Udalrich I.

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Udalrich I. († 17. November 1099 wahrscheinlich in Eichstätt) war von 1075 bis zu seinem Tode 1099 der 19. Bischof von Eichstätt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Kaiser Heinrich IV. 1073 beim Hofkaplan Bischof Gundekar II. in Eichstätt den Palmsonntag verbracht hatte, ernannte er zwei Jahre später - nach Gundekars Tod - den Edelfreien Udalrich zum Bischof von Eichstätt. Im Investiturstreit hielt Udalrich treu zum Kaiser; 1076 nahm er an einer Synode in Worms teil, die sich von Papst Gregor VII. lossagte und ihm die päpstliche Würde absprach. Aus Dankbarkeit verlieh der Herrscher 1080 der Eichstätter Kirche den Wildbann in den Gauen Rodmaresperch (Ruppmannsburg) und Solzgowe (Sulzgau).[1] 1085 erneuerten die Anhänger Heinrichs und damit auch Udalrich aus einer Synode in Mainz die Verurteilung von Gregor VII. und sprachen sich für den Gegenpapst Clemens II. aus. Auch belegten sie den vom Papst eingesetzten Gegenkönig mit dem Kirchenbann. 1091 erhielt Udalrich den Ort Greding für die Eichstätter Kirche zurück, musste aber zwei Jahre später diesen Besitz auf kaiserliche Anweisung wieder abtreten, worauf sich die Beziehung Udalrichs zum Herrscherhaus verschlechterte. So hielt er sich seit 1093 nicht mehr in der Umgebung des Kaisers auf.

In Eichstätt ist seit Bischof Udalrich das Rationale als bischöfliches Würdezeichen bezeugt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Siehe auch Liste mittelalterlicher Gaue
VorgängerAmtNachfolger
Gundekar II.Bischof von Eichstätt
1075–1099
Eberhard I. von Hildrizhausen