Universitätsroman

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Ein Universitätsroman oder Campus-Roman (engl. campus novel) ist ein Roman, dessen Handlung hauptsächlich auf dem Gelände einer Universität und in deren Umgebung angesiedelt ist und Einblicke in den Universitäts- und akademischen Wissenschaftsbetrieb gibt, oft in kritischer, teils auch satirischer Absicht. Das Genre kam in den 1930er Jahren im angelsächsischen Sprachraum auf.

Bekannte Universitätsromane sind Gaudy Night von Dorothy Sayers (1935), The Groves of Academe von Mary McCarthy (1952), Glück für Jim von Kingsley Amis, Anglo-Saxon Attitudes von Angus Wilson (1956), Small World von David Lodge (1984), Todas las almas (1989; dt.: Alle Seelen oder die Irren von Oxford bzw. Alle Seelen) von Javier Marías. Bekannte deutschsprachige Universitätsromane sind Der Campus (1995) und Der Zirkel (1998) von Dietrich Schwanitz und Follens Erbe. Eine deutsche Geschichte (1986) von Michael Zeller, Berliner Aufklärung (1994) von Thea Dorn und Hier kommt Michelle (1910) von Annette Pehnt. Als Vorläufer des deutschsprachigen Universitätsromans kann Die verlorene Handschrift von Gustav Freytag (1864) angesehen werden.

Gaudy Night von Dorothy Sayers lässt sich außerdem Genre des Campus-Krimis zuordnen. Ein tiefer Fall (2013) von Bernhard Kegel ist ein Wissenschafts-, aber auch ein Campuskrimi. Ein skandinavischer Universitätsroman mit Elementen des Kriminalromans ist De beste blant oss (2006; dt.: Nur die Stärksten überleben. Ein Campusroman) der Norwegerin Helene Uri.

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Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]