Telebasel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Telebasel
Senderlogo
Logo Telebasel
Allgemeine Informationen
Empfang: Kabel
Sitz: Basel, Schweiz
Sprachen: deutsch
Eigentümer: Stiftung Telebasel
Geschäftsführer: Dominik Prétôt
Sendebeginn: 13. Juni 1993
Rechtsform: privatrechtlich
Programmtyp: Vollprogramm
Website: Website von Telebasel
Liste von Fernsehsendern

Telebasel ist ein regionaler Schweizer Fernsehsender. Am 13. Juni 1993 strahlte Telebasel die erste Sendung aus. Telebasel ist der einzige Schweizer Regionalfernsehsender, hinter dem kein Verlagshaus oder private Investoren stehen. Der Sender ist finanziell, wirtschaftlich und politisch unabhängig. Die Finanzierung erfolgt zu rund 60 % durch Werbung, Sponsoring und TV-Produktionsleistungen. 40 % der Finanzierung erfolgen durch Service-Public-Gelder der BAKOM-Konzession und die Kabelnetze Basel, Allschwil (BL) und Schönenbuch (BL). Die Reichweite von Telebasel beträgt rund 101’000 Personen täglich. Im zweiten Halbjahr 2014 hatte Telebasel prozentual die grösste tägliche Tagesreichweite pro Sendegebiet und zählte den größten Marktanteil aller konzessionierten deutschsprachigen Regionalfernsehsender in der Schweiz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als letzte Grossstadt der Schweiz verfügte Basel Mitte der 1980er-Jahre noch über kein Kabelnetz zur Verbreitung von TV-Signalen. 1987 vergaben die Behörden einem Konsortium den Auftrag zur Verkabelung. Gleichzeitig erhielt eine Stiftung die Verantwortung für die zu verbreitenden Programme und Inhalte. Der damalige Sekretär des Wirtschafts- und Sozialdepartements, Hans Martin Tschudi, brachte erfolgreich die Idee auf, mit einem Teil der Kabelnetzeinnahmen einen Regionalsender zu alimentieren. Der Stadtkanal, das spätere Telebasel, war geboren.

1991 erhielt der Stadtkanal eine Versuchserlaubnis und ging im Juni 1993 mit dem Nachrichtenmagazin «7vor7» auf Sendung. «7vor7» war das erste tägliche Nachrichtenmagazin auf einem Schweizer Regionalfernsehsender.

1997 erfolgte die Namensänderung. Aus Stadtkanal wurde Telebasel.

Am 31. Juli 1999 löste Willy Surbeck Rolf Schrag als neuen Geschäftsführer ab.

Telebasel-Gebäude an der Steinenschanze in Basel

2007 verlegte Telebasel den Sendebetrieb von der Austrasse an die Steinenschanze in Basel. Als erster Sender der Schweiz stellte Telebasel im Jahr 2007 das Programm vom 4:3-Seitenverhältnis auf das 16:9-Format um.

Am 13. März 2008 bestätigte der Stiftungsrat Stephan Fricker als neuen Präsidenten des Ausschusses der Stiftung Kabelnetz Basel. Sein Vorgänger, Professor Heinrich Löffler, wurde nach einem Vierteljahrhundert Präsidentschaft im Leitungsausschuss von Telebasel verabschiedet. Am 1. April 2008 wurde die bisherige Funktion des Geschäftsführers und Chefredakteurs erstmals in der Geschichte von Telebasel auf zwei Personen aufgeteilt. Neuer Geschäftsführer wurde Dominik Prétôt.

Am 8. Juli 2008 eröffnete das Bundesamt für Kommunikation Telebasel die Erteilung der mit jährlich 2.5 Millionen Franken ausgerichteten Sendekonzession.

2013 wurde die «Stiftung Kabelnetz» in «Stiftung Telebasel» umbenannt, gefolgt von einer Totalrevision der Stiftungsstatuten, einer Verkleinerung des Stiftungsrats, der Umsetzung einer umfassenden regionalen Abstützung und der Neuordnung der Geschäftsführung. Die Stiftung erfuhr damit die weitreichendsten Veränderungen in ihrer Geschichte und ebnete damit den Weg für eine neue Strategie und Organisationsstruktur des Senders.

Am 13. Juni 2013 feierte Telebasel seinen 20. Geburtstag mit einem ganztägigen Liveprogramm.

