The Devil’s Coach-Horses

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The Devil’s Coach-Horses ist ein Essay des britischen Schriftstellers und Philologen J. R. R. Tolkien aus dem Jahr 1925. In diesem befasst er sich mit der Bedeutung des mittelenglischen Wortes „eaueres“.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In dem Text The Devil’s Coach-Horses: Eaueres betrachtet Tolkien eine Passage aus der Hali Meiðhad, einem Text aus der als Katherine Group bezeichneten Sammlung von fünf Schriften. Dabei handelt es sich um folgende Textstelle:

„Bi hwam hit iſ iwriten þus þurh þe prophete, þet ha in hare wurðinge aſ eauereſ forroteden […] þe ilke ſari wreccheſ þe i þe fule wurðinge vnwedde waleweð, beoð þe deofleſ eauereſ, þet rit ham & spureð ham to don al þet he wule.“

„Of whom it is written thus by the profet (sic), that they in their filth rotted like boars […] the same sorry wretches that unwedded wallow in the foul mire are the devil’s boars, who rides them and spurs them to do all he will.“

J. R. R. Tolkien: The Devil’s Coach-Horses: Eaueres. in: The Review of English Studies. Band 1.[1]

Die Übersetzung des Textes durch Furnivall besagt, dass der Teufel auf Ebern reitet. Das Wort „eaueres“ wird hier als mittelenglisch „boars“ übersetzt, was auf deutsch „Eber“ bedeutet. Tolkien schrieb, dass ihm diese Übersetzung und die Ableitung hin zum Wort „eofor“ und „boar“ aus phonologischer Sicht unwahrscheinlich erschienen. Er sah eher eine Nähe zum altenglischen „ealfara“, was ein Packpferd meint. Dieses Wort wird in der Epistola Alexandri neben Zugochsen und Kamelen genannt. Nach Tolkiens Meinung könnte es vom französischen „alferan“ oder „auferan“ und somit zu „eafor“ und „afevian“ gehören, was eine Durchführung von Transporten meint. Nach weiteren sprachlichen Betrachtungen setzt Tolkien daher „eaueres“ mit „aver“ = Pferd gleich, so dass er zu dem Schluss kommt, dass es sich um The Devil’s Coach-Horses, also „des Teufels Kutschpferde“ handelt.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frederick James Furnivall, Thomas Oswald Cockayne: Hali Meidenhad. An Alliterative Homily of the Thirteenth Century (= Early English Text Society. Nr. 18. 1866, S. 18.) Nachdruck: Oxford University Press, London 1922, OCLC 375451.
  • J. R. R. Tolkien: The Devil's Coach-Horses: Eaueres. In: The Review of English Studies. Band 1, Nr. 3, 1925, ISSN 0034-6551, S. 331–336, JSTOR:508893 (Nachdruck: Sidgwick & Jackson, London 1925).
  • J. R. R. Tolkien: Ancrene wisse and Hali meiðhad. In: Essays and studies. Band 14. 1929, OCLC 12232884.
  • J. R. R. Tolkien: The Devil’s Coach-Horses. In: Michael D. C. Drout: J.R.R. Tolkien encyclopedia. scholarship and critical assessment. Routledge, New York 2007, ISBN 978-0-415-96942-0, S. 125/126. (books.google.de Eingeschränkte Vorschau).
  • Tom A. Shippey: Der Weg nach Mittelerde: Wie J.R.R. Tolkien „Der Herr der Ringe“ schuf. Klett-Cotta, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-608-93601-8 (englisch: The Road to Middle-earth. Übersetzt von Helmut W. Pesch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. The Devil’s Coach-Horses: Eaueres. in: The Review of English Studies. Band 1.
  2. Die Teufels Coach Pferde auf welt-fakten.de