Tschechoslowakischer Nationalausschuss (1918)

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Der Tschechoslowakische Nationalausschuss (Národní výbor československý, NVČ) war ein Organ der tschecho-slowakischen Politik, entstanden gegen Ende des Ersten Weltkrieges.

Národní výbor československý[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juli 1918 wurde der Tschechoslowakische Nationalausschuss als das höchste Gremium des inneren Widerstandes gegründet. Es war Ausdruck der Überzeugung, dass Verhandlungen mit der österreichischen Regierung keine Perspektive mehr darstellen. Die Aufgabe der Organisation war die Vorbereitung der Unabhängigkeit von Österreich-Ungarn und die Ausarbeitung von Grundgesetzen. Mitbegründer und Generalsekretär war Edvard Beneš. Die Repräsentanten des Ausschusses, später auch Männer des 28. Oktober genannt, proklamierten am 28. Oktober 1918 in Prag den eigenständigen Staat Tschechoslowakei und das erste Gesetz. Am gleichen Tag wurden in den Ausschuss vier slowakische Vertreter aufgenommen.

Am 14. November 1918 entstand aus dem Ausschuss heraus die Revolutionäre nationale Versammlung der tschechoslowakischen Republik (Revoluční národní shromáždění Československé republiky). Diese übergab die Exekutive an die erste Regierung unter Karel Kramář.

Ab 1920 bestand die Nationalversammlung aus Abgeordnetenhaus und Senat als Parlament der Tschechoslowakei.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Období první republiky 1918 - 1938 (Periode der ersten Republik 1918 - 1938), Material der Regierung der Tschechischen Republik, online auf: www.vlada.cz/assets/... (PDF; 98 kB)