Uhrenmuseum Bad Iburg

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Uhrenmuseum in Bad Iburg

Das Uhrenmuseum in Bad Iburg (Niedersachsen) ist ein privates Museum mit mehr als 800 funktionstüchtigen Zeitmessern.

Das Museum in einem Gebäude aus dem Jahr 1820 gegenüber dem Gografenhof, dem heutigen Rathaus der Stadt, stellt die Geschichte von Uhren aus mehr als drei Jahrhunderten von der Turmuhr des 17. Jahrhunderts bis zur modernen Funkuhr dar. Das Museum wurde 1976 von dem Kaufmann und Uhrensammler Peter Taschenmacher eröffnet.

Das älteste Ausstellungsstück ist eine französische Sonnenuhr aus dem Jahr 1470. Zu den Exponaten gehören 17 Turmuhren, darunter eine Turmuhr von 1688 mit Spindelhemmung, eine Turmuhr aus dem Jahr 1723 mit Scherenhemmung, eine Kirchturmuhr von 1848 mit Grahamhemmung sowie weitere Turmuhren aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zu Turmuhren des 20. Jahrhunderts, darunter solche der Firma Korfhage & Söhne aus Buer bei Melle im Osnabrücker Land. [1]

Zur Sammlung gehören etwa hundert Schwarzwälder Uhren und kostbare Taschenuhren sowie Skelettuhren. Als Kuriosität wird eine französische Mittagskanonen-Sonnenuhr von 1800 gezeigt, die mit lauten Knall aus der Mittagsruhe weckte. Weitere ausgestellte Zeitmesser sind eine Kerzenuhr, eine sprechende Uhr für Blinde und Stempeluhren.

Aus den 1970er Jahren stammen Parkuhren, die für fünf Pfennig eine Viertelstunde lang liefen. Die funkgesteuerte größte Taschenuhr der Welt mit einem Durchmesser von 1,80 Meter und einem Gewicht von 150 Kilogramm wurde im Guinness-Buch der Rekorde verzeichnet. Sie schmückt die Fassade des Museums.

Im Gebäude befinden sich auch noch Geschäfte und ein Café-Restaurant.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Historische und moderne Turmuhren im Uhrenmuseum Bad Iburg 1. www.uhrenhanse.de, abgerufen am 23. August 2017.

Koordinaten: 52° 9′ 30″ N, 8° 2′ 47″ O