Thomas Northoff

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Thomas Northoff (* 18. November 1947 in Wien) ist ein österreichischer Schriftsteller.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er ist Mitarbeiter am Österreichischen GraffitiArchiv für Literatur, Kunst und Forschung und am urbansemiotischen literarischen Endlosprojekt "StadtLeseBuch/Letztes VolksBuch".

Literarisch arbeitet Thomas Northoff als "elegischer Graffiti-Lyriker". Sein Nein Eleven ist eine riesige Wurst voller Kampf, Krieg, Elend und Irrtum, die über hundertfünfzig Seiten ausgegossen ist. Keine Wand der Welt könnte diese Gedächtnisschrift aufnehmen, die auf jene Katastrophe reagiert, die mittlerweile unter nine eleven subsumiert wird. Nein Eleven ist eine blutige Elegie auf die Geschehnisse im Twin Tower und den anschließenden Irak-Krieg Zwo. In fünf Abschnitten wird jeweils eine prekäre Lage der Nation ausgerufen, es gibt eine unübersichtliche Lage, die durch die Schlagzeilen nicht verbessert wird. Nein Eleven ist eine Ansammlung von Schlagzeilen, ein überdimensionaler Notizblock, auf dem eine überirdische Hand Notizen hingefetzt hat, eine ins Atemlose verkürzte Sprache, die keine Kommunikation mehr zulässt.

Thomas Northoff lebt in Wien.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stets ein leichtes Hungergefühl. Roman. Verlag Hannibal, Wien 1981.
  • Die Ohnmacht vor dem Ganzen der Welt. Wien 1992.
  • Stichwort Stadt. Postkartensammlung. Gemeinsam mit Bodo Hell und Hil de Gard. Wien 1992.
  • In dem Lande sogar Jubel und Trauer befohlen wurden. Beiträge zur kollektiven Sicherheit. Verlag Das fröhliche Wohnzimmer, Wien 1993.
  • StadtLeseBruch. Wien 1993.
  • Vergebliche Versuche. Edition aha, Wien 1997
  • LUST.IG VERLIEREN. herbstpresse, Wien 2004.
  • Graffiti. Die Sprache an den Wänden. Löcker, Wien 2005.
  • Nein Eleven. Entwurf nach der Wirklichkeit. Lyrik der Gegenwart 47. Edition Art Science, St. Wolfgang, 2015. ISBN 978-3-902864-42-0.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]