Ursula Graeff-Hirsch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ursula Graeff-Hirsch (* 1929 in Düsseldorf) ist eine deutsche freischaffende Künstlerin.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Ursula Graeff-Hirsch ausgeführtes Glasfenster der B.M.V.-Kirche in Essen nach dem Entwurf von Sr. M. Franziska Wüsten.

Ursula Graeff-Hirsch absolvierte von 1947 bis 1949 eine künstlerische Ausbildung in München und Essen und anschließend bis 1952 eine Glasmalerlehre in Bonn. Von 1953 bis 1955 spezialisierte sie sich auf den Entwurf sakraler Glasfenster, 1958 folgte die Meisterprüfung.

Bei der Wiedererrichtung der B.M.V.-Kirche in Essen-Holsterhausen in den Jahren 1954 bis 1955 hat die Künstlerin die zum Teil schwer beschädigten Johan-Thorn-Prikker-Fenster in der ursprünglichen Form restauriert. Sie führte auch die Entwürfe für die beiden Ave-Maria-Glasfenster der Augustinerchorfrau Sr. M. Franziska Wüsten aus. Beide Fenster sind unterhalb der Orgelempore sichtbar.

Seit 1955 arbeitete sie gleichermaßen als freischaffende Glasmalerin und Malerin.[1] Künstlerische Schwerpunkt bilden dabei die Abstrakte Malerei, Reliefs in Edelstahl, Radierungen sowie Plastiken.

Einzelausstellungen ihrer Werke fanden in Deutschland, Frankreich und Italien statt. Darüber hinaus gestaltete sie für das Zisterzienserinnenkloster Saarn den Kreuzweg.[2]

Ursula Graeff-Hirsch war bis zu seinem Tod 1978 mit dem Künstler Werner Graeff verheiratet. Nach dessen Tod verwaltete sie seinen Nachlass, der im Jahre 2009 dem Museum Wiesbaden vermacht wurde. Unter dem Titel Hürdenlauf durch das 20. Jahrhundert publizierte sie 2010 die Erinnerungen ihres Mannes an die Bauhauszeit. Seit 1970 lebt und arbeitet sie in Mülheim an der Ruhr.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Biographische Notiz in: Galerie Gmurzynska-Bargera (Hrsg.): Konstruktivismus: Entwicklungen und Tendenzen seit 1913. 1972.
  2. Jacqueline Siepmann: Ich will nicht mehr schnell sein. In: Neue Ruhr Zeitung vom 18. März 2008. [1]