Stadtwerke Karlsruhe

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Stadtwerke Karlsruhe GmbH
Stadtwerke Karlsruhe logo.svg
Rechtsform GmbH
Sitz Karlsruhe, Deutschland
Leitung Michael Homann (Geschäftsführer Vertrieb, Handel und kaufmännische Angelegenheiten), Karl Roth (Geschäftsführer Technik und Personal)
Mitarbeiter 1.150
Website www.stadtwerke-karlsruhe.de

Die Stadtwerke Karlsruhe GmbH ist die Gesellschaft zur Versorgung Karlsruhes mit Strom, Erdgas, Trinkwasser und Heizwärme.

Wasserwerk in Elchesheim-Illingen

Ursprünglich handelte es sich um einen stadteigenen Betrieb, der „Stadtwerke Karlsruhe“ genannt wurde. Die Gründung der GmbH erfolgte zum 1. Juli 1997. Die Stadt hält heute eine 80-%ige Beteiligung über ihre Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH (KVVH, die vollständig der Stadt gehört). 20 % der Stadtwerke werden von der EnBW gehalten.

Die Leistungssparten sind insbesondere Strom, Erdgas, Trinkwasser, Fernwärme und Regenerative Energien.

Der Geschäftsführung gehören Michael Homann (Vorsitzender) und Karl Roth an. Dem Aufsichtsrat gehören Gabriele Luczak-Schwarz (Vorsitzende) und Steffen Ringwald (Stellvertretender Vorsitzender) an.

Kennzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtwerke Karlsruhe versorgen 90.000 Haushalte mit Erdgas und über 32.000 mit Fernwärme. Zusätzlich erfolgt die Belieferung von 190.000 Kunden mit Strom. Da das Trinkwasser aus den sechs Wasserwerken auch in umliegenden Gemeinden abgenommen wird, werden insgesamt 400.000 Menschen mit Trinkwasser versorgt.

Dabei betrugen die Abgabemengen 2016:

  • 1,38 TWh Strom
  • 1,67 TWh Erdgas
  • 23,9 Mio. m³ Wasser
  • 0,84 TWh Fernwärme

[1]

Fernwärme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits seit 1904 wird in Karlsruhe mit Fernwärme geheizt. Damals wurden so Teile des Schlosses aus einem Fernheizwerk mit Fernwärme beliefert. Ab 1951 begann dann die großtechnische Versorgung des Siemenswerkes mit Dampf aus dem Kraftwerk Honsellstraße, heute "Heizkraftwerk-West" (HKW-West). Die Versorgung wurde schrittweiße ausgebaut und mündete 1974 darin, dass 6000 Wohnungen in Karlsruhe mit Fernwärme beheizt wurden. 1992 wurde eine Verbindung zwischen dem Rheinhafen-Dampfkraftwerk (RDK) und dem HKW-West hergestellt. Dadurch ist es möglich bei Bedarf Wärme aus dem RDK auszukoppeln und in das Fernwärmenetz der Stadtwerke Karlsruhe einzuspeisen. [2]

Zwischen 2008 und 2010 entstand im Karlsruher Westen eine fünf Kilometer lang Fernwärmetransportleitung zwischen der Mineralölraffinerie Oberrhein (MIRO) und dem HKW-West. Dadurch ist es möglich Wärme, die im Raffinerieprozess nicht mehr nutzbar ist, als Fernwärme den Karlsruher Haushalten zur Verfügung zu stellen. Die Wärmeleistung dieser ersten Ausbaustufe beträgt 40 MW. Im Oktober 2015 erfolgte die Fertigstellung der zweiten Ausbaustufe. Durch zusätzliche Wärmetauscher in der Raffinerie ist es nun möglich 50 MW thermische Leistung zusätzlich auszukoppeln.

Heute (Stand 2017) werden 32.000 Wohnungen in Karlsruhe mit Fernwärme versorgt. Zusätzlich noch Gewerbe-, Industrie- und Handelsbetriebe sowie Dienstleistungsunternehmen. Die spezifischen CO₂-Emissionen pro kWh Fernwärme betragen 70 g.

Die Erzeugungsanlagen im einzelnen:

  • MIRO-Abwärme (90 MW)
  • RDK Block 7 (220 MW)
  • HKW-West (350 MW ohne Stromerzeugung oder 108 MW in Kraft-Wärme-Kopplung)
  • Heizwerk Ahaweg (100 MW)
  • Heizwerk Waldstadt (40 MW)[3]

Beteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtwerke Karlsruhe GmbH besitzt mehrere Tochterunternehmen und Anteile an anderen Versorgungsunternehmen.

Die größte Tochter (100 %) ist hierbei die Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH, sie ist der Netzbetreiber des Strom- und Gasnetzes in Karlsruhe mit ca. 460 Mitarbeitern. Die Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH ist auch der grundzuständige Messstellenbetreiber für Strom, Wasser, Gas und Fernwärme und besitzt für die Messwerke jeder dieser Sparten auch eine staatlich anerkannte Prüfstelle.[4]

Des Weiteren gehören noch zur Unternehmensgruppe:

  • SWK Regenerativ Verwaltungs GmbH, Karlsruhe (100 %)
  • SWK Novatec GmbH, Karlsruhe (100 %)
  • BES - Badische Energie-Servicegesellschaft mbH (66 %)
  • KES - Karlsruher Energieservice GmbH, Karlsruhe (50 %)
  • KEK Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH, Karlsruhe (50 %)
  • Onshore Bündelgesellschaft 2 GmbH, Karlsruhe (50 %)
  • TelemaxX Telekommunikation GmbH, Karlsruhe (42,045 %)
  • PS Project Systems GmbH & Co. KG - Projekt Karlsruhe West, Neumünster (40 %)
  • Zweckverband für die Wasserversorgung des Hügellandes zwischen Alb und Pfinz (33,87 %)
  • Netzeigentumsgesellschaft Rheinstetten GmbH & Co. KG, Rheinstetten (24,50 %)
  • SWK Regenerativ GmbH Co. KG Solarpark I, Karlsruhe (14,33 %)
  • Windpool GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main (12,50 %)

[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Über uns - Stadtwerke Karlsruhe. Abgerufen am 13. Dezember 2017.
  2. Die Geschichte der Fernwärme - Stadtwerke Karlsruhe. Abgerufen am 13. Dezember 2017.
  3. Prozessabwärme - Stadtwerke Karlsruhe. Abgerufen am 13. Dezember 2017.
  4. Neuer NAME UND MEHR PERSONAL. Abgerufen am 12. Januar 2018.
  5. Über uns - Stadtwerke Karlsruhe. Abgerufen am 12. Januar 2018.