 1200 Bockenheimer Soldaten des Bildhauers Oscar Ufert (1876–1952). Eine ältere Grabstätte der Familie Rohmer befindet sich auf dem aufgelassenen alten Bockenheimer Friedhof in der Solmsstraße. Drei verbliebene Grabdenkmäler der Familie Rohmer und die Restfläche des ehemaligen Friedhofs wurden 2012 vom Grünflächenamt saniert. Weitere Familienmitglieder wurden später in der Gruftenhalle 46 des Frankfurter Hauptfriedhofes bestattet.[12]

Kurfürstenplatz, ehemaliger Marktplatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kurfürstenbrunnen liegt im Mittelpunkt des gleichnamigen Platzes.

Der Kurfürstenplatz liegt zwischen Schloßstraße und Großer Seestraße. Sein Name soll an den zeitweise durch Napoleon vertriebenen Kurfürst Wilhelm I. (Hessen-Kassel) erinnern, der 1819 Bockenheim die Stadtrechte verlieh. Der im Zentrum des Platzes liegende Monumental-Brunnen wurde 1913 aus rotem Mainsandstein errichtet und am 23. Mai 1914 eingeweiht. Er ist eine Stiftung von Bockenheimer Bürgern. Sein Architekt war Prof. Caspar Lennartz (1879–1949) und der Frankfurter Bildhauer Emil Hub (1876–1954), von dem auch die 3,35 Meter hohe Bronzefigur Adam Opel in Rüsselsheim stammt. Die Figurengruppe des Brunnens hat allegorische Bedeutung. Der Zentaur, ein Fabelwesen, hat einen menschlichen Oberkörper und den Unterkörper eines Pferdes. Dies soll Klugheit und Stärke bedeuten. Er zeigt einem Knaben eine Flamme, was an die bedeutende Bockenheimer Industrie im 19. Jahrhundert erinnern soll. Der Widder und die beiden Knaben, wobei einer der Knabe einen Hirtenstab, der andere eine Sichel mit Ähren trägt, verkörpern die über 1000-jährige Landwirtschaft Bockenheims. Der zehn Meter hohe Obelisk steht für den aufstrebenden Stadtteil. Im aktuellen Frankfurter Brunnenverzeichnis wird er Bockenheimer Obeliskbrunnen (auch Kurfürstenbrunnen) genannt und seine jährlichen Kosten für Wartung und Unterhalt mit 4.500 Euro veranschlagt.

Ehemaliges, 1944 zerstörtes Rathaus der Stadt Bockenheim (1871)

Der Kurfürstenplatz selbst war zuvor ein Sumpfgebiet, das von den bekannten Garten- und Landschaftsgärtnern „Gebrüder Siesmayer“ 1868 für Bockenheim unentgeltlich trockengelegt und gärtnerisch gestaltet wurde. Dadurch sollte ein neuer Marktplatz entstehen. Eine Blickachse ging von der katholischen Elisabethen-Kirche über die Brunnenanlage bis zum 1869, drei Jahre nach Besetzung Kurhessens durch das Königreich Preußen, erbauten damaligen neuen Rathauses der noch selbständigen Stadt Bockenheims. 1895 verlor dies Rathaus seine Funktion durch die Eingemeindung. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude durch Fliegerbomben 1944 zerstört. Heute steht dort das Bürgerhaus Bockenheim der Saalbau GmbH und die Bereichswache 20 der Frankfurter Feuerwehr. Die andere Blickachse ging von der evangelischen Markuskirche bis zum heutigen Westbahnhof.

Ende August/Anfang September 2013 wurde an Stelle eines Viertels der Grünflächen des Kurfürstenplatzes ein Betonfundament gesetzt und mit einer Containeranlage überbaut, die provisorisch eine Kinderkrippe beherbergt.

Elisabethenplatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St.-Elisabeth-Kirche auf dem Elisabethenplatz

Der Platz wurde benannt nach der Heiligen Elisabeth von Thüringen (1207–1231). Im Mittelpunkt steht die katholische Kirche St. Elisabeth (Bockenheim), die sich an der südlichen Seite des Kurfürstenplatzes befindet. Wegen ihres sumpfigen Untergrundes soll ihr Ursprungsfundament mit Eichenstämmen gesichert worden sein. Der Kirchenbau wurde 1944 zerstört. Am 30. April 1950 war ihr Wiederaufbau bereits beendet.[13]

Kirchplatz, historischer Mittelpunkt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kirchplatz gilt als historischer Mittelpunkt des ehemals selbständigen Dorfes Bockenheim, nahe der Jakobskirche der Evangelischen Gemeinde Bockenheim. Er wird heute von Bushaltestellen und zwei U-Bahn-Ein- und Ausgängen der unterirdischen U6/U7-Station Kirchplatz sowie deren Lüftungsschächten dominiert. An seiner Westseite standen ursprünglich u. a. das alte Rat- und Gerichtshaus, das 1754 durch ein Doppelhaus für ein Rathaus und eine Schule ersetzt wurde. Nachdem die Stadt Bockenheim 1869–1871 am Kurfürstenplatz ein neues Rathaus errichtet hatte (im Zweiten Weltkrieg durch Bomben zerstört), diente dieses Doppelhaus als Wohnhaus. 1906 wurde dieses Gebäude abgebrochen und 1910 durch den noch heute bestehenden Straßenbahner-Wohnblock zwischen Rödelheimer und Fritzlarer Straße ersetzt.[14]

Ehemaliger Werderplatz, jetzt Konrad-Broßwitz-Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konrad-Broßwitz-Straße, ehemaliger Werder-Platz

Von einem ehemaligen Basalt-Steinbruch, der früher Werderplatz[15] genannten kleinen Grünanlage in der heutigen Konrad-Broßwitz-Straße, wurde nicht nur von der Frankfurter Rundschau einst geschwärmt: „… in der Konrad-Broswitz-Straße … wo einst Steine geklopft wurden … erstreckte sich heute das wohl im schönsten Gebäudeensembel gesäumte Halbrund Bockenheims …“[16] Namenspatron der Werderstraße war August von Werder (1808–1887), ein preußischer General. Historisch soll hier in dieser Halbrunde bis 1900 Nikolas Eichmann, Eigentümer und Wirt des bekannten Gasthauses ZUM STORCHEN vom Kirchplatz, einen der letzten Basalt-Steinbrüche Bockenheims betrieben haben. Nach der Schließung dieses Steinbruchs sollen die restlichen Basaltsteine zur Auffüllung des Geländes verwendet worden sein. Dadurch sei die Tragfähigkeit des Bodens beeinträchtigt worden und deshalb sei in diesem Bereich keine Wohnbebauung erfolgt. Der sonst geradlinige Straßenverlauf wurde hier unterbrochen und die halbrunde Grünfläche sei entstanden, die auch heute noch ein markantes, fast südländisches Flair verbreitet.

Von-Bernus-Park[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Von-Bernus-Park
Eingang zum Von-Bernus-Park

Eingerahmt zwischen Schloßstraße und S-Bahn-Linie liegt der Von-Bernus-Park. Von dem ehemaligen Barockschlösschen, dessen Bau von Prinzessin Henriette Amalie von Anhalt-Dessau, der jüngsten Tochter des Alten Dessauer (jenes berühmten Generals Friedrich des Großen) im Jahre 1771 veranlasst wurde und das später, nach ihrem Tode 1793, letztlich in den Besitz der Familie von Bernus überging, ist allerdings nichts mehr vorhanden. Es wurde am 12. September 1944 bei einem Bombenangriff völlig zerstört. Übrig blieb der 1954 von der Stadt erworbene Park mit kleinem Teich und zwei Kinderspielplätzen. Bekannt wurde die Familie Bernus durch die Friedrich-Alexander-Bernus-Stiftung und durch Emil Moritz von Bernus, der 1883 die Christuskirche im Westend und 1903 die Immanuelkirche im Nordend stiftete.

Celsiusplatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Celsiusplatz ist ein sogenannter Pocket-Park („neudeutsch“ für Westentaschen-Park) im ehemaligen Industriegebiet von Bockenheim, der jetzigen City-West. Er erhielt seinen Namen in Anlehnung an die Namen der benachbarten Straßen wie Ohm- oder Voltastraße vom schwedischen Astronom, Mathematiker und Physiker Anders Celsius. Zur Belebung dieses an der Voltastraße gelegenen Platzes wird seit September 2005 an jedem Mittwoch ein Wochenmarkt abgehalten. Auch die von der benachbarten Athlon Place Stiftung (APS) veranstalteten kulturellen Veranstaltungen sollen zu einer Belebung beitragen.

Biegwald[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Biegwald

Der Biegwald ist ein 18,4 Hektar großer unbewirtschafteter Waldpark in der Stadt Frankfurt am Main. Er liegt in den westlich der Innenstadt gelegenen Stadtteilen Bockenheim und Rödelheim. Das Waldstück ist als Teil des Frankfurter Grüngürtels ein ausgewiesenes Landschaftsschutzgebiet.[17]

Rebstockpark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Frankfurt-Rebstock

Im Südwesten des Stadtteils liegt das Rebstockgelände, das durch den Rebstockpark und das dort errichtete Erlebnisbad Rebstockbad geprägt wird. Der Rebstock wird von vielen als eigener Stadtteil angesehen, gehört aber zu Bockenheim. Historisch stammt das Gelände des jetzigen Rebstockparks von der Patrizierfamilie Rebstock, die dort ein Hofgut bewirtschaftete. 2005 wurde der Rebstockpark eröffnet.

Zeppelinpark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der neue 10.000 m² große Park stellt zusammen mit dem gleich großen Taschenpark Nord[18] die Anbindung an den 60.000 Quadratmeter großen Europagarten dar. Der Zeppelinpark[19] ist ein Landschaftspark mit unterschiedlichen Zonen, die sich durch Bäume und Sträucher sowie Stauden und Gräser unterscheiden. An seinem Rand soll ebenfalls eine Kita entstehen. Bei der Gestaltung wurde darauf geachtet, dass dieser Park sowohl zum Verweilen als auch zum Passieren einladen und mit Angeboten für Spiel, Sport und Freizeit alle Altersklassen ansprechen soll.

Taschenpark Nord[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der neue 10.000 Quadratmeter große Park stellt zusammen mit dem gleich großen Zeppelinpark die Anbindung an den 60.000 Quadratmeter großen Europagarten dar. Der nördliche Taschenpark verfügt über Spielzonen und eine Spiel- und Liegewiese, die nicht nur der angrenzenden Kita, der Schule und den Bewohnern zur Verfügung stehen.

Volkspark Niddatal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teilansicht des Volksparks Niddatal
Hauptartikel: Niddapark

Der Volkspark Niddatal ist der größte Park in Frankfurt am Main (insgesamt 168 Hektar; zum Vergleich Vatikanstadt: 44 ha, Fürstentum Monaco: 202 ha) und grenzt an mehrere Stadtteile Frankfurts, unter anderem an Praunheim, Ginnheim, Hausen, an die Nordweststadt und auch an Bockenheim. Der Niddapark wurde zur Bundesgartenschau 1989 auf dem Gebiet der Niddaauen angelegt und nach Ende der Veranstaltung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Viele Frankfurter nennen den Volkspark Niddatal heute noch Bugagelände.

Der Park verfügt über weitläufige, weitgehend naturnah angelegte Wiesenflächen und Wälder und ist als Naherholungsgebiet speziell für Jogger und Hundebesitzer in Frankfurt sehr beliebt.

Weiher und Teiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historische Schlossparkbrücke im Von-Bernus-Park

Teich im Von-Bernus-Park[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Von-Bernus-Park

Der Park und der Teich wurden bereits mit dem Bau des Schlosses künstlich angelegt. Über eine schmale Stelle führt die historische Brücke. Der Teich verfügt über keinen natürlichen Zufluss, weshalb er mit dort gefördertem Grundwasser gespeist wird.

Weiher im Rebstockpark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Frankfurt-Rebstock
Rebstockweiher mit -bad im -park

Der Rebstock und auch der Rebstockweiher gehören zu Bockenheim. Sie liegen vor den Toren der Messe, am westlichen Entrée zur Innenstadt und sollen das Bindeglied zwischen der City West und dem Europaviertel werden. Der Rebstockweiher ist der Mittelpunkt des Rebstockparks und ist ein künstlich angelegtes, ruhendes Gewässer ohne Oberflächenzustrom. Er wird ausschließlich aus Grundwasser gespeist. Seine Wasserfläche beträgt 3,1 Hektar.

