Thüringer Märchen- und Sagenpreis

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Der Thüringer Märchen- und Sagenpreis „Ludwig Bechstein“ ist ein Kulturpreis der Stadt Meiningen. Am Preis sind weiter beteiligt die Kultureinrichtungen JenaKultur, Lesezeichen e.V. Jena sowie die Kulturdirektion und Stadtbücherei Weimar[1].

Der Ort der Preisverleiung - das märchenhafte Schloss Landsberg in Meiningen
Zweiter Preisverleihungsort - Theatermuseum Meiningen
Stadt- und Kreisbibliothek

Der Preis wird seit 2001 im zweijährlichen Turnus im Rahmen des alljährlich im Herbst stattfindenden Thüringer Märchen- und Sagenfestes auf dem Meininger Schloss Landsberg oder im Theatermuseum Meiningen verliehen. Anlass war der 200. Geburtstag des Meininger Bibliothekars sowie Märchen- und Sagensammlers Ludwig Bechstein. Mit dem Preis werden Personen geehrt, die sich um die Pflege, Aufarbeitung, Vermittlung und Verbreitung von Märchen und Sagen in deutscher Sprache und um die Kultur des Erzählens in verschiedenen kommunikativen Formen verdient gemacht haben. Die Preisträger werden von einer Jury ausgewählt. 2011 wurde der Preis erstmals an eine englischsprachige Märchenerzählerin verliehen.

Die Preisfigur stellt das tapfere Schneiderlein dar, geschaffen von der Künstlerin Eva Skubin nach dem Vorbild einer Illustration von Adolf Emil Ludwig Bechstein, einem Sohn von Ludwig Bechstein. Gestiftet wird sie vom Hotelier Uwe Klein. Der mit 2500 Euro dotierte Preis wird von der Rhön-Rennsteig-Sparkasse und von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen zur Verfügung gestellt[2].

Märchen- und Sagenfest[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Thüringer Märchen- und Sagenfest findet jedes Jahr vom letzten Oktober-Wochenende bis Weihnachten in der südthüringischen Stadt Meiningen statt. Dieses Fest bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit zahlreichen Veranstaltungen die Gelegenheit, die ganze Vielfalt von heiteren, sinnlichen und ernsten Märchen zu erleben. Hauptveranstalter und Hauptveranstaltungsort ist die Stadt- und Kreisbibliothek „Anna Seghers“ Meiningen.

Höhepunkt des Märchen- und Sagenfestes ist das Märchensymposium Ende November. An diesem Tag finden Vorträge von Kulturwissenschaftlern und Schriftstellern sowie mehrere Workshops zum Thema statt. Im Rahmen dieses Symposiums wird alle ungeraden Jahre der Märchen- und Sagenpreis vergeben.

Eine Besonderheit ist der Meininger Adventskalender vom 1. bis 24. Dezember. Als Adventstürchen fungieren die 15 Fenster und das Eingangstor der Bibliothek, die nach dem Öffnen der nummerierten Fensterläden beleuchtete farbige Märchenmotive zeigen. Die acht Fenster im Obergeschoss haben hierbei doppelte Läden. Den 24. Dezember bildet das Eingangstor. Jeden Abend wird die entsprechende Tür feierlich und mit einer Märchengeschichte für die anwesenden Kinder geöffnet.

Preisträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2001: Kristin Wardetzky (Berlin)
  • 2003: Margarete Möckel (Jena)
  • 2005: Sabine Kolbe (Berlin) und Suse Weisse (Potsdam)
  • 2007: Klaus Ensikat (Berlin)
  • 2009: Jürgen Janning (Münster)
  • 2011: Jan Blake (London, England)
  • 2013: Prof. Heinz Rölleke (Grimm-Forscher, Wuppertal)
  • 2015: Prof. Mensah Weckenon Tokponto (Benin)
  • 2017: Nazli Çevik Azazi (Istanbul, Türkei)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen
  2. Abschnitt - Webseite der Stadt Meiningen