Umbra et Imago

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Umbra et Imago
Mozart (10. Nocturnal Culture Night 2015)
Mozart (10. Nocturnal Culture Night 2015)
Allgemeine Informationen
Herkunft Karlsruhe, Deutschland
Genre(s) Neue Deutsche Härte, Gothic Metal, Elektronische Musik
Gründung 1991
Website www.umbraetimago.de
Gründungsmitglieder
Peter Manuel „Mozart“ Munz
Keyboard, Programming, Sampling
Michael Gillian (bis 1995)
Keyboard, Gesang
Nail (bis 1995)
Torsten B. (bis 1995)
Aktuelle Besetzung
Gesang
Peter Manuel „Mozart“ Munz
Sascha Dannenberger (seit 2008)
Gitarre
Freddy Stürze (1996–2003, seit 2011)
Show, Gesang
Madeleine Le Roy (seit 1999)
Oliver Himmighoffen (seit 2013)
Bass
Erwin Schmidt (seit 2012)
Ehemalige Mitglieder
Keyboard, Programming
Achim Vogel (1995–1996)
Keyboard
Matze B. (1996–2001)
Bass, Gitarre, Keyboard, Programming
Lutz Demmler (1995–2011)
Bass
Ingo Römling (Live 2011)
Gitarre, Programming
Alex Perin (1995)
Gitarre
Andi Lehnert (1996)
Gitarre
Freddy Stürze (1996–2003)
Gitarre
Sören Jordan (2003–2007)
Schlagzeug, Programming, Gesang
Jochen Ritter (1996–1999)
Schlagzeug
Michael „Migge“ Schwarz (1999–2011)
Schlagzeug
Lars Nippa (2011–2012)
Schlagzeug
Sebastian Säuberlich (2012–2013)
Artwork, Liveperformance, Gesang
Kris (1995)
Samples
Chris Tin (1994)

Umbra et Imago (lt.: „Schatten und Bild“) ist eine Band aus Karlsruhe, die von Frontmann Mozart im Herbst 1991 gegründet wurde. Die Originalbesetzung bestand aus Michael Gillian, Nail, Torsten B. und Mozart. Bis auf Mozart verließen die ursprünglichen Mitglieder die Gruppe.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Umbra et Imago ging 1991 aus der Band The Electric Avantgarde zunächst als Seitenprojekt hervor. Noch im darauf folgenden Jahr bestanden beide Bands parallel. Für The Electric Avantgarde gab es Pläne eines Stilwechsels in Richtung Death Metal, die jedoch kurze Zeit später verworfen wurden.[1] Die Gruppe wurde aufgelöst und Jahre später unter dem Namen „Dracul“ wiederbelebt, sodass Umbra et Imago zum Hauptprojekt Mozarts wurde. 1992 absolvierte die Band die ersten Live-Auftritte. In der damals noch elektronisch orientierten Band gab es immer wieder Auftritte von Gastmusikern, wie Peter Heppner von Wolfsheim. Die Gruppe präsentierte sich durchgehend exzentrisch und wurde für ihre Elemente des BDSM aufgreifenden Shows bekannt. Auch im Jahr 1992 erschien das Debütalbum Träume, Sex und Tod, ein Jahr später Infantile Spiele.

Die Stücke der ersten beiden Alben erreichten meist eine Länge von mehr als zehn Minuten. Umbra et Imago fertigten um eine bessere Kompatibilität für Szenediskotheken zu erreichen einen Remix des Songs Erotica an, welchen sie bezugnehmend auf den DJ Michael Zöller, der Bochumer Diskothek Zwischenfall, ZöllerMussEsSpielen Mix nannten.

1995 verließen Michael Gillian und Torsten B. die Band, kurz darauf auch Nail und wurden durch Lutz Demmler und Alex Perin ersetzt. Mit dem Wechsel vollzog sich auch ein Stilbruch. Die Musik der Band wurde deutlich gitarrenorientierter und auf dem Album Gedanken eines Vampirs um Hard-Rock-Elemente erweitert. Mit dem Album Mystica Sexualis gipfelte dieser Wandel 1996 in der Hinwendung zu Metalelementen. Mit der 1997er Maxi Kein Gott und keine Liebe traten verstärkt Elemente der Neuen Deutschen Härte in Erscheinung und Umbra et Imago wurden mit Bands wie Rammstein verglichen.[2]

