Upamanyu Chatterjee

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Upamanyu Chatterjee

Upamanyu Chatterjee (* 1959 in Patna, Bihar) ist ein indisch-bengalischer Schriftsteller und Verwaltungsbeamter, der für seine Arbeiten, die im Umfeld der indischen Verwaltungsbehörden spielen, bekannt geworden ist, insbesondere durch seinen Roman „English, August“.

Chatterjee besuchte die St. Xavier’s School und das St. Stephen’s College in Delhi. 1983 begann er seine Arbeit beim Indian Administrative Service (Maharashtra-Kader).

Werk[Bearbeiten]

Chatterjee hat einige Kurzgeschichten verfasst, von denen The Assassination of Indira Gandhi und Watching Them besonders hervorzuheben sind. Sein Bestseller English, August: An Indian Story (mit anschließender Verfilmung) erschien 1988 und wurde seither in wachsender Auflage publiziert. Eine Besprechung im britischen Punch magazine beschreibt das Buch als „wunderbar geschrieben [...] ‚English, August‘ ist ein fantastisch intelligenter und unterhaltsamer Roman, besonders für jeden, der neugierig auf die Gegenwart Indiens ist“. Der Roman erzählt die Geschichte von Agastya Sen, einem jungen, verwestlichten indischen Beamten, dessen Fantasien von Frauen, Literatur und Drogen bestimmt werden. Diese lebendige Erzählung des jungen Beamten über die „Lebenswirklichkeit Indiens“, der in die kleine Provinzstadt Madna abkommandiert wird, ist eine „lustige, ironisch verdreht beobachtete Geschichte von Agastya Sen's Jahr in der hintersten Provinz“, wie ein Rezensent im britischen Observer berichtet.

Chatterjees zweiter Roman, The Last Burden, erschien 1993. Dieser Roman zeichnet das Leben in einer indischen Familie zum Ende des 20. Jahrhunderts nach.

Ende 2000 wurde The Mammaries of the Welfare State, der Nachfolger zu English, August, veröffentlicht. Sein jüngster Roman Weight Loss, eine schwarze Komödie, erschien 2006.

Anjana Sharma vergleicht Upamayus Vision von Humanität mit der William Butler Yeats’. Sie schreibt: „Obwohl achtzig Jahre auseinander und mit verschiedenem kulturellem und zivilisatorischem Hintergrund sowie Unterschieden in Handwerk und Temperament, teilen Yeats und Chatterjee eine identische Vision einer de-zentrierten und de-naturierten Welt“. Mukul Dishit argumentiert, dass sich Chatterjee zum ersten Mal auf eine „neue Klasse“ verwestlichter, großstädtischer Inder konzentriert, die bisher in der örtlichen, wie auch in der englischen Belletristik Indiens ignoriert wurde. Er erklärt, dass Chatterjees Vorstellungskraft so reich wie die Kafkas ist; sein Sinn für Tragik so fein wie die Camus’ und sein Verständnis des Absurd-Komischen des Lebens gleichauf liegt mit Milan Kundera und Saul Bellow.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Officier des Arts et des Lettres, Auszeichnung der Französischen Regierung
  • Sahitya Akademi Award, 2000 für „The Mammaries of the Welfare State“

Werke[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]