Im Februar 2014 wurde der bisherige Geschäftsführer Dominik Prétôt CEO von Telebasel. Die bisherige Doppelspitze aus Geschäftsführer und Chefredakteur wurde durch das neue Modell abgelöst.

Im August 2014 gab Willy Surbeck seine Funktion als Chefredakteur von Telebasel ab. Neue Chefredakteurin wurde Karin Müller.

Im Februar 2015 erweiterte Telebasel das Sendegebiet über die Grenze nach Deutschland.

Ende Januar 2016 änderte Telebasel sein Corporate Design und startete viele neue Sendungen im neuen Design. Beispielsweise wurde die Nachrichtensendung «7vor7» durch «Telebasel News» ersetzt. Das bisherige Talk-Format «061Live» heisst neu «Telebasel Talk» und wurde stark verkürzt.[1]

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stiftung Telebasel trägt und betreibt das regionale Medienunternehmen Telebasel. Sie ist Inhaberin der Konzession für ein Regionalfernsehen und hat gegenüber den Behörden die Verantwortung für den Betrieb und das Programm des Medienunternehmens und die von ihr angebotenen Dienste inne. Präsident der Stiftung ist Roger Thiriet.

Geschäftsführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1993–1994 Klaus Kocher, Hanspeter Forster, Rolf Schrag
  • 1995–1999 Rolf Schrag
  • 1999–2008 Willy Surbeck
  • seit 2008 Dominik Prétôt

Publizistische Leitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1993–1994 Klaus Kocher, Hanspeter Forster, Rolf Schrag
  • 1995–1999 Rolf Schrag
  • 1999–2014 Willy Surbeck
  • Seit 2014 Karin Müller

Personal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Steinenschanze in Basel arbeiten über 110 Mitarbeiter in Redaktion, Produktion, Verkauf und Verwaltung.

Sendegebiet/Empfang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Telebasel ist in der gesamten Deutschschweiz über Kabel zu empfangen. Seit Februar 2015 empfangen 26 südbadische Gemeinden mit insgesamt 62‘000 Haushalten Telebasel über Kabel.

Zuschauer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zuschauerzahlen: 101'300/Tag (Messung: 2. Semester 2014)

Telebasel besitzt die höchste Nettoreichweite aller Deutschschweizer Regionalsender. Quelle: Mediapulse.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Internetseite telebasel.ch wird 2004 von der führenden CH-Internetzeitschrift «Anthrazit» zu den besten Internetseiten der Schweiz erkoren. Die Jugendsendung Mash ist 2005 für den «TV-Star» nominiert und erhält 2006 den Jugendpreis des Sperber-Kollegiums. Die Live-Talksendung «Telebar» wird 2007 vom Fernsehmagazin TVStar als beste TV-Regionalsendung des Jahres ausgezeichnet.

Kooperationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Telebasel kooperiert mit dem nationalen Sender «France 3», dem regionalen französischen Sender «Alsace 20» in Straßburg und dem deutschen Medienhaus Funkhaus Freiburg.

Formate/Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Telebasel Studio
Blick in die Regie

Telebasel sendet ein Vollprogramm.

Liste der Sendungen auf Telebasel:

  • 7v7
  • 061Live
  • News
  • Telebar
  • BKB-Invest
  • Diagnose
  • Dr Telebasel Samschtig
  • Gsund
  • Heimspiel
  • Immobilie-Fänschter
  • In Dubio Pro Regio
  • Mash
  • Plätzli gsuecht
  • Regio Gourmet
  • Salon Bâle
  • Telebasel Report
  • Theologischer Tipp
  • Triregio
  • Volldampf – Das Schweizer Eisenbahn TV-Magazin
  • WAS LAUFT
  • Wetter
  • Verschiedene Live- und Sondersendungen

Live-Sendungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Telebasel überträgt täglich News- und Talksendungen live. Seit 1994 strahlt Telebasel jedes Jahr live die Basler Fasnacht aus. Angefangen mit der Fasnacht in Laufen und Liestal und dem Chienbäse werden der Morgenstraich, der Cortège, die Schnitzelbängg, die Kinderfasnacht und das Guggenkonzert live übertragen. Der Vogel Gryff, kantonale Wahlen, wichtige Medienkonferenzen, die Meisterfeiern des FC Basel, der Basler Stadtlauf und weitere Sportveranstaltungen werden von Telebasel live übertragen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. So kommt das neue Telebasel daher: Modern, kühl und leicht verwirrend. bz Basel, 29. Januar 2016