Ulrich Barnickel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Ulrich Barnickel (* 6. April 1955 in Weimar) ist ein deutscher Bildhauer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barnickel wurde in Weimar geboren. Zunächst absolvierte er eine Ausbildung zum Schmied. Barnickels künstlerischer Weg begann an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein bei Halle, wo er 1978 bis 1984 ein Studium zum Metallbildhauer bei Irmtraud Ohme absolvierte. 1984 wurde er von den DDR-Behörden ausgebürgert.

Ulrich Barnickel gilt als einer der eigenständigsten Metallbildhauer Deutschlands. Kennzeichnend für sein Werk sind große, aus Rohren, Stangen sowie flächigen Elementen durch Schmieden, Schweißen und weiteren Bearbeitungstechniken erstellte Figuren, deren Körper aus einer geknautschten Metallhaut bestehen. Offene Formen faszinieren den Bildhauer. Sie ermöglichen einen Blick in die positive und die negative Form einer Skulptur und brechen die starre monolithische Wirkung dreidimensionaler Bildnisse auf. Häufig sind es mythologische Figuren, die der Künstler in einen allgemeinmenschlichen Zusammenhang stellt.

Im öffentlichen Raum erschuf er bisher 91 Arbeiten weltweit (Stand 2018). Seine Werke stehen beispielsweise in Paris, New York, Istanbul, Havanna. Er ist auf Nationalen sowie Internationalen Ausstellungen vertreten. In zahlreichen Sammlungen stehen Skulpturen Barnickels. Dabei ist es vornehmlich der Werkstoff Metall, aus dem der Bildhauer seine figurativen Abstraktionen formt.

2007 wurde Barnickel mit einer Arbeit über die „Metaller an der Burg – von der angewandten Metallkunst zur Stahlplastik“ an der Bauhaus-Universität Weimar zum Dr. phil. promoviert.

Ulrich Barnickel lebt seit 1987 im hessischen Schlitz und seit 2015 in seiner Geburtsstadt Weimar.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Paris“, Hohlplastik aus Edelstahlblech, 2009. Rathaus Gießen
  • Wiesbaden, Kulturamt
  • Niederlande, Sammlung Th. Scholten
  • Fulda, Galerie Bilder-Fuchs
  • Fulda, Sammlung Adam
  • Mannheim, Galerie EGO ART
  • Rockenhausen, Museum Pachen, Deutsche Kunst 20. Jahrhundert
  • Hamburg-Blankenese, Galerie Augenart
  • Hamburg, Sammlung Voigt
  • Hamburg, Sammlung Bittorf
  • Berlin, Deutscher Beamtenbund
  • Mainz, Sammlung Schneider
  • Türkei, Sammlung der Internationalen Akademie (IAM) Istanbul
  • Birmingham (GB), Sammlung Wolf
  • Aventoft, Sammlung Leseberg
  • Havanna (Kuba), Sammlung CODEMA
  • Fulda, Sammlung Helios-Gruppe
  • Halle, Burg Giebichenstein
  • Kleinsassen „Ulrich Barnickel – Retrospektive“
  • Geisa, "Point Alpha" „Ulrich Barnickel – Weg der Hoffnung“

Preise/ Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aart´s Masters Paris Monaco
  • Medaille d´ honneur 99, 2 Eme Festival de Saumur

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ulrich Barnickel: „Ulrich Barnickel“, Ulenspiegel-Verlag Erfurt/ Gotha 1999, ISBN 3-932655-10-9
  • Ulrich Barnickel: „Restaurierung von Metall an historischen Gebäuden“, DVA 2002, ISBN 3-421-03407-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ulrich Barnickel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien