Uetlibergtunnel

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Uetlibergtunnel
Uetlibergtunnel
Nördliche Röhre des Uetlibergtunnels (Richtung Basel)
Nutzung Autobahntunnel
Verkehrsverbindung A4
Ort Uetliberg
Länge 4420 mdep1
Fahrzeuge pro Tag 59.708[1]
Anzahl der Röhren 2
Querschnitt 143 – 160
Größte Überdeckung 320 m
Bau
Bauherr Bundesamt für Strassen
Baukosten 4 Mia. CHF
Baubeginn Oktober 2000[2]
Fertigstellung 2007
Betrieb
Freigabe 4. Mai 2009
Lage
Uetlibergtunnel (Kanton Zürich)
Red pog.svg
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Koordinaten
Wannenboden 677251 / 244243
Gäniloo 681335 / 244264

Der Uetlibergtunnel ist ein Teilstück der Autobahn A3 südlich von Zürich in der Schweiz und verbindet seit dem 4. Mai 2009 die Autobahnverzweigungen Zürich-West bei Birmensdorf und Zürich-Süd in Wollishofen in direkter Linie. Die beiden Röhren durchqueren den Uetliberg, den Hausberg von Zürich. Der Tunnel soll vor allem die bisherige Westtangente, sowie die Birmensdorferstrasse vom starken Durchgangsverkehr entlasten und schliesst eine wichtige Lücke im schweizerischen Strassennetz.

Bauweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Bau des Uetlibergtunnels wurden verschiedene Ausbruchverfahren angewendet, um das stark differenzierende Gestein zu durchbohren, so traditioneller Sprengvortrieb, aber auch Vortrieb mittels Tunnelbohrmaschine (TBM), einer Tunnelbohrerweiterungsmaschine (TBE) in Hinterschneidetechnik, Kalottenvortrieb sowie im Gebiet Reppischtal im Tagbau. Das Ausbruchvolumen betrug 1,7 Mio. m³.

Ausführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Höckler, rechts davon das Ostportal «Gänziloo»

Der Tunnel besteht aus zwei richtungsgetrennten Röhren in Ost-West-Richtung. Jede Röhre weist zwei Spuren sowie einen Standstreifen aus. Querverbindungen alle 300 m dienen als Fluchtwege in die andere Röhre, deshalb konnte auf einen Sicherheitsstollen verzichtet werden. Zusätzlich zu den üblichen Fahrbahnüberleitungen an den Tunnelportalen sind unter der Lüftungszentrale Reppischtal die beiden Röhren mittels eines Überleitstollens in beiden Richtungen miteinander verbunden, um bei Bränden oder Baustellen den Verkehr in die andere Röhre leiten zu können. Die Röhren weisen ein Gefälle von 1,6 % in Richtung Ost auf.

Flankierende Verkehrsmassnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Zürich setzte zur Eröffnung des Uetlibergtunnels eine Reihe von flankierenden Massnahmen um, welche in erster Linie die Zürcher Stadtkreise 3 und 4 effektiv vom Durchgangsverkehr entlasten sollten. Bis Sommer 2010 wurden beispielsweise die Sihlfeldstrasse und die Weststrasse mittels baulicher Massnahmen wieder zu Quartierstrassen umgestaltet und dadurch von 90 % des Verkehrs entlastet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Uetlibergtunnel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jahresauswertung 2011 der Messstelle Nr. 577 Uetlibergtunnel Mitte (Autobahn). Bundesamt für Strassen, 10. April 2012, abgerufen am 23. Dezember 2012.
  2. Kenndaten. In: Uetlibergtunnel.ch. Amberg Engineering, abgerufen am 22. Dezember 2015.