Teich in der Miquelanlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Miquelanlage mit Bundesbank-Gebäude und Europaturm im Hintergrund

Der Teich in der Miquelanlage wurde Anfang der 1970er Jahre quasi als Vorgarten des Neubaus der Deutschen Bundesbank angelegt. Der Park wurde nach dem Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main von 1880 bis 1890 und späteren preußischen Finanzminister Franz von Miquel benannt. Die „Miquel-Anlage“ der Deutschen Bundesbank wurde 1978 mit dem Prädikat „Vorbildliches Bauen in Hessen“ ausgezeichnet.[20] Nach einer grundlegenden Sanierung im Jahre 2002 weist der etwa 5000 Quadratmeter große Teich eine Wasserfontäne und eine kleine Brücke auf. Die angrenzenden Schnellstraßen und der Sicherheitszaun der Deutschen Bundesbank verleihen diesem Gelände einen eigenen Reiz.

Friedhöfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historischer Kirchhof Bockenheim (Kirchplatz)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedhof leitet sich ursprünglich vom althochdeutschen „frithof“ ab, der Bezeichnung für den einge„fried“eten Bereich um eine Kirche. Auch im historischen Bockenheim war die Bestattung in der Kirche, bzw. im unmittelbaren Umfeld des Kirchgebäudes üblich. Der Kirchenraum war begrenzt und eine Beisetzung nur wenigen, auserwählten Personen möglich. Somit fanden meist in einem abgegrenzten, umfriedeten Bereich um das Kirchgebäude Bestattungen mit religiösen Ritus statt. Durch die Bevölkerungsentwicklung von Bockenheim erreichte die Kapazität des historischen Kirchhofs um die St. Jakobskirche um 1820 ihre Aufnahmegrenze und es musste ein neues Friedhofsgelände gesucht und in der weit vor dem damaligen Dorfzentrum in der Solmsstraße gefunden werden. Spuren des einstigen Kirchhofs von Bockenheim finden sich heute noch hinter der durch Krieg zerstörten aber wieder aufgebauten St. Jakobskirche. Sichtbar heute ist ein kleiner Rest der historischen Fläche, da er mehrfach verkleinert und auch überbaut wurde. Einige wenige, verwitterte Grabmäler und eine vorhandene umfassende Mauer erinnern aber heute noch an den einzigen und einstigsten historischen umfriedeten Kirchhof von Bockenheim.

Alter Friedhof Bockenheim (Solmsstraße)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grabstein auf dem Alten Friedhof Bockenheim

→ Hauptartikel Alter Friedhof Bockenheim

Dieser Friedhof zwischen Solms- und Ohmstraße wurde 1825 angelegt. Er wurde 1871 erweitert und bis 1898 benutzt. Zuletzt wieder zugunsten des Neubaues der Solmsstraße verkleinert und später dann nochmals zugunsten des Kirchenbaues der griechisch orthodoxen Gemeinde in der Solmsstraße verkürzt. 1825 war er ursprünglich der Ersatzort für den 1825 geschlossenen Friedhof unmittelbar an der St.Jakobskirche am Kirchplatz. Über den neuen Standort gab es lange Streitgespräche, da dieser neben dem Schindanger (dort wurden tote Tiere begraben) und im neu entstandenen Industriegebiet von Bockenheim angelegt wurde. Erst als Familienmitglieder der reichen Familie Rohmer dort beerdigt wurden, nahm auch die Bevölkerung den Friedhof an. Ein verwittertes Kriegerdenkmal erinnert an drei im Krieg 1870/71 gefallene Bockenheimer Soldaten. Einige Grabsteine sind noch erhalten. Eine Gedenktafel in der Friedhofsmauer erinnerte hier noch an die hier bestatteten Friedrich Wilhelm Delkeskamp, Kupferstecher, 1794–1872; an Carl Wilhelm Ferdinand Guhr, Kapellmeister am Frankfurter Stadttheater, 1787–1848, sowie an Anton Schindler, erster Biograph Beethovens, 1795–1864.[21] 1878 wurde der Bockenheimer Friedhof Solmsstraße durch den sog. neuen Friedhof in der Ginnheimer Landstraße ersetzt. 1895, nach der Eingemeindung Bockenheims, wurden begüterte Bürger auch auf dem Frankfurter Hauptfriedhof bestattet. Im Frühjahr 2012 wurde eine umfassende Umgestaltung der als Park genutzten Anlage abgeschlossen, bei der unter anderem zahlreiche erhaltene Steine ausgegraben und zu einem Gräberfeld zusammengefügt worden sind.

