U 219

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U 219
(vorheriges/nächstesalle U-Boote)
Typ: X
Feldpostnummer: M 49 090
Werft: Germaniawerft, Kiel
Bauauftrag: 6. August 1940
Kiellegung: 31. Mai 1941
Stapellauf: 6. Oktober 1942
Indienststellung: 12. Dezember 1942
Kommandanten:

12. Dezember 1942 – 8. Mai 1945
Kkpt. Walter Burghagen

Einsätze: 2 Unternehmungen
Versenkungen: keine
Verbleib: am 8. Mai 1945 den Japanern, danach von den Japanern den Alliierten übergeben

U 219 war ein deutsches U-Boot vom Typ X (Minenleger), das im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Kriegsmarine eingesetzt wurde.

Die Bewaffnung dieser U-Boote bestand aus Minenschächten (jeweils zwei Gruppen zu sechs Schächten an Back- und Steuerbord, und eine Gruppe mit sechs Schächten im Vorschiff). Darin konnten 66 Minen aufgenommen werden. Neben zwei Torpedorohren mit max. 15 Torpedos war noch ein 10,5-cm-Seezielgeschütz, ein 2-cm und ein 3,7-cm Flugabwehrgeschütz eingebaut. Später wurden die ersteren beiden gegen einen 2-cm-Flakvierling ausgetauscht.

U 219 wurde am 31. Mai 1941 bei der Germaniawerft auf Kiel gelegt und ging am 12. Dezember 1942 unter Kapitänleutnant Walter Burghagen in den aktiven Dienst über.

Das Boot fuhr Ende 1943 mit der Monsun-Gruppe durch den Südatlantik in den Indischen Ozean. Diese Gruppe von U-Booten (außer U 219 waren noch U 848, U 849, U 850, U 177 und U 510 dabei) war auf dem Weg zur malaiischen Insel Penang. Eigentlich sollte U 219 vor Kapstadt und Colombo Minen verlegen, wurde jedoch nach der Versenkung des Versorgungstankers der Gruppe umfunktioniert und war nun ihrerseits für die Betankung der anderen U-Boote auf See zuständig, sodass diese sicher nach Deutschland zurückkehren konnten. Aus der Gruppe fuhr nur U 510 weiter nach Penang, U 219 kehrte nach Frankreich zurück, um in Bordeaux für eine Transportmission vorbereitet zu werden.

Am 28. September 1944 konnte U 219 ein US-amerikanisches Flugzeug vom Typ Avenger aus dem Geschwader VC-6 abschießen. Es war das letzte Trägerflugzeug, das im Atlantik einem U-Boot zum Opfer fiel.

Während des Krieges erreichten von 42 nach Fernost entsendeten deutschen U-Booten und italienischen Transport-U-Booten 19 ihr Ziel. Viele dieser Boote blieben nach der Kapitulation Deutschlands dort. Am 23. August 1944 verließ U 219 den Hafen in Bordeaux mit der Aufgabe, zusammen mit U 195 und U 180 eine Lieferung über zwölf zerlegte V2-Raketen nach Japan zu bringen. U 180 lief in der Biskaya auf eine Mine und sank mitsamt seiner Ladung und allen 56 Besatzungsmitgliedern. Am 11. Dezember erreichten die Boote Batavia (das heutige Jakarta) im damals von Japan besetzten Niederländisch-Indien.

Nach der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht im Mai 1945 wurde U 219 von den Japanern beschlagnahmt und in die japanische Marine als I 505 übernommen. Nach der Kapitulation der Japaner wurde das Boot den Alliierten übergeben und 1948 abgewrackt.

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