Ultschen

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Die Ultschen (Russisch: ульчи, Eigenbezeichnungen Ultscha, Nani) sind ein indigenes Volk des russischen Fernen Ostens. Bei der Volkszählung von 2002 gaben 2913 Einwohner an, der Nationalität der Ultschen anzugehören.

Die originale ultschische Sprache ist heute ausgestorben. Die jetzige Sprache der Ultschen gehört zur Familie der tungusischen Sprachen und wurde vor Jahrhunderten von den einfallenden Tungusen angenommen. Es wird angenommen, dass die Ultschen einst eine Sprache sprachen die mit der Sprache der Niwchen oder der Koreanischen Sprache verwandt war.

Die meisten Ultschen leben im Ultschski rajon, einem ländlichen Rajon in der Region Chabarowsk am Fluss Amur. Daher ist Fischfang die wichtigste Einkommens- und Nahrungsquelle.

Haus einer Mangun Familie. (Mangun war ein früherer Name für die Ultschen)

Die Ultschen spielen bei der Erforschung der Geschichte Ostasiens eine große Rolle. Genetisch betrachtet sind sie ein nordostasiatisches Volk mit größter Verwandtschaft zu heutigen Koreanern. Jedoch zeigen auch eine nahe Verwandtschaft mit anderen Sibirischen Völkern und den Ureinwohner Amerikas.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Veronika Siska, Eppie Ruth Jones, Sungwon Jeon, Youngjune Bhak, Hak-Min Kim: Genome-wide data from two early Neolithic East Asian individuals dating to 7700 years ago. In: Science Advances. Band 3, Nr. 2, 1. Februar 2017, ISSN 2375-2548, S. e1601877, doi:10.1126/sciadv.1601877 (sciencemag.org [abgerufen am 31. August 2018]).