Neuer Friedhof Bockenheim (Ginnheimer Landstraße)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Neuer Friedhof Bockenheim

Der neue Bockenheimer Friedhof liegt an der Ginnheimer Landstraße 97 an der Grenze zum Stadtteil Ginnheim. Er wurde 1878 seiner Bestimmung übergeben und entstand auf dem Gelände einer Brauerei, wobei das Sudhaus vorerst zur Trauerhalle umgebaut wurde. 2005 wurde die jetzige Trauerhalle letztmals von der Stadt umfassend saniert.

Jüdischer Friedhof (Sophienstraße)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der alte jüdische Friedhof von Bockenheim befindet sich an der Sophienstraße. Der Zeitpunkt seiner Entstehung ist unbekannt, belegt wurde er bis Anfang des 20. Jahrhunderts. Von einer hohen Mauer umgeben, ist das 1641 Quadratmeter umfassende Areal von der Straße nicht einsehbar. Es sind etwa 300 Steine erhalten.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jacob Leisler (1640–1691), in Bockenheim geboren, als Gouverneur von New York hingerichtet
  • Henriette Amalie von Anhalt-Dessau (1720–1793), lebte etwa 40 Jahre lang in Bockenheim und war die Erbauerin des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Bockenheimer Schlösschens und damals größte Grundbesitzerin.
  • Johann Konrad Reifert (1781–1856), Wagnermeister aus Niederseelbach, 1820 Mitgründer der Reifert’schen Chaisen­fabrik in Bockenheim, Pionier der Industrialisierung Bockenheims
  • Carl Wilhelm Ferdinand Guhr (1787–1848), Musiker, Komponist, Dirigent, langjähriger Frankfurter Theaterdirektor
  • Joseph Zocchi von Morecci (1787–1880), österreichischer Generalmajor, lebte lange in Bockenheim und starb dort. Er gilt als leiblicher Vater des Seligen Paul Josef Nardini (1821–1862)
  • Friedrich Wilhelm Delkeskamp (1794–1872), Landschaftsmaler, Radierer, Kupferstecher und Verleger
  • Anton Felix Schindler (1795–1864), Musiker, Musikschriftsteller, erster Biograph Beethovens
  • Georg Knodt (1804–1908), Unternehmer und Stifter eines Kinderheims
  • Gabriel Riesser (1806–1863), Vize-Präsident der Nationalversammlung von 1848
  • Klemens Reifert (1807–1878), Großindustrieller und langjähriger Bürgerausschuss-Vorsteher im damals noch selbständigen Bockenheim, Sohn des Johann Konrad Reifert
  • Johann Christian Heerdt (1812–1878), Bockenheimer Landschaftsmaler, Schwager von Friedrich Wilhelm Delkeskamp
  • Heinrich Siesmayer (1817–1900), Gartenarchitekt, Schöpfer des Palmengartens und der Parkanlagen in Bad Nauheim, Bad Homburg vor der Höhe und Wiesbaden
  • Julius Wurmbach (1831–1901), seit 1872 Fabrikant der Eisengießerei Josef Wurmbach in Bockenheim, Namensgeber zweier Bockenheimer Straßen
  • Wunibald Braun (1839–1912), Mitgründer der Hartmann & Braun AG, Frankfurt-Bockenheim
