Unterspiesheim

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Koordinaten: 49° 57′ 17″ N, 10° 15′ 45″ O

Unterspiesheim
Großgemeinde Kolitzheim
Wappen von Unterspiesheim
Höhe: 216 m
Einwohner: 1204 (31. Dez. 2012)
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 97509
Vorwahl: 09723

Unterspiesheim ist ein Ortsteil der Gemeinde Kolitzheim im südlichen Landkreis Schweinfurt in Unterfranken mit 1204 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2012).[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zahlreiche Bodenfunde von Gegenständen aus der Jungsteinzeit bis hin zur Bronzezeit zeugen von der frühen Besiedlung der Gegend. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Unterspiesheim (als Doppelsiedlung mit Oberspiesheim) im Jahr 747 als Spiezesheim. Um das Jahr 900 war die Siedlung ein Bauern- und Handwerkerdorf. Als eigene Siedlung ausgeführt wurde der Ort erstmals im Jahr 1248.

Die Vorfahren von Johannes Cuspinian (Humanist und Diplomat 1473–1529) stammen aus Ober- oder Unterspiesheim.[2]

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Kolitzheim. Sie wurde Teil des ehemaligen Landkreises Gerolzhofen. Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Unterspiesheim im Zuge der bayerischen Gemeindereform der heutigen Gemeinde Kolitzheim zugeordnet.[3]

Im Ersten und Zweiten Weltkrieg fielen 37 Unterspiesheimer in Schlachten oder Kriegsgefangenschaft. Am 10. und 11. April 1945 kam es zu einem Artillerieduell zwischen der deutschen Flak und amerikanischen Panzern an der Unkenmühle. Dabei wurden zahlreiche Gebäude im Ort beschädigt.

Sehenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

katholische Pfarrkirche St. Sebastian in Unterspiesheim
  • Die katholische Pfarrkirche St. Sebastian entstand in den Jahren 1786/90 an der Stelle eines älteren, baufällig gewordenen Gotteshauses. Die drei Altäre und die Kanzel sind nachgewiesene Werke des Würzburger Hofbildhauers Johann Peter Wagner.
  • Ein malerisches Brunnenhäuschen aus dem späten 18. Jahrhundert erhebt sich auf dem Platz vor der Kirche.
  • Das Dorfbild ist reich an Bildstöcken und figurengeschmückten Hofportalen

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (2010):

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Panoramabilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Panoramabild Unterspiesheim (Ansicht aus Westen)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemeinde Kolitzheim
  2. Hauptschule Kolitzheim
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 753.