The Music Factory

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The Music Factory
Senderlogo
TMF-Logo
Allgemeine Informationen
Empfang: Satellit
Eigentümer: Viacom
Geschäftsführer: Dan Ligtvoet
Sendebeginn: 1. Mai 1995 (Niederlande)
Sendeschluss: 26. Oktober 2009 (England, ersetzt durch VIVA)
  • 1. September 2011 (Niederlande mit allen digitalen Kanälen)
Programmtyp: Spartenprogramm
Liste von Fernsehsendern

TMF (The Music Factory) ist ein niederländischer Jugend- und Musiksender, welcher hauptsächlich Musikvideos ausstrahlt. Gesendet wird aus den Studios in Amsterdam. Zur Zielgruppe zählen vor allem Jugendliche. TMF wurde 1995 durch Lex Harding gegründet. Neben TMF in den Niederlanden, gibt es auch Ableger in Belgien und Australien. Der Ableger in England wurde am 26. Oktober 2009 durch den Ableger VIVA UK & Irland des deutschen Musiksenders VIVA ersetzt. Von 14. Februar 2011 bis zum 4. April 2011 sendete Comedy Central Niederlande mit TMF auf diesem Programmplatz von 15.00 Uhr bis 2.00 Uhr. In der übrigen Zeit sendete TMF. Danach nahm der neue Kindersender Kindernet die Frequenzen von TMF ein. Die Verbreitung und die Zukunft des Senders in den Niederlanden war unklar. Bei Nickelodeon Niederlande sendet seit dem 14. Februar 2011 ab 21.00 Uhr die Abendschiene TeenNick. Zum 1. September 2011 wird der Sender mit all seinen digitalen Kanälen eingestellt. Grund dafür sind die unzureichenden Werbeeinnahmen und das fehlende Interesse der Jugend. [1]

Geschichte[Bearbeiten]

TMF startete am 1. Mai 1995 unter der Regie von Lex Harding, sowie Herman Brakman, Ewart van der Horst und dem Multimediaunternehmen Arcade. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es kein eigenes, niederländisches Musikfernsehen. In den meisten Städten und Gemeinden konnte man lediglich das englischsprachige MTV Europe empfangen. In der Anfangszeit hatte der Sender nur einen kleinen Bekanntheitsgrad, was sich jedoch schnell änderte. Moderatoren wie Sylvana Simons, Bridget Maasland, Isabelle Brinkman, Fabienne de Vries, Ruud de Wild, Michael Pilarczyk, Wessel van Diepen und Erik de Zwart verschafften den Sender ein Image und einen größeren Bekanntheitsgrad unter den jungen Leuten. Etwas später kamen dann auch Tooske Breugem, Daphne Bunskoek, Mental Theo, Jeroen Post, Sonja Silva und Renée Vervoorn zum Sender. Im Jahre 2002 verließen viele Video Jockeys (VJ) den Sender und wechselten mit ihren Programmen zum inzwischen entstandenen niederländischsprachigen MTV. Es blieben nur die beiden Moderatoren Jeroen Post und Renée Vervoorn. Doch nur kurze Zeit später verließ auch dieser den Sender. Nach einiger Zeit kamen jedoch alte VJs wie Mental Theo und Jeroen Nieuwenhuize zurück zum Sender. Außerdem kam mit Sylvie Meis auch weibliche Verstärkung. Zu den TMF Awards 2004 startete man eine Aktion unter dem Titel Vote the VJ, wodurch man neue Moderatoren für den Sender holte. 2004 wurde Renate Verbaan zum neuen VJ von TMF gewählt. Kurz danach ging Sylvie Meis und wurde von Miljuschka Witzenhausen ersetzt. Während den TMF Awards 2005 verließen auch die zwei bekannten Moderatoren Jeroen Post und Mental Theo den Sender. Es kamen in den Folgejahren neue Moderatoren wie Nikkie Plessen, Valerio Zeno, Sascha Visser, Saar Koningsberger, Damien Hope, Soumia Abalhaya und Amir Charles zu TMF. Jedoch verließen Miljuschka Witzenhausen und der erst neue Moderator Damian Hope den Sender etwas später.

Im Jahre 2002 wurde der bis dahin eigenständige Musiksender von Viacom übernommen, zu denen auch die internationale MTV Group gehört.

Spartensender[Bearbeiten]

MTV Networks BeNelux betreibt neben dem Standardsender TMF Nederland, auch noch die digitalen Spartensender TMF Party (elektronische- und Partymusik), TMF Pure (HipHop und R&B) und TMF NL (niederländischsprachige Musik). Diese Sender sind jedoch ausschließlich über diverse niederländische Kabelnetze zu empfangen.

TMF Awards[Bearbeiten]

Seit 1996 veranstaltet TMF jährlich die „TMF Awards“. Diese zählen zu einer der wichtigsten Musikpreis-Verleihungen in den Niederlanden. Das Publikum entscheidet per Voting wer den Preis in der jeweiligen Kategorie gewinnt.

Empfang[Bearbeiten]

Folgende Möglichkeiten zum Empfang von TMF stehen zur Verfügung:[2]

  • TMF via Kabel (NL) & Satellit (Bezahlfernsehen; Canal Digitaal Satelliet auf Astra 19.2°Ost)
  • TMF NL via Kabel (UNET) (NL)
  • TMF Party via Kabel (UNET) (NL)
  • TMF Pure via Kabel (UNET) (NL)
  • TMF Radio via Kabel (NL)(joint venture mit Telegraaf Media Groep's Sky Radio Groep)
  • TMF Vlaanderen via Kabel (B)
  • TMF Australia (AUS) Satellit (Bezahlfernsehen; Foxtel und Austar)

Im Internet sind weiterhin acht verschiedene Webstreams mit bis zu 1.500 Kbit/s zu empfangen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jarco Kriek: TMF sterft stille dood in Nederlands televisielandschap. 3. August 2011, abgerufen am 7. August 2011 (niederländisch).
  2. Stand: 19. März 2008, Quelle: JLC's Internet TV v.1.10

Weblinks[Bearbeiten]