  • Franz Rücker (1843–1908), zeitweise Direktor der Bockenheimer Perlenfabrik, Stifter einer Armenkasse, Bockenheimer Straßennamenspatron
  • Rudolf Krügener (1847–1913), Gründer des Photochemisches Laboratorium und Fabrik photographischer Apparate Frankfurt-Bockenheim
  • Adalbert Hengsberger (1853–1923), letzter Bockenheimer Bürgermeister bis zur Eingemeindung 1895, danach erster Stadtrat, Namenspatron der Adalbertstraße; vorher Schöne Aussicht, bzw. Nassauer Straße
  • Emil Sulzbach (1855–1932), Bankier, Komponist, Mäzen, Straßennamenspatron
  • Heinrich Voigt (1857–1937), Unternehmer u. a. der Firma Voigt & Haeffner
  • Robert Forell (1858–1927), Bockenheimer Kunstmaler
  • Julius Heinrich Friedrich Wurmbach jr. (1860–1926), Sohn und Erbe von Julius Wurmbach, Erbauer der Villa Wurmbach in Berlin-Dahlem, Wohnsitz des deutschen Bundespräsidenten
  • Philipp Siesmayer (1862–1935), Gartenarchitekt und Chef der Firma Gebr. Siesmayer in Ffm-Bockenheim, Schlossstraße
  • Heinrich Ludwig (1865–1951), Bockenheimer Heimatforscher
  • Georg Hartmann (1870–1954), Unternehmer, Seniorchef der Bauersche Gießerei; 1950 Ehrenbürger der Stadt Frankfurt
  • August Jaspert (1871–1941), er war Stadtrat, Rektor der Kaufungerschule und Gründer des Kinderdorfes Wegscheide und fand seine letzte Ruhe auf dem Friedhof Bockenheim.
  • Waldemar Braun (1877–1954), Bockenheimer Industrieller
  • Otto Loewe (1878–1938), bis 1933 Chefarzt des Markuskrankenhauses, umgebracht von SA-Schergen, Bockenheimer Straßennamenspatron
  • Richard Hildmann (1882–1952), Politiker der Christlich-Sozialen Partei in Österreich und Bürgermeister der Stadt Salzburg
  • Karl Schwarzkopf (1884–1954), Jurist, Verwaltungsbeamter und Politiker
  • Adolf Schindling (1887–1963) Unternehmer, VDO-Werke, zeitweise größter Arbeitgeber Bockenheims
  • Max Braun (Ingenieur) (1890–1951), gründete 1921 in Frankfurt-Bockenheim in der Jordanstraße die Keimzelle des späteren Elektrogeräteherstellers Braun
  • Goetz Schrader (1908–1997), Pionier der Fotokameratechnik; Unternehmer, Plaubel-Kamera
  • Walter Hesselbach (1915–1993), in Bockenheim, Falkstraße, geborener und aufgewachsener deutscher Bankmanager der ehemaligen Bank für Gemeinwirtschaft
  • Wilfried Braun (1917–1999), Bockenheimer Industrieller, letzter Vorstand der Hartmann & Braun AG
  • Heinz Ulzheimer (1925-), erfolgreichster Leichtathlet Frankfurts und zweifacher Bronzemedaillengewinner in Helsinki 1952; betrieb lange auf der Schloßstraße als gelernter Kfz-Meister eine Aral-Tankstelle und Kfz-Werkstatt.
  • Lothar Zenetti (1926–), katholischer Priester und Buchautor (so verfasste er unter anderem die Weihnachtsgeschichte auf frankfurterisch)
  • Matthias Röhr (1962–), Gitarrist der Rockband Böhse Onkelz
  • Alexander Schur (1971–), Fußballspieler von Eintracht Frankfurt

