Theodoor Jansson ab Almeloveen

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Theodoor Jansson ab Almeloveen, auch Theodor Jansonius van Almeloveen, (* 24. Juli 1657 in Mydregt bei Utrecht, Holland; † 28. Juli 1712 in Amsterdam) war ein niederländischer Arzt, Philologe, Medizinhistoriker, Ordiniarius für Medizin der Universität Harderwijk und Mitglied der Gelehrtenakademie „Leopoldina.“

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theodor Jansonius van Almeloveen war zunächst praktischer Arzt zu Gouda in Holland. Dann wurde er ordentlicher Professor der Beredsamkeit, der Weltweisheit, Geschichte und der griechischen Sprache an der Universität zu Harderwijk. Später wurde er dortselbst Professor der Medizin. Er betätigte sich auch als Medizinhistoriker.

Am 15. Mai 1692 wurde Theodor Jansonius van Almeloveen mit dem akademischen Beinamen CELSUS II. als Mitglied (Matrikel-Nr. 193) in die Leopoldina aufgenommen.

Theodoor Jansson ab Almeloveen war Hobbybotaniker und Mitarbeiter des 12–bändigen Werkes „Hortus Malabaricus“, einer umfassenden Pflanzen- und Heilpflanzendarstellung im indischen Bundesstaat Kerala. Das Werk wurde von Hendrik van Rheede herausgegeben, dem damaligen Gouverneur des holländischen Malabar.

Als Medizinhistoriker kommentierte und edierte ab Almeloveen wichtige Werke antiker Mediziner wie zum Beispiel die Aphorismen des Hippokrates oder auch Arbeiten von Celsus[1] und Aurelian[2].

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Caspar Sagittarius: Dissertatio Epistolica : Qua in Ratio redditur Genealogiae Sagittarianae & Analecta in Librum De Ianvis Vetervm ex Sacris, Ecclesiasticis, atque Externis Antiqvitatibus afferuntur. Ad Virvm Clarissimvm Theodorvm Iansonivm Ab Almeloven Medicum & Polyhistorem Batavum florentissimum. Jena 1694 (Resp. Theodoor Jansson ab Almeloveen (1657–1712), Online)
  • Beteiligt an: M. Minucii Felicis Octavius et Caecilii Cypriani de vanitate idolorum liber Minucius Felix, Halle/Saale, Zeitler 1699.
  • Dissertatio epistolaris, qua desiderata circa morbos eorumque signa exponit, gemeinsam mit Johann Hermann Fürstenau, Schoonwald, 1712

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andreas Elias Büchner: Academiae Sacri Romani Imperii Leopoldino-Carolinae Natvrae Cvriosorvm Historia. Litteris et impensis Ioannis Iustini Gebaueri, Halae Magdebvrgicae 1755, De Collegis, S. 479 Digitalisat
  • Johann Daniel Ferdinand Neigebaur: Geschichte der kaiserlichen Leopoldino-Carolinischen deutschen Akademie der Naturforscher während des zweiten Jahrhunderts ihres Bestehens. Friedrich Frommann, Jena 1860, S. 199 Digitalisat
  • Willi Ule: Geschichte der Kaiserlichen Leopoldinisch-Carolinischen Deutschen Akademie der Naturforscher während der Jahre 1852–1887. Mit einem Rückblick auf die frühere Zeit ihres Bestehens. In Commission bei Wilhelm Engelmann in Leipzig, Halle 1889, Nachträge und Ergänzungen zur Geschichte Neigebaur’s, S. 151 (archive.org).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. mit Johannes Antonides van der Linden (Hrsg.): Celsus, Aulus Cornelius, Amsterdam 1713.
  2. mit Johann Konrad Amman (Kommentar): Caelius Aurelianus: De orbis acutis & chronicis, Amsterdam 1755.