2003 verließ der Gitarrist Freddy Stürze die Band. Die Band kündigte im Jahr 2010 auf ihrer offiziellen Homepage an, dass das im gleichen Jahr erschienene Werk Opus Magnus aus Kostengründen das letzte Studioalbum in der Geschichte Umbra et Imagos sein sollte. Obwohl die Band nach eigener Aussage keine Tonträger mehr im Studio aufnehmen wollte, veröffentlichten sie 2011 in Zusammenarbeit mit Lex von Megaherz, das Cover des populären Schlagers aus dem NS-Propagandafilm Die große Liebe, Davon geht die Welt nicht unter als Single. 2015 folgte mit Die Unsterblichen ein weiteres Album. 2011 verließen Lutz Demmler und Michael „Migge“ Schwarz, nach dem Jubiläumskonzert die Band. Das Jubiläumskonzert wurde mit diversen Gastmusikern wie Letzte Instanz-Mitglied Rico Schwibs alias M.Stolz, der ehemals der Band ASP angehörende Gitarrist Matthias „Matze“ Ambre oder auch die Geigerin Ally Storch (Ally the Fiddle) bestritten und im November 2011 als Live-DVD in drei Varianten veröffentlicht. 2011 kehrte Freddy Stürze zurück an die Gitarre, seit 2012 spielte Erwin Schmidt am Bass. Im Oktober 2011 stand Ingo Römling als Ersatz für Lutz Demmler für einen Live-Auftritt in Dresden am Bass von Umbra et Imago.

Schaffen und Auftreten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bühnenprogramm auf dem Wave-Gotik-Treffen 2014

Umbra et Imago wurde als Konzeptband gegründet. Dem Bandkonzept liegt im Besonderen die Aufbereitung sadomasochistischer Phantasien vor dem Hintergrund des Ausspruchs Sigmund Freuds, dass die Sexualität Dreh- und Angelpunkt des Seins sei, zugrunde. Auch die frühen Bühnenshows der Band waren für sexuelle und sadomasochistische Elemente bekannt. Nach 2011 änderte die Band die Show jedoch zu reduzierteren Darbietungen ohne große Showelemente.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[3]
Memento mori
  DE 65 08.03.2004 (1 Wo.)
Opus magnus
  DE 90 16.07.2010 (1 Wo.)

Demoaufnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1992: Nachtfahrt der Seele (auf 100 Stück limitiertes Demo-Tape)

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1992: Träume, Sex und Tod
  • 1993: Infantile Spiele
  • 1995: Gedanken eines Vampirs (2004 Re-Release)
  • 1996: Mystica sexualis
  • 1998: Machina Mundi
  • 1999: The hard years
  • 2000: Mea culpa
  • 2001: Dunkle Energie
  • 2004: Memento mori
  • 2005: Motus animi
  • 2010: Opus magnus
  • 2015: Die Unsterblichen

Singles und EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1994: Remember Dito
  • 1996: Sex statt Krieg
  • 1997: Kein Gott und keine Liebe
  • 1999: Weinst du? (featuring Tanzwut)
  • 2001: Feuer und Licht (featuring Tanzwut)
  • 2004: Sweet Gwendoline
  • 2007: Gott will es
  • 2010: Ohne dich (limitiert auf 333 Stk)
  • 2011: Davon geht die Welt nicht unter (limitiert auf 222 Stück)
  • 2012: The Final Last Dream (limitiert auf 99 Stück)
  • 2014: Requiem der Nephilim (limitiert auf 111 Stück)
  • 2014: Get off (limitiert auf 111 Stück)
  • 2014: Radiosong (limitiert auf 111 Stück)

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2001: 2 Originals of Umbra et Imago: The Hard Years & Machina Mundi
  • 2003: The Best Of
  • 2003: 2 Originals of Umbra et Imago: Mea Culpa & Dunkle Energie
  • 2004: Umbra et Imago & Dracul
  • 2004: Mystica Sexualis & Sex statt Krieg
  • 2004: The Early Years
  • 2010: Geist ist geil
  • 2013: Mea Culpa & Die Welt brennt
  • 2013: Machina Mundi & Weinst Du & Feuer und Licht
  • 2013: Dunkle Energie & The Hard Years - Live
  • 2013: Mystica Sexualis & Gedanken eines Vampirs

Live und DVD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1997: The Hard Years
  • 2002: Die Welt brennt
  • 2004: Memento mori
  • 2005: Motus animi
  • 2006: Imago picta
  • 2008: Past Bizarre 1993-1997
  • 2011: 20

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Umbra et Imago – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. GIFT Kultur- und Sound-Magazin: Interview mit Umbra et Imago, Ausgabe 8/92, S. 12, November 1992
  2. Andreas Josupeit: Umbra et Imago – Kein Gott und keine Liebe, Fragment Musikmagazin, Ausgabe 2/97, S. 35, 1997
  3. Chartverfolgung auf musicline.de (Zugriff am 12. Februar 2008)