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans-Jürgen Becker: Das Gericht Bornheimer Berg. In: Überlieferung, Bewahrung und Gestaltung in der rechtsgeschichtlichen Forschung. 1993, S. 1–21.
  • H. O. Keunecke: Die Münzenberger. (= Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte 35). 1978, S. 274.
  • Gerhard Kleinfeldt, Hans Weirich: Die mittelalterliche Kirchenorganisation im oberhessisch-nassauischen Raum. 1937, S. 94. (Nachdruck: 1984, S. 67) (= Schriften des Instituts für geschichtliche Landeskunde von Hessen und Nassau 16).
  • Rudolf Knappe: Mittelalterliche Burgen in Hessen: 800 Burgen, Burgruinen und Burgstätten. 3. Auflage. Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 2000, ISBN 3-86134-228-6, S. 397.
  • Anette Löffler: Die Herren und Grafen von Falkenstein (Taunus): Studien zur Territorial- und Besitzgeschichte, zur reichspolitischen Stellung und zur Genealogie eines führenden Ministerialengeschlechts; 1255–1418. Bd. 1. Darmstadt 1994, ISBN 3-88443-188-9, S. 234–236. (Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte 99).
  • Materialien zum Denkmalschutz in Frankfurt am Main. Bd. 1: Baudenkmäler. Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-7973-0576-1.
  • Helmut Nordmeyer: Rundgang durch das alte Frankfurt-Bockenheim. Wartberg, Gudensberg-Gleichen 2002, ISBN 3-8313-1279-6.
  • Heinrich Reimer: Historisches Ortslexikon für Kurhessen. Marburg 1926, S. 53 f.
  • Heinz Schomann u. a.: Denkmaltopographie Stadt Frankfurt am Main. Vieweg, Braunschweig 1986, S. 420–445.
  • Fred Schwind: Die „Grafschaft“ Bornheimer Berg und die Königsleute des Fiskus Frankfurt. In: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte. 14 (1964), S. 1–21.
  • Stadt Frankfurt am Main (Hrsg.): Zwischen gestern und morgen – Ein Streifzug kreuz und quer durch Bockenheim. Frankfurt am Main 1980, DNB 94435842X

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Frankfurt-Bockenheim – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Informationen zu Bockenheim. auf: bockenheim-aktiv.de
  2. Codex Laureshamensis Bd. 3 Nr. 3391 = Heinrich Reimer: Hessisches Urkundenbuch. Abt. 2, Urkundenbuch zur Geschichte der Herren von Hanau und der ehemaligen Provinz Hanau. Bd. 1. 767–1300. Publikationen aus den königlich-preußischen Staatsarchiven, Hirzel, Leipzig 1891 Nr. 1.
  3. Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, Hessen, 3. überarbeitete Aufl., S. 56
  4. Siehe erstes Datei: Aufbau Frankfurt – Bienenkorbhaus (Memento vom 29. Oktober 2013 im Internet Archive)
  5. Frankfurt am Main: Wahlanalysen
  6. Aktionen des Vereins. auf: bockenheim-aktiv.de
  7. Stadt Frankfurt am Main, Volkshochschule Frankfurt am Main (Hrsg.): Ein Streifzug kreuz und quer durch Bockenheim zwischen gestern und morgen. 1980, S. 105.
  8. uni-frankfurt.de abgerufen am 16. März 2016
  9. Amtsblatt Frankfurt 42-2014 (PDF)
  10. Bildabzug aus dem Informationssystem der Stadt Frankfurt
  11. Zur Schenkung der Familie Rohmer vom 30. September 1911 an die Stadt Frankfurt am Main
  12. Stadt Frankfurt am Main, Volkshochschule Frankfurt am Main (Hrsg.): Ein Streifzug kreuz und quer durch Bockenheim zwischen gestern und morgen. 1980, S. 11 ff.
  13. Stadt Frankfurt am Main, Volkshochschule Frankfurt am Main (Hrsg.): Ein Streifzug kreuz und quer durch Bockenheim zwischen gestern und morgen. 1980, S. 19 ff.
  14. Stadt Frankfurt am Main, Volkshochschule Frankfurt am Main (Hrsg.): Ein Streifzug kreuz und quer durch Bockenheim zwischen gestern und morgen. 1980, S. 46 ff.
  15. Hans-Dieter Schat: Mulanskystraße 23: Das Haus und sein Stadtteil. S. 27. (PDF; 4,5 MB)
  16. Frankfurter Rundschau vom 12. Februar 1998, S. 19.
  17. Stadt Frankfurt am Main, Umweltamt (Hrsg.): Die GrünGürtel Freizeitkarte. 7. Auflage. 2011.
  18. Rosemarie Heilig eröffnet neue Parks im Europaviertel, Journal Frankfurt, abgerufen am 28. März 2014
  19. Projektdarstellung Frankfurt-Bockenheim Zeppelinpark
  20. 1978 – Prädikat „Vorbildliches Bauen in Hessen“
  21. Bockenheimer Gedenktafel auf Friedhof Bockenheim (Solmsstraße) Aufnahme 1950–70 (Memento vom 15. Dezember 2013 im Internet Archive)