Autobahn 3 (Schweiz)

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Autobahn A3 in der Schweiz
Autobahn 3 (Schweiz)
 Autobahn 3 (Schweiz) Autobahn 3 (Schweiz)
Karte
Verlauf der A3
Basisdaten
Betreiber: Bundesamt für Strassen
Strassenbeginn: Basel
(47° 35′ N, 7° 34′ O)
Strassenende:: Sargans
(47° 2′ N, 9° 28′ O)
Gesamtlänge: ca. 180 km

Kanton:

Die Autobahn 3 gehört zum Schweizer Autobahnnetz und ist weitgehend deckungsgleich mit der Nationalstrasse 3.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Frühjahr 1967 wurde der Abschnitt RichterswilZürich Wollishofen entlang dem linken Ufers des Zürichsees eröffnet. Die Bauzeit für diesen 23,7 km langen Abschnitt betrug fünf Jahre, die Kosten 298 Millionen Franken. Während dem Bau wurde das notwendige Kies von Langnau und Burghalden mit einem Förderband zur Baustelle gebracht. Mit diesem Abschnitt wurde in Horgen gleichzeitig auch die erste Autobahnpolizei des Kanton Zürichs in Betrieb genommen. Weiter entstand die erste Überführung mit Belagsheizung gegen Glatteis.[1]

1986 wurde das Nadelöhr der Walenseestrasse zur vollwertigen Autobahn ausgebaut.

Der Bözbergtunnel ging 1996 in Betrieb., so dass die A3 Basel–Zürich durchgehend befahrbar war und eine direktere Verbindung im Vergleich zur Route durch den Belchentunnel zur Verfügung stand, mit der gleichzeitig auch Brugg umfahren werden konnte.

Im Mai 2009 wurde die Westumfahrung zwischen Autobahnkreuz Limmattal und Zürich Süd eröffnet. Das Hauptbauwerk dieses Abschnitts ist der Uetlibergtunnel.

Streckenverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die A3 beginnt als Weiterführung der französischen A35 beim Autobahnzoll Basel/Saint-Louis. Nach einer kurzen Strecke als Nordtangente durch Basel vereinigt sie sich bei der Verzweigung Basel Wiese mit der A2.

Bei Walenstadt, im Hintergrund die Churfirsten (Blick nach Norden)
Aaretalviadukt zwischen Habsburg und Schinznach-Dorf

Bei der Verzweigung Augst bei Basel trennt sie sich wieder von der A2. Via Rheinfelden und dem Fricktal führt sie nach Osten. Nach dem 3750 Meter langen Bözbergtunnel mündet sie mit der Verzweigung Birrfeld bei Birmenstorf in die A1. Ab dem Autobahnkreuz Limmattal verläuft die A3 seit Mai 2009 über die sogenannte «Westumfahrung», durch den Uetlibergtunnel zur Verzweigung Zürich Süd und weiter am linken Zürichseeufer entlang via Walensee nach Sargans, wo sie in die A13 mündet.

Die A3 stellt (zusammen mit einem Abschnitt der A1) die wichtigste Verbindung Basel–Zürich und (zusammen mit einem Abschnitt der A13) die wichtigste Verbindung Zürich–Chur dar.

Abschnitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Walensee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Walenseestrasse

Eine Besonderheit stellt der Autobahnabschnitt am Walensee dar. Zwischen Weesen und Murg wurde Mitte 1964 die N3, als Hauptstrasse eröffnet und führte durch die sechs Tunnel des ehemaligen Bahntrasses der 1859 eröffneten Strecke SargansWeesen. Es wurde nach der Verlegung der Bahn in den Kerenzerbergtunnel im Jahre 196 nicht mehr benutzt. Zur Trassee gehörten die Tunnel Ofenegg (370 m), Weisswand (460 m), Standenhorn (230 m), Glattwand (100 m), Mühlehorn (260 m) und Stutz (144 m). Die Walenseestrasse wurde zwischen Weesen und Walenstadt zum zweispurigen Zwischenabschnitt der ansonsten vierspurigen Strecke. Zur Autobahn ausgebaut wurde der Abschnitt erst 1986 mit der Eröffnung des einröhrigen Tunnel Kerenzerberg (5760 m), durch welchen seither die Richtungsfahrbahn nach Murg/Sargans führt. Die alten sechs Tunnel und die Strasse am Ufer des Walensee wurden auf Einrichtungsbetrieb umgestellt und bilden seither die Richtungsfahrbahn nach Weesen/Zürich.

Westumfahrung Zürich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 4. Mai 2009, mit Eröffnung des Autobahn-Teilstücks zwischen dem Anschluss Birmensdorf und der Verzweigung Zürich Süd – dem letzten Teilstück der sogenannten «Westumfahrung» – ist die A3 zwischen Basel und Sargans durchgehend.

Mit der Verkehrsfreigabe des neuen Abschnitts am 4. Mai wurden zwei bisherige Autobahnabschnitte umnummeriert. Der in die Stadt Zürich führende Autobahnast Limmattal – Hardturm (amtlich stets als N1 erfasst) wird nun als A1H (Zubringer Hardturm) anstatt als A3 bezeichnet. Der aus der Stadt führende Autobahnast Wiedikon – Zürich Süd, die sogenannte Sihlhochstrasse, wird neu als A3W (Zubringer Wiedikon) bezeichnet.

Ebenfalls in Kraft trat mit der Eröffnung der Westumfahrung, die erste Stufe der flankierenden Massnahmen für die Wohnquartiere entlang der ehemaligen «Westtangente» in der Stadt Zürich. Die bisherigen Strassenzüge, die für die innerstädtische Transitverbindung der Autobahnendpunkte Wiedikon und Hardturm verwendet wurden, wurden bereits am 2. Mai provisorisch auf je eine Fahrspur pro Richtung verengt. In den folgenden Monaten wurde der Rückbau der bisherigen «provisorischen» Transitachsen zu Quartierstrassen (Weststrasse und Sihlfeldstrasse) und städtischen Hauptverkehrsstrassen (Seebahnstrasse und Schimmelstrasse) vorgenommen.[2] Neben verschiedenen baulichen Massnahmen, wurden an den Einfallachsen via Wollishofen und Albisrieden zusätzliche Lichtsignalanlagen aufgestellt, die als Dosieranlagen den Verkehrsfluss in die Stadt regeln und den Ausweichverkehr in die Wohnquartiere unattraktiv machen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Damian Grunow: 50 Jahre A3 - als Autobahnen noch begeisterten. In: Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). (srf.ch [abgerufen am 21. September 2017]).
  2. * Stadt Zürich, TED: Flankierende Massnahmen zur Westumfahrung Zürich (Memento vom 15. Januar 2013 im Internet Archive)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: A3 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien