Tschatkal

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Tschatkal – Chatqol
Mündungsbereich des Tschatkal in den Chorvoq

Mündungsbereich des Tschatkal in den Chorvoq

Daten
Lage Gebiet Dschalalabat (Kirgisistan),
Provinz Taschkent (Usbekistan)
Flusssystem Syrdarja
Abfluss über Chirchiq → Syrdarja → Aralsee
Quelle im Talas-Alatau
42° 5′ 12″ N, 71° 57′ 47″ O
Mündung in den Stausee ChorvoqKoordinaten: 41° 35′ 8″ N, 70° 5′ 57″ O
41° 35′ 8″ N, 70° 5′ 57″ O
Mündungshöhe ca. 960 m

Länge 223 km[1]
Einzugsgebiet 7110 km²[1]
Abfluss am Pegel in Mündungsnähe[1] MQ
122 m³/s
Linke Nebenflüsse Karatokoi, Ters, Akbulak
Rechte Nebenflüsse Tschandalasch
Gemeinden Kanysch-Kyja
Blick vom Aukaschka-Gipfel auf den Tschatkal

Blick vom Aukaschka-Gipfel auf den Tschatkal

Karte mit Unterlauf des Tschatkal (Чаткал)

Karte mit Unterlauf des Tschatkal (Чаткал)

Der Tschatkal (kirgisisch Чаткал; usbekisch Chatqol; russisch Чатка́л, auch Каракульджа Karakuldscha) ist ein Quellfluss des Chirchiq in Kirgisistan und Usbekistan.

Der Tschatkal entspringt an der Südwestflanke des Talas-Alataus im kirgisischen Gebiet Dschalalabat. Er fließt in südwestlicher Richtung durch das Bergland. Östlich des Flusslaufs erstreckt sich der Höhenzug des Tschatkalgebirges. Im Unterlauf durchfließt der Tschatkal das Besch-Aral-Naturreservat, wendet sich später nach Westen und erreicht die usbekische Provinz Taschkent. Er mündet schließlich nach 223 km in das südöstliche Ende des Chorvoq-Stausees, welcher vom Syrdarja-Zufluss Chirchiq entwässert wird.

Sein Einzugsgebiet umfasst 7110 km². Der Tschatkal wird hauptsächlich von der Schneeschmelze gespeist. Der mittlere Abfluss (MQ) nahe der Mündung beträgt 122 m³/s, die größten Abflüsse betragen 920 m³/s.[1] Kanysch-Kyja, das Verwaltungszentrum des Rajons Tschatkal, liegt am Mittellauf des Tschatkal.

Tschingis Aitmatow beschreibt in seiner Erzählung Aug in Auge („Лицом к лицу“, 1958), die während der Kulakenverfolgung und des Zweiten Weltkrieges spielt, den geplanten Fluchtweg über einen Pass zu einem sicheren Ort im Tschatkal-Tal. Auf diese Schilderung bezieht sich Ingo Kühl in seinem Gemälde Übergang zum Tschatkal (1996, Privatbesitz).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Tschatkal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Artikel Tschatkal in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)http://vorlage_gse.test/1%3D121599~2a%3D~2b%3DTschatkal